Während des Sommerlochs kommen die Schlagerfans bei "Immer wieder sonntags" weiterhin auf ihre Kosten. Genau wie beispielsweise der Fernsehgarten im ZDF sorgt das Format immer wieder für Aufreger. In der Ausgabe vom 16. Juli war es wieder einmal so weit: Moderator Stefan Mross sollte sein Wissen bei einem Musik-Quiz unter Beweis stellen.
Die Song-Auswahl des Senders irritierte jedoch massiv und sorgte für heftige Reaktionen in sozialen Netzwerken. Nun reagierte die ARD, der Sender rechtfertigt sich in einem Statement.
Michael Wendler ist in Deutschland massiv in Ungnade gefallen, seit er im Zuge der Corona-Pandemie damit begann, Verschwörungserzählungen zu verbreiten. Ein geschmackloser KZ-Vergleich kostete ihn schließlich auch seinen Job als "DSDS"-Juror an der Seite von Dieter Bohlen.
Nun war bei "Immer wieder sonntags" jedoch plötzlich der Wendler-Song "Sie liebt den DJ" Thema. Bei einer Frage im Rahmen der Quiz-Runde mit Stefan Mross sollte der Titel als Lösung genannt werden. Schließlich wurde das Lied in der ARD sogar kurz angespielt.
Deutliche Reaktionen bei Twitter ließen nicht lange auf sich warten. "Wendler-Musik bei 'Immer wieder sonntags'. Geht gar nicht!", empörte sich ein User auf der Plattform. Eine andere Person urteilte: "Ganz ironiefrei einen Song von Michael Wendler zu spielen, ist natürlich auch sehr mutig."
Die Redaktion der Sendung sah sich nun anscheinend zu einer Stellungnahme gezwungen. Auf dem offiziellen Instagram-Kanal zur Show heißt es: "Als der breiten Öffentlichkeit bekannter Song wurde 'Sie liebt den DJ' für das 'Immer wieder sonntags'-Musikquiz genutzt. Im Quiz ging es rein um das musikalische Werk, nicht um den Interpreten." Und weiter:
Das Statement kann viele jedoch nicht überzeugen. In einem Kommentar ist zu lesen: "Steht doch einfach zu eurem Fehler und entschuldigt euch dafür, das wäre wahre Größe." Eine andere Person wird ebenfalls deutlich: "Völlig unglaubwürdig und ohne Entschuldigung geht gar nicht."
An Michael Wendler ist der Eklat ebenfalls nicht vorbeigegangen. Der Sänger meldete sich über seinen offiziellen Instagram-Account zu Wort und teilte mit: "Wie immer ist es peinlich, sich für angesetzten Hate zu entschuldigen." Die Berichterstattung über den Fall blende "die Fans aus, die sich über meine TV-Präsenz in der ARD gefreut haben".