Manchmal lÀuft die Nase auch beim Sport. Keine Sorge, das ist normal.
Manchmal lÀuft die Nase auch beim Sport. Keine Sorge, das ist normal.Bild: iStockphoto
Alltagsfrage

Nicht immer eine Erkrankung: Warum die Nase manchmal lÀuft

29.11.2020, 14:5030.11.2020, 06:19

Eine laufende Nase ist nervig und wÀhrend einer Pandemie umso weniger lustig. Trieft sie bei der Arbeit, landen viele schneller im Homeoffice als sie QuarantÀne sagen können. Oder Lockdown. Oder Beherbergungsverbot.

Allerdings muss eine triefende Nase nicht unbedingt mit einer Erkrankung zusammenhĂ€ngen. Nicht selten hat die Rotzwanderung auf deiner Oberlippe andere GrĂŒnde. Und, als Helferlein, die wir nun mal sind, haben wir uns drei Situationen angeschaut, bei denen das NĂ€schen zum Hydranten wird.

Bevor es losgeht, eine kleine Info: Es ist sinnvoll, dass Nasenschleim abfließt. Im Grunde ist es eine unterstĂŒtzende Funktion fĂŒrs Immunsystem. Eingedrungene Krankheitserreger werden praktisch aus dem Körper befördert, wodurch sie sich nicht in den Atemwegen vermehren. Deshalb lĂ€uft die Nase auch bei ErkĂ€ltungen. Sollte deine Nase stĂ€ndig laufen, also auch außerhalb der vorgestellten Szenarien, wĂ€re es tatsĂ€chlich besser, einen Arzt zu kontaktieren – erstmal telefonisch, versteht sich.

Beim Sport

Irgendwie nervig, wenn beim Sport nicht nur der Schweiß, sondern auch Rotz fließt. Wird dem charmant lĂ€chelnden Fitness-Motivationstrainer auf Youtube irgendwie nicht gerecht. Der Körper ist ein Tempel? Wohl eher eine Tropfsteinhöhle. Keine Sorge, das ist normal – sogar gesund.

Bei körperlicher Belastung pumpt der Körper mehr Blut in die Muskeln zwecks Sauerstoffversorgung. Auch die NasenschleimhĂ€ute werden besser durchblutet. Sie vergrĂ¶ĂŸern sich und können so mehr Luft aufnehmen. Eingeatmete Luft kann dadurch effektiver erwĂ€rmt werden. Um nicht auszutrocknen und die Luft zudem besser zu filtern, produziert die Nase zusĂ€tzlich mehr Sekret. Sieht vielleicht nicht schön aus, ist aber nĂŒtzlich.

Beim Essen

Es ist Ă€rgerlich, wenn einem der Rotz in die Suppe tropft. Sitzen dann noch ein paar Leute am Tisch, die das Trauerspiel verfolgen, wird es zusĂ€tzlich unangenehm – fast wie in einem Monty Python Film. Dabei ist eine laufende Nase beim Essen normal. Warmes Essen kann dafĂŒr sorgen, dass die Nasenschleimhaut stĂ€rker durchblutet wird, worauf sich vermehrt Sekret bildet. Ähnlich wie beim Sport.

Die Folge ist eine laufende Nase. Der HNO-Arzt Johannes Bier sagt dem "Hamburger Abendblatt" zudem: "GewĂŒrzstoffe lösen durch ihre chemische Zusammensetzung eine vermehrte Sekretion aus. Möglicherweise spielen hier Schmerzsensoren eine Rolle." Übrigens fĂ€llt die Sektretproduktion beim Essen unterschiedlich aus. Bei dem einen schießen gefĂŒhlt FontĂ€nen aus der Nase, bei dem anderen herrschen DĂŒrreperioden.

Bei KĂ€lte

Sinkende Temperaturen sorgen fĂŒr laufende Nasen. WĂ€hrend einer Pandemie, in der die triefende Nasen bereits ein Alarmsignal sein könnte, eher suboptimal. Im Bus ein Taschentuch auspacken und durchschnauben wird da zur Mutprobe. Schniefen genauso. Keine Sorge, wir zeigen dir, wie du dich rechtfertigst.

Denn kalte Luft stimuliert die Nerven in deiner Nase, die wiederum eine Nachricht an dein Gehirn senden. Die Antwort ist ein Impuls, in dessen Folge warmes Blut in die Nasenmuscheln fließt. Die schwellen an und erwĂ€rmen die kalte Luft, die ĂŒber sie in die Lunge strömt. Jetzt hat die Nasen-Heizung aber auch einen Nachteil: Beim Anschwellen der Nasenmuscheln erhöht sich auch die Sekretproduktion. Normalerweise fließt die FlĂŒssigkeit nach hinten ab. Normalerweise. Wird es zu viel, strömt sie nach vorn.

Und was genau hilft?

Nun, abschwellende Nasensprays können gegen laufende Nasen helfen, sollten aber nicht zulange genutzt werden – die machen sĂŒchtig. Auch einfache Hausmittel wie NasenspĂŒlungen und -duschen können helfen. DafĂŒr braucht es eine NasenspĂŒlkanne, lauwarmes Wasser und Speisesalz. Die Mittelchen sind aber nicht notwendig. In den drei Situationen reicht bereits ein Taschentuch. Nein, kein Kalauer.

(tkr)

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So vieles lĂ€sst sich wissenschaftlich begrĂŒnden. Schwerkraft hĂ€lt uns am Boden, die ErdatmosphĂ€re schĂŒtzt uns vor einem Strahlentod durch die Sonne, Bier entsteht durch GĂ€rprozesse. Wissen macht Dinge greifbar, verstĂ€ndlich. Doch so weit wir mittlerweile auch sein mögen, begegnen uns regelmĂ€ĂŸig Mysterien. Dinge, die wir uns nicht erklĂ€ren können. Eins davon ist die verschwundene Socke nach einem Waschgang.

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