Max Kruse (M.) spielte insgesamt 14-mal für die deutsche Nationalmannschaft. In einem Twitch-Stream zog er nun über Felix Magath her.
Max Kruse (M.) spielte insgesamt 14-mal für die deutsche Nationalmannschaft. In einem Twitch-Stream zog er nun über Felix Magath her.Bild: imago sportfotodienst / Jan Huebner

Ex-DFB-Star schießt gegen Hertha-Trainer: "Niemals zu Magath"

02.05.2022, 19:06

Auch wenn er beim jüngsten 1:1 des VfL Wolfsburg gegen den VfB Stuttgart weitestgehend unauffällig blieb, gab es für Stürmer Max Kruse doch einiges zu feiern. Er steht inzwischen bei 300 Bundesligaspielen und ausgerechnet sein Jubiläumsspiel war etwas ganz Besonderes: Wolfsburg schaffte den Klassenerhalt und wird auch nächste Saison in der Bundesliga spielen.

Das nahm der Stürmer zum Anlass, sich nach längerer Pause wieder bei seinen Fans auf Twitch zu melden. Um Mitternacht gingen er und seine Frau Dilara per Livestream auf Sendung. Wasserpfeife rauchend und zurückgelehnt im Gaming-Stuhl, beantwortete Kruse hier die Fragen seiner Fans.

screenshot/instagram/maxkruse

Einer wollte von dem 14-fachen deutschen Nationalspieler wissen, ob er auf Vereinsebene nächste Saison unter Trainer Felix Magath spielen wird. "Ich gehe überall hin. Aber niemals zu Magath", lautete Kruses prompte Antwort. Auf Dilaras Frage nach den Gründen, führte er aus: "Der ist ein Scheucher! Aber ich habe gehört, bei ihm hat man ab 30 noch mal Pause. Aber der ist krank! Der macht Medizinbälle, bis die Leute kotzen."

Magath, der aktuell Hertha BSC trainiert und mit den Berlinern knapp vor dem Klassenerhalt steht, ist in Fußball-Deutschland für seine harten Trainingsmethoden bekannt. In Wolfsburg ließ Magath einst einen Hügel aufschütten, um durch Bergauf-Läufe die Kondition der Spieler zu stärken. Es sind Geschichten wie diese, die dem aktuellen Hertha-Trainer den Spitznamen "Quälix" einbrachten.

Kruse wiederum gilt nicht als Trainingsweltmeister. Dem Sender "Dazn" sagte er Anfang März: "Es gibt Spieler, die den Fokus die ganze Woche auf das Training legen müssen, um am Wochenende performen zu können. Zu denen gehöre ich einfach nicht". Er selbst könne jeden Tag bis "drei Uhr unterwegs sein" und noch kurz vor Anpfiff "eine Pizza essen" und trotzdem sehr gute Leistungen auf dem Platz bringen.

Doch obwohl ihre Einstellungen zum Training so verschieden sind, gibt beiden der Erfolg recht. Felix Magath holte mit Bayern München zweimal das Double aus Pokal und Meisterschaft (2005 und 2006) und wurde außerdem 2009 überraschend Meister mit Wolfsburg.

Auch Kruse kann auf eine lange und sportlich erfolgreiche Profi-Karriere zurückblicken. In 300 Bundesligaspielen gelangen ihm 96 Tore und 78 Vorlagen. Er spielte bislang für Werder Bremen, St. Pauli, den SC Freiburg, Borussia Mönchengladbach, Union Berlin und den VfL Wolfsburg.

(nik)

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