Das "I Can See Your Voice"-Rateteam war um keine steile These verlegen, von links: Thomas Hermanns, Ilka Bessin, Motsi Mabuse, Oliver Pocher und Victoria Swarovski.
Das "I Can See Your Voice"-Rateteam war um keine steile These verlegen, von links: Thomas Hermanns, Ilka Bessin, Motsi Mabuse, Oliver Pocher und Victoria Swarovski.
TVNOW / Frank W. Hempel

"I Can See Your Voice": Oliver Pocher sorgt mit Spruch für Empörung

01.04.2021, 12:2301.04.2021, 16:12
Carmen Schnitzer

"Ey, das ist nicht normal!" Mehrfach stand Ilka Bessin (49) in der Auftaktfolge der neuen RTL-Show "I Can See Your Voice" der Mund offen – wobei neben den Kandidaten auch Kollegin Victoria Swarovski (27) sie zum Staunen brachte. Die saß mit ihr und weiteren Sendergrößen – Thomas Hermanns (58), Motsi Mabuse (39) und Oliver Pocher (43) – in einem ratenden Beraterteam, um herauszufinden, welcher der sieben Bühnenwilligen mit einer Top-Singstimme gesegnet war – und wer hingegen gar nicht singen konnte.

Denn darum ging es in dieser aus Südkorea importierten Show, von der letzten August bereits zwei Pilotfolgen gelaufen waren – und um 10.000 Euro. Die würde am Ende entweder ein quietschender, aber toll performender Schwindler abräumen oder Kandidatin Marleen (20), die als The-BossHoss-Superfan an der Seite ihrer Idole Alec Völkel (49) und Sascha Vollmer (49) die Spreu vom Weizen trennen musste.

Oliver Pocher beim Anblick des "Fitness-Models": "Die kann nix!"

Der "Anime-Fan", der "Country-Boy", die "Krankenschwester", das "Fitness-Model", der "Karnevals-Jeck", der "Radio-Moderator" oder die "Mechatronikerin": Unter diesen "Stempeln" performten die bis zur Entlarvung namenlosen Kandidaten. Konnte es sein, dass eine Frau mit einer Top-Figur auch noch singen kann?

Oliver Pocher hatte da so seine Zweifel: "Ich möcht' die 4 hier nicht mehr sehen!", legte er sich schon in der Runde "Der erste Eindruck" auf das "Fitness-Model" fest. Hinter der Fitness-Verkleidung versteckte sich übrigens die österreichische Singer-Songwriterin Sinikka Monte.

Oliver Pocher traute dem Fitnessmodel aufgrund seines Aussehens nichts zu.
Oliver Pocher traute dem Fitnessmodel aufgrund seines Aussehens nichts zu.
TVNOW

"Die kann nix!", so sein Urteil beim ersten Anblick. Thomas Hermanns geißelte lautstark die Herleitung: "Das ist Sexismus!" Und auch auf Twitter kam Oliver Pocher mit seinen Sprüchen an diesem Abend gar nicht gut an. Einige Nutzer warfen ihm Sexismus vor – auch weil er im weiteren Verlauf der Sendung immer wieder gegen Sinnika stichelte.

Zuschauer kritisieren Oliver Pocher

Doch erst mal schmiss Marleen den "Country-Boy" raus, der Thomas Hermanns an die Mobber seiner Schulzeit erinnerte. Pech gehabt: Musicaldarsteller Alessandro gab auf der "Bühne der Wahrheit" live eine so täuschend echt klingende "I Can't Help Falling In Love"-Version zum Besten, dass alle glaubten, da sänge Elvis vom Band.

Victoria Swarovskis erstaunt mit Geheimtalent

Also doch die sportliche Schöne? In Runde 2, beim "Lip Sync", wurden eifrig die Lippen bewegt, und nun ließ sich Marleen überzeugen – leider: Auch "Fitness-Model" Sinnika hatte ihren Rihanna-Song drauf.

