Die "Altras" bei der Arbeit.
Die "Altras" bei der Arbeit.
bild: instagram/die_altras

Zwei-Mann Ultra-Gruppe wird gerade (berühmt)-berüchtigt

15.02.2019, 19:23

Es ist Samstagmorgen und die kleine Ortschaft Altenrath liegt friedlich im Nieselregen. Bis ein lautstarkes Grölen die Idylle zerreißt.

Das Grölen gehört zu Nicolas und Marius Fuhrmann, den einzigen beiden Ultras der U19-Mannschaft "TuS Altenrath".

Mit Bier und Bollerwagen bewaffnet, ziehen die beiden Richtung Fußballplatz, um ihre Fankurve aufzubauen. Denn wenn sie das nicht machen, dann macht es keiner. Die beiden sind nämlich die einzigen Mitglieder der Ultragruppierung "Altras". Doch das trübt die Stimmung nicht – im Gegenteil.

Marius und Nicolas stehen zwischen zwei Lautsprechern vor ihren Bannern und kommentieren das Spiel durch ein Mikrofon. Zwischendurch jubeln und singen sie lauthals, werfen blauweißes Konfetti und zünden Feuerwerkskörper.

Die "Altras" werden gerade ein wenig berühmt – gerade waren sie in der ARD zu sehen:

Der Dank dafür: genervte Blicke von der gegnerischen Bank und ein müdes Lächeln von Trainer Heyland. "In erster Linie sind sie immer sehr heftig betrunken", antwortet er in "Zeiglers wunderbare Welt des Fußballs" auf die Frage, was die "Altras" ausmacht.

Doch trotz steigender Promillezahl kennen Marius und Nicolas jeden Spielernamen inklusive der Rückennummer. Zudem brillieren sie mit Insiderwissen: "Die Mannschaft ist hervorragend in Form, sie waren gestern auf einer Abiparty." erzählt Nicolas grinsend. Und Nicolas behält recht.

"TuS Altenrath" gewinnt an diesem Spieltag 3:2 gegen "Marialinden". Doch das spielt für die beiden Ultras keine große Rolle: "Uns ist es völlig egal, wie das Spiel ausgeht. Hauptsache wir haben Spaß."

Und den hatten sie.

(kre)

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