"Wer wird Millionär?": Nach seinem Absturz bekam Janos Pigerl eine neue Chance als Joker.
"Wer wird Millionär?": Nach seinem Absturz bekam Janos Pigerl eine neue Chance als Joker.
Bild: screenshot tvnow

Gescheiterter "Wer wird Millionär?"-Zocker als Zusatzjoker – doch Kandidatin misstraut ihm

19.01.2021, 07:10

Janos Pigerl war wohl einer der größten Pechvögel in der Geschichte von "Wer wird Millionär?". Der Kandidat schaffte es vergangene Woche bis zur 750.000-Euro-Frage, hatte sogar noch Joker übrig, doch dann verzockte er sich und fiel auf 1000 Euro herab. Absolut bitter und selbst für Günther Jauch ein Schock. Doch nun gab es ein Wiedersehen mit dem Zocker-Kandidaten – allerdings nicht auf dem Ratestuhl.

Janos Pigerl durfte sich am Montagabend in die Reihe der Publikumsjoker einreihen. Die besteht coronabedingt aktuell aus ehemaligen "WWM"-Kandidaten, die allesamt recht erfolgreich in der Sendung abgeschnitten haben. Bis auf Janos Pigerl eben. Doch weil der eigentlich mit viel Wissen geglänzt hatte, wollte RTL ihm offenbar trotzdem eine Chance auf immerhin 500 Euro geben. Und die bekam er auch.

Die Sendung näherte sich schon dem Ende. Kandidatin Joana Günther aus Bonn hatte bereits 125.000 Euro erspielt und versuchte sich gerade an der 250.000-Euro-Frage, als sie doch den Zusatzjoker zurate ziehen musste. Janos Pigerl gehörte zu den zwei Personen, die sich von ihren Plätzen erhoben hatten. Jauch war offenbar etwas scharf darauf, den Kandidaten aus der vergangenen Woche nochmal zu Wort kommen zu lassen und drängte die Kandidatin schon fast, sich für Pigerls Hilfe zu entscheiden.

Joana Günther saß bei Günther Jauch auf dem Ratestuhl.
Joana Günther saß bei Günther Jauch auf dem Ratestuhl.
Bild: screenshot tvnow

"WWM"-Kandidat bekommt neue Chance als Joker

Joana Günther hakte aber erst noch etwas misstrauisch nach, bei welcher Frage er gescheitert sei. Pigerl gab sich selbstbewusst und scherzte:

"Das war die Frage für 750.000 Euro. Auf diesem Niveau kenne ich mich eigentlich noch ganz gut aus."

Der Moderator nutzte natürlich prompt die Gelegenheit, um sich nach Pigerls Ergehen nach dem bitteren "WWM"-Absturz zu erkundigen. Der berichtete, dass die Reaktionen nach der Sendung eigentlich ganz lieb gewesen seien, aber er sich selbst Vorwürfe gemacht habe. "In Richtung Leichtsinn?", hakte Jauch nach, aber da verneinte Pigerl. Vielleicht hätte er sich an manchen Stellen ein wenig mehr Gedanken machen müssen, aber "letztendlich bleibe ich dabei, dass es ein Ratespiel ist, zwischen den beiden, die noch übrig blieben. Und ich bin da halt runtergerasselt".

Janos Pigerl kam als Joker zum Einsatz.
Janos Pigerl kam als Joker zum Einsatz.
Bild: screenshot tvnow

Joana Günther entscheid anschließend: "Geben wir ihm noch 'ne Chance" und ließ Janos Pigerl erklären, warum er glaubt, dass Coldplay eine Band ist, die bislang aus rein formalen Gründen noch nicht in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen wurde. Die anderen Antwortmöglichkeiten (Red Hot Chili Peppers, Metallica und U2) schloss er aus. Seine Begründung: Coldplay ist die jüngste Band, möglicherweise müsste eine Band für die Aufnahme eine bestimmte Zeit aktiv gewesen sein. Sicher wusste er es aber nicht.

Jauchs Kandidatin vertraut Joker nicht

Joana Günther war von der Erklärung noch nicht ganz überzeugt. Sie setzte noch den 50:50-Joker ein und musste sich letztendlich zwischen Metallica und Coldplay entscheiden. Aber sie haderte mit sich und ihrer Entscheidung. "Was ist jetzt stärker: die Gier oder die Angst?", wollte Jauch wissen. "Die Gier", gab Joana zu – doch dann überwog wohl doch die Angst und sie entschied sich, lieber mit den 125.0000 Euro nach Hause zu gehen. Das Vertrauen in den Zocker Janos Pigerl war dann wohl doch nicht so groß und die Lust, genauso zu enden wie er, offensichtlich noch kleiner.

Etwas bitter: Der Zusatz-Joker hätte recht gehabt und hatte seine Lösung sogar komplett richtig begründet.

(jei)

Themen

Weitsicht vor der Abwahl? Andreas Scheuer bewirbt sich um Mini-Job bei der "heute-show"

Acht Tage vor der Bundestagswahl treibt der Wahlkampf seltsame Blüten: Ein TV-Triell wie eine "Asi-Talkshow", ein Minister, der sich schon nach einem neuen Job umsieht – und eine Partei, die sich zur Motivation eines Films bedient, der Kriminalität und Morallosigkeit feiert. Die "heute-show" verwertete alle Vorlagen.

In "The Wolf of Wall Street" motiviert der von Leonardo DiCaprio gespielte Finanzguru Jordan Belfort seine Mitarbeiter mit einer aufpeitschenden Rede zu bedingungsloser Loyalität und unbändigem Einsatz für das Wohl des großen Ganzen – der Firma. Genau diesen Film hatten sich ein paar "Lurche von der Jungen Union" (O-Ton Oliver Welke, "heute-show"-Moderator) am Rande eines TV-Triells als Motivationsvideo ausgesucht und unterlegten die entfesselte Rede mit Untertiteln ("Wir. Gewinnen. Diese. …

Artikel lesen
Link zum Artikel