Nach der Lockerung der Schutzmaßnahmen und Wiedereröffnung der Geschäfte sieht die Einkaufsstraße und Fußgängerzone Flinger Straße in der Innenstadt von Düsseldorf wieder so wie vor der Coronakrise aus: mit großem Andrang von Personen, die weitgehend nicht den gebotenen Mindestabstand zueinander einhalten, Nordrhein Westfalen, Deutschland *** After the relaxation of protective measures and the reopening of shops, the Flinger Strasse shopping street and pedestrian zone in downtown Düsseldorf looks the same as it did before the corona crisis, with a large crowd of people who largely do not keep the required minimum distance from each other, North Rhine-Westphalia, Germany

Corona-Infektion trotz Abstand? Laut US-Forschern ist eine Übertragung auch über eine längere Distanz möglich. Bild: www.imago-images.de / Ralph Peters

US-Behörde: Corona-Übertragung über längere Distanz möglich

Die US-Gesundheitsbehörde CDC stellt nun wieder offiziell fest, dass sich das Coronavirus auch über in der Luft schwebende kleine Partikel übertragen kann. Vor zwei Wochen hatte die CDC für Aufsehen gesorgt, weil sie erst einen Hinweis darauf in ihren Empfehlungen veröffentlicht hatte – und dann nach wenigen Tagen wieder zurücknahm. Zur Begründung hieß es, dass ein Entwurf fälschlicherweise zu früh veröffentlicht worden sei.

Am Montag schrieb die CDC in ihren Corona-Richtlinien wieder, das Virus könne unter bestimmten Bedingungen auch über eine längere Distanz als die bislang als maßgeblich angesehen sechs Fuß (etwa 1,80 Meter) übertragen werden. Dies sei der Fall gewesen in schlecht belüfteten Räumen. Mitunter hätten die Personen zudem schwer geatmet, etwa beim Singen oder Trainieren.

Großteil der Infektionen passieren in nächster Entfernung

Wissenschaftler glauben nach Angaben der CDC, dass die Konzentration des Virus in der Luft durch die Umstände ansteigen konnte. Dabei seien zum Teil auch Menschen infiziert worden, die sich nicht nur zur gleichen Zeit, sondern auch kurz danach an einem Ort mit ansteckenden Personen aufgehalten hätten. Zugleich schränkte die CDC ein, dass der Großteil der Infektionen nach vorliegenden Daten in nächster Entfernung passiere.

In den USA sind nach Zahlen der Universität Johns Hopkins bereits mehr als 210.000 Menschen nach einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben. Erst kürzlich hatte die CDC Kritik auf sich gezogen, als sie erklärte, Tests bei Menschen ohne Symptome seien nicht notwendig. In einer "Klarstellung" nahm die CDC diese Position aber wieder zurück.

(lau/dpa)

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