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Die 10 wichtigsten Fakten zum DFB-Pokalfinale

19.05.2018, 14:4519.05.2018, 16:34

Sie kämpfen um Deutschlands begehrtesten Pott. Im Finale des DFB-Pokals trifft Eintracht Frankfurt auf Rekordsieger Bayern München.

Wann und wo kann ich das Spiel sehen?
ARD und Sky übertragen das 75. Endspiel live. Anstoß im Berliner Olympiastadion ist um 20 Uhr.

Kommt der Videobeweis zum Einsatz? Wer hat im direkten Pokal-Duell die Nase vorn, wer leitet das Finale? 

Hier kommen die wichtigsten Fakten zum DFB-Pokalfinale:

Die Bilanz – 110 Begegnungen, 57 Bayern-Siege

28. April: Bayern besiegt Frankfurt mit einer C-Elf 4:1. Hier flitzt Franck Evina (l.) Marius Wolf davon
28. April: Bayern besiegt Frankfurt mit einer C-Elf 4:1. Hier flitzt Franck Evina (l.) Marius Wolf davonimago

Die Pflichtspielbilanz spricht klar für Bayern: Von 110 Begegnungen gewann der FCB 57, 29 gingen an Eintracht Frankfurt. Die letzte Partie gewann der FC Bayern am 28. April im eigenen Stadion 4:1.

Pokal-Duelle – Das Finale 2006 entschied Pizarro

Pizarro erzielt das entscheidende Tor im Finale 2006
Pizarro erzielt das entscheidende Tor im Finale 2006imago/Sammy Minkoff

Bislang kam es im DFB-Pokal zu vier Duellen zwischen den Bayern und Frankfurt, eines davon im Finale. 2006 bezwangen die Bayern die Eintracht nach einem Tor von Claudio Pizarro 1:0. Frankfurt gewann das erste Duell im Halbfinale 1973/74 (3:2) und wurde anschließend Pokalsieger. 1989/90 verloren die Hessen in der 1. Runde ebenso zu Hause (0:1) wie 2009/10 im Achtelfinale (0:4).

Erfolge – 22:7 Endspiele, 18:4 Pokalsiege

Pokalsieger 1988: Uli Stein (l.) und Manni Binz 
Pokalsieger 1988: Uli Stein (l.) und Manni Binz imago/HORSTMUELLER GmbH

Die Rekord-Bayern konnten den Pokal 18-mal gewinnen (zuletzt 2016) und stehen zum 22. Mal im Finale. Die Eintracht holte den Pokal viermal (1974, 1975, 1981, 1988) und verlor dreimal das Endspiel (1964, 2006, 2017).

Europa League – Frankfurt spielt nur im Falle des Pokalsiegs international

Schenkt er der Eintracht zum Abschied den Einzug in die Europa League?
Schenkt er der Eintracht zum Abschied den Einzug in die Europa League?imago/Jan Huebner

Weil der FC Bayern bereits für die Champions League qualifiziert ist, würde im Falle eines Münchner Finalsieges der Siebtplatzierte der Bundesliga, in diesem Jahr der VfB Stuttgart, in die 2. Qualifikationsrunde zur Europa League einziehen. Gewinnt die Eintracht, haben die Hessen einen Platz in der EL-Gruppenphase sicher.

Trainer – Bislang einmalige Konstellation

Wird bald regelmäßig in der Allianz-Arena an der Seitenlinie stehen: Niko Kovac (r.)
Wird bald regelmäßig in der Allianz-Arena an der Seitenlinie stehen: Niko Kovac (r.)imago/Eibner

Jupp Heynckes (73) sitzt in Berlin zum letzten Mal als Trainer auf der Bank und geht dann in den Ruhestand. Heynckes hat den Cup 1973 als Spieler mit Borussia Mönchengladbach und 2013 als Bayern-Coach im Rahmen des Triples gewonnen. Sein Nachfolger in München, Niko Kovac (46), steht ihm mit Frankfurt gegenüber – eine bislang einmalige Konstellation. Kovac gewann den Cup 2003 als Bayern-Profi.

Der Weg nach Berlin – Wen die Finalisten ausschalteten

K.-P. Boateng fliegt durch den Mainzer Strafraum
K.-P. Boateng fliegt durch den Mainzer Strafraumimago/Revierfoto

Die Bayern hatten das anspruchsvollere Programm, räumten RB Leipzig (5:4 i.E.), Titelverteidiger Borussia Dortmund (2:1) und Bayer Leverkusen (6:2) beiseite. Frankfurt schaltete mit dem FSV Mainz 05 (3:0) und Schalke 04 (1:0) zwei Bundesligisten aus.

Schiedsrichter – Geburtstagskind Zwayer pfeift in seiner Heimatstadt

Alles Gute, Felix Zwayer!
Alles Gute, Felix Zwayer!imago/Thomas Frey

Felix Zwayer wird an seinem 37. Geburtstag in seiner Heimatstadt das Finale leiten. Der Berliner wird von seinen Assistenten Thorsten Schiffner (Konstanz) und Markus Häcker (Waren/Müritz) unterstützt. Vierter Offizieller ist Patrick Ittrich Hamburg).

Technische Hilfsmittel – Erstes Finale mit Videobeweis

Ob Felix Zwayer – so wie hier beim Bundesligaspiel zwischen Wolfsburg und Hoffenheim – im Finale auch auf den Bildschirm schauen muss?
Ob Felix Zwayer – so wie hier beim Bundesligaspiel zwischen Wolfsburg und Hoffenheim – im Finale auch auf den Bildschirm schauen muss?imago/Jan Huebner

Wie gehabt überwacht das Hawk-Eye die Torlinie im Berliner Olympiastadion. Außerdem kommt erstmals beim Pokalfinale der Videobeweis zum Einsatz. Als Video-Assistenten fungieren Bastian Dankert und Rene Rohde (beide Rostock).

Austragungsort – Wie immer im "deutschen Wembley"

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Zum insgesamt 40. Mal und 33. Mal in Folge findet das Endspiel im Berliner Olympiastadion statt. Seit 1985 ist die Arena als "deutsches Wembley" ständiger Austragungsort. Das über 80 Jahre alte Stadion, das vor knapp zwei Jahrzehnten renoviert wurde, wird mit über 74.000 Zuschauern ausverkauft sein. Die Bayern-Fans haben ihre Plätze rund ums Marathon-Tor, die Frankfurter in der (durchgehenden) Ostkurve.

Das Objekt der Begierde – Der Pott ist rund 35.000 Euro wert

Der Kelch aus der Nähe
Der Kelch aus der Näheimago/Norbert Schmidt

Die Trophäe ist 5,7 Kilogramm schwer, 52 Zentimeter hoch und aus feuerverzinktem Sterlingsilber gefertigt. Verziert ist sie mit jeweils zwölf Turmalinen und Bergkristallen sowie 18 Nephriten. Der Pokal in der aktuellen Ausführung wurde 1964 gefertigt und erstmals vor 52 Jahren an Borussia Dortmund nach dem Endspielsieg gegen Alemannia Aachen (2:0) überreicht. Den momentanen materiellen Wert taxieren Kunstexperten laut dfb.de auf etwa 35.000 Euro.

Dieser Text ist ursprünglich bei t-online.de erschienen.

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