Meinung
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Innenraum eines großen Flugzeugs mit Sitzen Copyright: imageBROKER/JacekxSopotnicki ibljas04488350.jpg

Indoors a grand Aircraft with sit Copyright image broker JacekxSopotnicki ibljas04488350 JPG Bitte beachten Sie die gesetzlichen Bestimmungen des deutschen Urheberrechtes hinsichtlich der Namensnennung des Fotografen im direkten Umfeld der Veröffentlichung!

Patrisha Organo mit dem fremden Baby.Die Stewardess stillte es, weil die Mutter keine Nahrung mehr hatte.  Bild: imago stock&people

Diese Frau stillte im Flugzeug ein fremdes Baby – ist sie deshalb eine Heldin? 

Menschen lieben Geschichten. Besonders dann, wenn sie das echte Leben erzählt und eine Heldin darin vorkommt. Das Folgende ist eben so eine Story, bei der einem eigentlich das Herz aufgehen müsste. Die nötigen Zutaten sind da: Ein Baby kommt darin vor und es gibt besagte klassische Heldin.

Die Geschichte geht so: Eine Mutter und ihr hungriges Baby befinden sich auf einem Flug einer großen Fluggesellschaft. Irgendwann beginnt das Kind bitterlich zu weinen und zu schreien – vor Hunger. Weil die Mutter keinen Muttermilchersatz an Board hat, und die Fluggesellschaft offenbar auch nicht, hilft kurzerhand eine Flugbegleiterin. Sie ist eigentlich noch nicht einmal im Dienst, sondern fliegt nur als "Cabin Crew Evaluator" mit, also als Crew-Testerin. Sie hat selbst eine 9-Monate alte Tochter und kann aufgrund dessen das fremde Kind stillen. Also Baby satt, Ende gut?

Hier berichtet die Flugbegleiterin von ihrem Erlebnis:

Es folgt, was folgen muss: Das Internet macht aus Patrisha Organo, so heißt die stillende Flugbegleiterin mit bürgerlichem Namen, eine Heldin. Das geht an der wahren Geschichte und den Problemen dahinter aber vorbei. Hier 2 Gründe, warum:

Warum ist eine Fluggesellschaft eigentlich nicht auf Babys eingestellt? 

Babynahrung und damit auch Milchpulver fällt nicht unter die Handgepäckbestimmungen. Das heißt: Hier sind auch größere Mengen als die üblichen 100 ml erlaubt. Das bedeutet im Umkehrschluss aber auch: Fliegen Eltern mit Kindern, die noch keine normale Nahrung zu sich nehmen können, dann müssen sie selbst dafür sorgen, diese mit an Board zu nehmen. Im aktuellen Fall soll die Mutter der Flugbegleiterin unter Tränen ausgesagt haben, dass sie keinen Muttermilchersatz mehr hatte, berichtet der "Mirror". 

Fazit: Mütter haben viel um die Ohren. Da kann es schon einmal passieren, dass sie irgendwas vergessen. Dumm nur, wenn es die Nahrung für das Kind ist und sich die Familie an Board eines Flugzeugs befindet. 

Eine ähnliche Geschichte gab es übrigens vor kurzem schon einmal:

Fazit: Die Tat ist die selbe. Aber in Zeiten von Social Media ist es einfacher geworden, sich selbst zum Helden zu machen. Das heißt nicht, dass die Tat der Flugbegleiterin nicht genauso viel Wert ist. Einen faden Beigeschmack hat sie dennoch. Denn auch Bescheidenheit ist eine Tugend!

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Ist es wirklich eine Heldentat? 

Dem "Mirror" sagte Patrisha Organo, dass es ein Stich ins Herz gewesen sei, als sie den Grund für das Schreien des Babys erfahren habe. Da sie selbst ein Kleinkind habe, habe sie sich vorstellen können, wie sich die hilflose und gestresste Mutter in dem Moment gefühlt haben muss. Und weiter: 

"Das Gefühl der Hilflosigkeit, das man hat, weil man sein eigenes hungriges Kind nicht versorgen kann, ist schrecklich."

Eben! Sollte es dann nicht selbstverständlich sein, zu helfen, wenn man kann? Sind wir so verroht, dass Empathie und Nächstenliebe zu so etwas Besonderem verkommen sind? Oder kommen uns Helden in Zeiten von Social Media einfach nur größer vor, als sie in Wahrheit sind?

Fazit: Diese Fragen muss sich jeder selbst beantworten. Dass beide Frauen das einzig Richtige getan haben, steht außer Frage. Doch es ist durchaus legitim zu hinterfragen, ob es sich dabei tatsächlich um eine "Helden"-Tat handelt. 

Was ist deine Meinung? Ist die Stewardess eine Heldin? Schreib es in die Kommentare!

Auch herzig: 

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Video: watson/marius notter

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"Ich habe kein Kind bekommen, um es abzugeben" – Jana bezieht bewusst Hartz IV 

Hier sprechen regelmäßig Menschen, die von Armut betroffen sind.

Jana (Name von der Redaktion geändert) ist 33 Jahre alt, gelernte IT-Systemkauffrau und alleinerziehende Mutter. Ihre Tochter wurde im März 2017 geboren, Jana trennte sich im September 2017 von ihrem Mann und bezieht seit Januar dieses Jahres Hartz IV – weil sie für ihre Tochter da sein möchte, wie sie sagt. Das Elterngeld ist im März 2018 ausgelaufen. 

Der Gesamtbetrag von 1260 Euro monatlich setzt sich zusammen aus:

Für sich und ihre Tochter hat sie also knapp 630 Euro netto  pro …

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