Meinung
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und die Werbung von watson und Werbepartnern zu personalisieren. Weitere Infos: Datenschutzerklärung.
Image

Bild: collage/imago sportfotodienst

"Es gibt keinen Rassismus im DFB" – Woher wollt ihr das wissen? 5 Fragen an Kroos und Co.

watson sport

Manuel Neuer und Thomas Müller, jetzt Toni Kroos: Sie alle haben sich mit einiger Bedenkzeit zum Rücktritt Mesut Özils aus der Nationalmannschaft geäußert. Sie alle behaupten, dass der von Özil beklagte Rassismus in der Nationalmannschaft und dem DFB kein Thema sei. Thomas Müller geht sogar so weit und sagt allgemeingültig, "im Sport" könne von Rassismus keine Rede sein. ("Spiegel")

Özils Abschied, III/III

III / III

Ein Beitrag geteilt von Mesut Özil (@m10_official) am

Dabei sprechen die drei deutschen Vorzeige-Profis ihrem Verbandsboss Reinhard Grindel perfekt nach dem Mund und versuchen, die Debatte um Ressentiments und Integration im deutschen Fußball unter den Teppich zu kehren.

Sami Khedira zeigte als einziger der arrivierten Nationalspieler, dass es auch anders geht. Ausgerechnet Khedira, der Stuttgarter mit tunesischen Wurzeln, sprach nach dem WM-Vorrundenaus davon, dass Özils Schweigen in der Erdogan-Foto-Affäre ein "Riesenthema" unter den Spielern gewesen und von allen Beteiligten vollkommen unterschätzt worden sei. ("Welt")

Ausgerechnet Jung-Nationalspieler Julian Brandt bewies mit wenigen Worten moralische Größe, ohne dabei den Ex-Nationalspieler für sein fragwürdiges Posieren mit dem türkischen Präsidenten zu verteidigen: Auf Özil "einzudreschen" und ihm die Schuld am deutschen WM-Desaster zu geben, sei "einfach falsch". ("Spiegel")

Selbst wenn Toni Kroos nun in einem Interview sagt, ein "höherer Anteil" von Özils Stellungnahme sei "Quatsch", bedeutet das nicht, dass das Thema abgehakt ist. Denn das ist es ganz offensichtlich nicht, wenn noch immer Aussagen und Einordnungen von Nationalspielern gefordert werden – und zwar solche, die ohne leere Worthülsen auskommen. ("Sportbild")

Deshalb haben wir 5 einfache Fragen an Kroos, Müller und Neuer:

1. Woher wollen die blonden Manuel, Toni und Thomas aus Deutschland wissen, wie sich Rassismus anfühlt und ob es ihn gibt?

2. Wart ihr bei den Gesprächen zwischen DFB-Präsident Reinhard Grindel und Mesut Özil dabei?

3. Woher rührt das scheinbar unerschütterliche Vertrauen in einen Verbandspräsidenten, der einst behauptete, "Multikulti" sei in Wahrheit "Kuddelmuddel"?

4. Da es unterschiedliche Aussagen gibt: War die "Erdogan-Affäre" denn nun ein "Riesenthema" unter den Nationalspielern oder wirklich nicht?

5. Wie kann es sein, dass der 22-jährige Julian Brandt sich differenzierter und gewählter ausdrückt, als drei erfahrene Nationalspieler?

Wir werden diese Fragen ganz sicher nicht beantwortet bekommen. Doch solange wir auf sie keine Antworten erhalten, so lange wird nicht nur über Özils unnötiges Foto, sondern auch über das unsägliche Phrasendreschen und Rauswinden ehemaliger Teamkollegen und Funktionäre diskutiert. 

Traurig: Die deutsche WM-Mannschaft bei der Ankunft in Deutschland

Die Bundesliga bereitet sich auf die Saison vor:

Neue Ausstatter und Altbekanntes – das sind die neuen Bundesliga-Trikots

Link to Article

Gegen den Jugendwahn der Liga: Warum Pizarro der richtige Transfer für Werder ist

Link to Article

Fan pöbelt gegen Di Santo – und das Schalker Team reagiert ganz groß

Link to Article

++ RB Leipzig schlägt den 1. FC Nürnberg mit einem haushohen 6:0  ++

Link to Article
0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Lewandowski, lass dieses blöde Schwalben-Theater – du hast es nicht nötig!

Robert Lewandowski hat gestern wieder bewiesen, dass er ein großartiger Stürmer ist. Der Pole traf bei der 2:3-Niederlage gegen seinen Ex-Verein gleich zweimal und bewies, dass er auch in Spitzenspielen wichtige Tore schießen kann. Lewandowski hätte zum Mann des Abends werden können. Das wurde er aber nicht. Einerseits, weil er bei seinem Hackentor in der Nachspielzeit im Abseits stand und andererseits, weil er mehr auf dem Rasen lag als eine Picknickgruppe im Stadtpark.

Es waren erst wenige …

Artikel lesen
Link to Article