Mick Schumacher nach seinem Crash beim Rennen in Saudi-Arabien
Mick Schumacher nach seinem Crash beim Rennen in Saudi-Arabien.Bild: www.imago-images.de / DPPI
Formel 1

Heftiger Crash von Schumacher: "Nicht optimal für uns"

06.12.2021, 12:40

So hat sich Mick Schumacher sein erstes Rennen in Saudi-Arabien sicherlich nicht vorgestellt. Der Sohn von Rekordweltmeister Michael Schumacher musste bereits in der zehnten Runde seinen Haas verlassen, weil er ihn in die Leitplanken gesetzt hatte.

Was war passiert? In Kurve 22 fuhr der 22-Jährige über den Curb, danach brach das Heck seines Autos aus und er knallt in die Streckenbegrenzung. Nur wenige Augenblicke später funkte er zur Box, dass es ihm gut gehe und sorgte damit für Entwarnung beim Team. Gleichzeitig entschuldigte er sich für das frühe Ende des Rennens.

In der Folge kam das Safety Car raus. Weil die Arbeiten an der Streckenbegrenzung länger dauerten, musste das Rennen zwischenzeitlich sogar unterbrochen werden. Schumacher selbst analysierte den Crash ehrlich: "Es ist schade, aber im Endeffekt war es mein eigener Fehler. Eigentlich konnten wir mit dem Williams mithalten, dann habe ich zu stark gepusht, um ins DRS-Fenster zu kommen. Das war dann ein bisschen zu viel."

Schumacher-Crash hilft Verstappen

Schumacher sagte außerdem, dass das frühe Aus extrem enttäuschend sei für das ganze Team. "Es ist natürlich Extra-Arbeit und auch von finanzieller Seite her nicht optimal für uns. Aber was passiert ist, ist passiert. Jetzt müssen wir das letzte Rennen noch gut überstehen und haben nächstes Jahr hoffentlich nicht mehr solche Probleme."

Vor Probleme stellte der Crash von Schumacher letztlich auch Weltmeister Lewis Hamilton im Kampf um die WM gegen Max Verstappen. Als das Safety Car auf der Strecke war, fuhr der Brite an die Box, um seine Reifen zu wechseln. Verstappen blieb draußen und wurde dafür belohnt. Als das Rennen kurz später unterbrochen wurde, konnte er ebenfalls die Reifen wechseln und sparte somit einen Stopp. Danach führte er das Rennen an.

Verstappen sorgte dann auch in der 38. Runde für den nächsten großen Aufreger. Er verlangsamte und sorgte dafür, dass Hamilton auf den Niederländer auffuhr. Der Mercedes-Pilot konnte trotzdem weiterfahren und schnappte sich Verstappen noch, holte seinen dritten Sieg in Serie.

Der Red-Bull-Fahrer bekam für das Bremsen nachträglich eine 10-Sekunden-Strafe, durch die er allerdings keine Position verlor und auch weiter als zweiter im Rennergebnis geführt wird. Weil Hamilton sich noch den Punkt für die schnellste Runde schnappte, ist er nun vor dem letzten Rennen punktgleich mit Verstappen.

"Es kann sich niemand leisten, mit einem Ergebnis dazustehen, das nicht auf der Strecke ausgefahren worden ist."
Mercedes-Chef Toto Wolff über die anstehende Entscheidung im letzten Rennen der Saison

Am kommenden Sonntag (14 Uhr) wird es dann die Entscheidung in der Weltmeisterschaft geben. Sollten beide Fahrer ausfallen, wäre Verstappen vorne, weil er mehr Siege (9:8) in dieser Saison einfuhr. Dennoch glaubt Mercedes-Boss Toto Wolff an ein faires Rennen: "Das waren heute so viele Warnschüsse für alle Beteiligten, dass es sauber abgehen wird und sauber abgehen muss. Es kann sich niemand leisten, mit einem Ergebnis dazustehen, das nicht auf der Strecke ausgefahren worden ist."

(stu)

Nächster Rückschlag für Mick Schumacher: Auch Ferrari-Aus steht bevor

Mittlerweile verdichten sich die Zeichen immer mehr: Nachdem Mick Schumacher in den letzten zehn Rennen keine einstelligen Platzierungen mehr einfahren konnte, wird Team Haas laut "Bild" mit dem 35-jährigen Nico Hülkenberg in die neue Saison gehen, anstatt mit dem 23-Jährigen zu verlängern – die offizielle Entscheidung soll am Donnerstag verkündet werden.

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