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Der Verzicht auf Tierversuche ist Anleger:innen bei nachhaltigem Geldanlegen wichtig.Bild: iStockphoto / Maxxa_Satori
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Für mehr Tierwohl: Interesse an nachhaltiger Geldanlage wächst

13.11.2022, 11:48

Bei nachhaltigen Geldanlagen achten Anleger einer Umfrage zufolge vor allem auf den Verzicht von Tierversuchen. 39 Prozent der Befragten, die grundsätzlich Interesse an nachhaltigen Finanzprodukten äußerten, gaben an, dass ihnen das Tierwohl als Kriterium besonders wichtig ist, wie das Vergleichsportal Verivox am Mittwoch mitteilte.

Knapp 38 Prozent gaben zudem an, auf die Gewährleistung menschenwürdiger Produktions- und Arbeitsbedingungen zu achten. Der Umwelt- und Klimaschutz rangierte hingegen etwas weiter unten. Für jeweils etwa ein Drittel der Umfrageteilnehmer mit Interesse an nachhaltigen Geldanlagen haben ein schonender Umgang mit natürlichen Ressourcen und der Ausbau erneuerbarer Energien Priorität. Die Müll- und Abfallvermeidung nannten 21 Prozent der Befragten als Anliegen.

Den Anbau gentechnisch veränderter Lebensmittel lehnen der Umfrage zufolge 15 Prozent der Anlegerinnen und Anleger ab. Gezielte Investitionen in Unternehmen mit besonders guter CO2-Bilanz priorisieren 14 Prozent der Anleger. Investitionen in Kernenergie und fossile Energieträger wollen dagegen elf Prozent vermeiden.

Investitionen in die Rüstungsindustrie stufen 26 Prozent der Befragten als Ausschlusskriterium für nachhaltige Anlagen ein. Die Glücksspielbranche wollen 15 Prozent von ihnen nicht unterstützen, bei der Alkohol- und Tabakindustrie sind es zehn Prozent.

Interesse an nachhaltigen Geldanlagen hoch

Die Umfrage zeigt grundsätzlich, dass das Interesse für Geldanlagen nach bestimmten ökologischen, sozialen und ethischen Kriterien, hoch ist. "Vielen Menschen ist es wichtig, mit ihrem Geld nicht nur eine hohe Rendite zu erwirtschaften, sondern auch etwas Gutes zu bewirken", erklärte Oliver Maier von Verivox.

68 Prozent der Umfrageteilnehmenden mit Interesse an nachhaltigen Investments wären demnach sogar bereit, dafür Abstriche bei der Rendite in Kauf zu nehmen.

Starkes Potenzial für Greenwashing

Allerdings gibt es weiterhin keine einheitlichen Standards für nachhaltige Finanzprodukte und Verbraucherschützer:innen beklagen systematisches Greenwashing: Anlagen würden aufgrund zweifelhafter Kriterien als "grün" oder "nachhaltig" deklariert.

Der Verivox-Umfrage zufolge gehen auch bei den Verbraucherinnen und Verbrauchern die Vorstellungen darüber, was eine nachhaltige Geldanlage ausmacht, weit auseinander. "Jeder versteht unter Nachhaltigkeit etwas anderes", erklärte Maier. Für die Studie wurden Ende Juni 1040 Erwachsene online befragt.

(sb/afp)

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