Oliver Pocher indes blieb übrigens bei seiner Haltung. Selbst als das "Fitness-Model" bestens mit Klarstimme sang, keilte er erneut gegen sie und behauptete: Das war doch überhaupt nicht gut. Breites Kopfschütteln in der Runde. Irgendwann muss man seinen Gag wohl auch mal aufgeben – diesen Zeitpunkt verpasste Pocher in der Show.

In dieser Runde hatte Raterin Vicky Swarovski übrigens so wissend über das Singen parliert, dass Ilka Bessin sie verwundert fragte: "Was hast du denn für 'ne Ahnung hier mit Brust- und Kopfstimme?" Mehr als gedacht! Fast vergessen ist, dass die "Let's Dance"-Moderatorin einst selbst einen Plattenvertrag hatte. Prompt trat sie zum Beweis an: Victoria Swarowski lieferte aus dem Stand eine kleine Gesangskostprobe. Sie heimste damit nicht nur Ilkas Bewunderung ein, sondern kassierte Applaus im gesamten Saal.

The Boss Hoss versuchen, ihrem Superfan Marleen zu 10.000 Euro zu verhelfen.
The Boss Hoss versuchen, ihrem Superfan Marleen zu 10.000 Euro zu verhelfen.
tvnow / frank w. hempel

Wie viele der sieben Kandidaten ähnliches Talent hatten, war ungewiss – doch der nächste sollte möglichst mal eine gesangliche Niete – und damit ein Treffer – sein. In einer weiteren "Lip Sync"-Runde entschied Marleen sich für den "Radiomoderator" Dino, der zwar tatsächlich einer war, aber glücklicherweise seine Helene-Fischer-Nummer ganz herrlich verhunzte.

Nächste Runde, "Fakt oder Fake": In Videoeinspielern erzählten die Kandidaten aus ihrem Leben, woraufhin Oliver Pocher sich erneut weit aus dem Fenster lehnte und beim "Anime-Fan" tönte: "In dem Video stimmte nichts. Das ist wirklich der größte Schrott, den ich je gesehen hab'." Erst mal aber musste "Mechatronikerin" Kimberly gehen, die zwar tatsächlich mal besagte Ausbildung gemacht hatte und top im Urban Dance war, aber kaum einen Ton richtig traf. Erleichtertes Gelächter und neue Hoffnung für Marleen.

Altenheimpflegerin täuscht alle Promis

Mit dem "Karnevals-Jeck", Familienmenschen und Sanitätshaus-Teamleiter Dennis schied in der zweiten "Fakt oder Fake"-Runde dann allerdings erneut ein guter Sänger aus, sodass in der Runde "Soundcheck" (quietschig übersteuerte Stimmen) und dem abschließenden "Kreuzverhör" nur noch der "Anime-Fan" und die "Krankenschwester" um das finale Duett mit The BossHoss kämpften.

Sieht so eine Top-Sängerin aus? Die "Krankenschwester" machte auf der Bühne eine gute Figur - und bluffte sich zum Hauptgewinn.
Sieht so eine Top-Sängerin aus? Die "Krankenschwester" machte auf der Bühne eine gute Figur - und bluffte sich zum Hauptgewinn.
TVNOW / Frank W. Hempel

Ersterer, Hotelfachfrau-Azubine Emily, flog, konnte zum Glück nicht singen, hatte aber bewiesen, dass sie für ihren Traumberuf Schauspielerin Talent hatte. Blieb die "Krankenschwester", auf der nun Marleens Hoffnungen lagen. "Wenn du uns vera....st, dann machst du's richtig geil", hatte Alec am Anfang getönt und auch Victoria Swarovski war sich sicher: "Die kann singen, das siehste schon!" Konnte Altenheimpflegerin Solanny allerdings gar nicht – und freute sich damit über verdiente 10.000 Euro.

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