Interrail Zugreisende
In Deutschland waren Zugreisen durch Europa mit einem Interrailticket 2022 besonders beliebt. pexels/ Ketut Subiyanto
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Interrail beliebt wie nie: 2022 wurde Rekordzahl an Tickets verkauft

14.11.2022, 12:41

Nach Angaben der Deutschen Bahn (DB) wurde 2022 ein Rekordwert bei der Anzahl der verkauften Interrail-Tickets erreicht: Insgesamt wurden 600.000 Tickets erworben. Im Vergleich zu 2019 habe sich die Anzahl fast verdoppelt.

Frankreich, Spanien, Italien waren beliebteste Reiseziele

In Deutschland wurden 142.000 Tickets gekauft, gefolgt von der Schweiz mit 94.000 und Großbritannien mit 63.000. DB-Fernverkehrsvorstand Michael Peterson berichtete von Zuwächsen bei allen europäischen Verbindungen. Am liebsten reisten deutsche Interrail-Fahrende im ersten Halbjahr nach Frankreich, Italien und Spanien. Bei den Städten seien am häufigsten Paris, Barcelona, Rom, Florenz, Mailand, Stockholm und Madrid angesteuert worden.

Ursachen für den Boom: Tickets zum halben Preis und hohe Spritpreise

Das europaweite Zugfahren war dabei vor allem bei jungen Leuten beliebt: Laut Bahn sind 70 Prozent der Deutschen, die das Interrail-Ticket nutzen, Jugendliche oder Erwachsene unter 27 Jahren. Gründe für den Run auf die Tickets waren dieses Jahr vor allem die gestiegenen Energie- und Spritpreise, aber auch aus Klimaschutzgründen stiegen viele beim Reisen vom Auto- auf den Zugverkehr um.

Wegen des 50-jährigen Jubiläums gab es ausgewählte Interrail Global-Pässe in diesem Jahr bis zum 10. Mai zum halben Preis: Der Pass für einen Monat war damit für kurze Zeit ab 252 Euro erhältlich. An der Aktion beteiligen sich 43 Bahn-Gesellschaften, darunter auch die Deutsche Bahn.

Mit Interrail können Reisende in mehr als 30 Ländern mit einer einzigen Fahrkarte über einen bestimmten Zeitraum unbegrenzt viele Zugfahrten unternehmen. Das Ticket wurde 1972 für junge Menschen bis 21 Jahre eingeführt. Inzwischen wurde die Altersbegrenzung aufgehoben, es ist jetzt für alle Altersgruppen zugänglich. Reisende zwischen 12 und 27 Jahren fahren jedoch ebenso ermäßigt wie Senioren ab 60 Jahren.

Autobauer wollen den Ausbau eigener E-Ladenetze vorantreiben

Der Ausbau des E-Ladenetzes hinkt der wachsenden Zahl von Elektroautos weiter hinterher. Kamen etwa Anfang 2021 noch 14 E-Autos auf einen Ladepunkt, waren es nach Zahlen des Verbands der Automobilindustrie (VDA) zuletzt 23. Zwar will die Bundesregierung gegensteuern – etliche Autobauer wollen sich aber nicht nur auf die Politik verlassen und treiben den Ausbau der Ladeinfrastruktur selbst voran.

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