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Niklas Bayer-Eynck und Günther Jauch: Der "Zocker"-Kandidat darf erneut antreten. tvnow/ stefan gregorowius

Vogelhochzeit-Frage: "WWM"-Kandidat Niklas Bayer-Eynck bekommt zweite Chance

Er fiel in einer denkwürdigen Ausgabe von "Wer wird Millionär?" von 125.000 Euro auf 1.000 Euro: Jetzt bekommt der Dortmunder Niklas Bayer-Eynck eine zweite Chance. Das teilte der Sender RTL am Mittwochabend mit.

Die "WWM"-Ausgabe "Das große Zockerspecial" vom 11. Januar kostete Kandidaten, Zuschauer und Moderator Günther Jauch reichlich nerven: Gleich zwei Männer verzockten sich heftig und verloren fast ihren ganzen Gewinn – der andere war Janos Pigerl, der sogar noch tiefer abstürzte: Er beantwortete die 750.000-Euro-Frage falsch – trotz aller Bemühungen Jauchs, ihm zu helfen. Auch Pigerl blieben nur 1000 Euro. Etwas unterscheidet die beiden Pechvögel nun aber: Kandidat Bayer-Eynck darf es nochmal versuchen. Der Grund: Die Frage zum berühmten Volkslied "Die Vogelhochzeit" sei nicht ganz eindeutig gewesen, so der Sender.

Glück für den Kandidaten: Zur Vogelhochzeit gibt es viel zu sagen

Für 125.000 Euro hatte Bayer-Eynk beantworten sollen, welcher Vogel in dem Lied der Bräutigam ist. Zur Auswahl standen A: Amsel, B: Drossel, C: Fink, D: Star. Der Psychologe im Berufsförderungswerk setzte seinen Zusatzjoker ein, entschied sich, dem Rat des Jokers entsprechend, für "Amsel" – das galt als falsch und bedeutete das Aus.

Um zu erklären, warum der, wie RTL sagt, "unglücklich ausgeschiedene" Kandidat nun eine zweite Chance bekommt, holt der Sender weit aus: Der Frage liege die "allgemein bekannte Textfassung" zugrunde, die Heinrich Hoffmann von Fallersleben und Ernst Richter 1842 in ihrer Sammlung "Schlesische Volkslieder mit Melodien" veröffentlichten: "Es wollt‘ ein Vogel Hochzeit machen, in dem grünen Walde. Didirallala, didiralla, rallala. Die Drossel war der Bräutigam, die Amsel war die Braute."

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts, als das Lied durch die Wandervogelbewegung deutschlandweit bekannt wurde, schreibt RTL weiter, habe sich diese Textversion gegen eine "konkurrierende" Fassung durchgesetzt, in der das Brautpaar aus Gimpel und Amsel bestehe. "In den folgenden Jahrzehnten wurde die 'Vogelhochzeit' zu einem der beliebtesten Volks- und Kinderlieder – mit der Drossel als Bräutigam und der Amsel als Braut."

Amsel? Drossel? Trossel? Gar nicht so einfach

Allerdings, und das ist das große Aber: Es hätten schon mehr als 200 Jahre vor der nun bekannten Version mehrere gereimte Texte existiert, die von Vogelhochzeiten handelten, schreibt RTL. Beispiel: ein Lied namens "Der Stigelitz", in dem die Rollen des Brautpaares vertauscht sind: "Die Amsel war der Bräutigam, die Trossel war die Braute, die war gar schön gezieret, trug ob ein Kranz von Raute." Aufgrund der Existenz dieser älteren Version, schreibt nun RTL, bekommt der Kandidat eine neue Gelegenheit, ein Vielfaches von 1000 Euro zu erspielen.

"Ich freue mich riesig, dass ich eine zweite Chance bekommen habe und danke RTL herzlich dafür", zitiert der Sender Niklas Bayer-Eynck. "Ich kann es immer noch nicht glauben, dass ich noch einmal bei Günther Jauch von Anfang an spielen darf." Einen Termin gibt es auch schon: RTL zeigt "Wer wird Millionär? - Das große Zockerspecial - Die 2. Chance" am Freitag, 5. Februar, um 20.15 Uhr.

(andi)

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