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Nora Tschirner litt an Depressionen. Bild: imago images / Future Image / ['Horst Galuschka', 'via www.imago-images.de']

"Sozialer Selbstmord": Nora Tschirner offenbart Depressions-Dilemma

Quirlig, laut, tough: So kennen die Fans "Tatort"-Kommissarin Nora Tschirner. Doch die 38-Jährige hatte in den vergangenen Jahren mit inneren Dämonen zu kämpfen, wie sie in der Quarantäne-Ausgabe des Kult-Podcasts "Hotel Matze" offenbarte. Mit dem Gastgeber sprach sie über die Phase in ihrem Leben, in der sie an einer Depression litt.

"Ich weiß noch, ich hatte die Angst, ich würde mich auflösen. Ich hatte so Angst davor, dass ich dachte: Wenn ich da hingucke, in den Abgrund, verliere ich den Halt, dass ich mich dematerialisiere", erinnerte sie sich an ihren damaligen Gang zur ersten Therapiestunde. Sie habe das Gefühl gehabt, sich in "eine Trilliarde Einzelteile oder Puzzleteile" aufzulösen, die niemand wieder zusammensetzen könnte.

Tschirner: "Wir können die Schäden extrem eindämmen"

In diesem Zustand sei es sogar so weit gekommen, dass Tschirner sich in eine Klinik einweisen lassen musste. Dass sie mit dem noch immer nicht gesellschaftstauglichen Thema so offen umgeht, ist keine Selbstverständlichkeit. Denn die allgemeine Akzeptanz für die Krankheit würde nach wie vor fehlen:

"Eine Therapie kommt für viele einem sozialen Selbstmord gleich."

Doch genau die sei eben wichtig, um sich aus dem Depressions-Strudel zu befreien. Eine Therapie entspräche Tschirners Ansicht nach dem Blick in den dunklen Abgrund, den jeder in sich trage. Nur so könnten die eigenen Probleme und dunklen Gefühle gelöst werden.

Mittlerweile hat Nora Tschirner ihre Krankheit besiegt: "Wir können die Schäden extrem eindämmen, wenn wir genau jetzt darauf achten, was sich gut anfühlt."

Hilfe bei Depressionen

Bestimmte Dinge beschäftigen dich im Moment sehr? Du hast das Gefühl, dich in einer ausweglosen Situation zu stecken? Wenn du dir im Familien- und Freundeskreis keine Hilfe suchen kannst oder möchtest – hier findest du einige anonyme Beratungs- und Seelsorgeangebote:

Telefonseelsorge: Unter 0800 – 111 0 111 oder 0800 – 111 0 222 erreichst du rund um die Uhr Mitarbeiter, mit denen du über deine Sorgen und Ängste sprechen kannst. Auch ein Gespräch via Chat oder E-Mail ist möglich.

Kinder- und Jugendtelefon:
Der Verein "Nummer gegen Kummer" kümmert sich vor allem um Kinder und Jugendliche, die in einer schwierigen Situation stecken. Erreichbar montags bis samstags von 14 bis 20 Uhr unter der Rufnummer 116 111.

Weitere Infos zu Depressionen findest du auch auf der Seite der Deutschen Depressionshilfe.

(ab)

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