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"Blöde DFL muss sich bewegen" – Kiel hat keinen Bock auf Kompromisse beim Mini-Stadion

11.05.18, 11:42

Wenn es richtig gut läuft für Fußball-Zweitligist Holstein Kiel, spielt der Klub nächste Saison in der ersten Bundesliga. Wenn es richtig schlecht läuft für Kiel, braucht der Verein dann ein neues Stadion. 

Das Problem: Die Deutsche Fußball Liga (DFL) hat eine Spielerlaubnis für die rund 11.000 Zuschauer fassende Arena abgelehnt – zu klein.

Nun hoffen die Kieler weiter auf eine Ausnahmegenehmigung für das heimische Holstein-Stadion im Falle des Bundesliga-Aufstiegs. 

Um dieses Schmuckstück geht es: das Holstein-Stadion.

Bild: imago/Jan Huebner

"Wir haben Einspruch eingelegt und wollen unsere Pläne erläutern. Wir hoffen, dass wir Erfolg haben", sagte Geschäftsführer Wolfgang Schwenke der Deutschen Presse-Agentur. Einen Termin für die Überprüfung durch die DFL gebe es noch nicht.

Selbst der Oberbürgermeister kritisiert die DFL:

Kiels Oberbürgermeister Ulf Kämpfer (SPD) sieht die DFL in der Pflicht, eine Lösung zu finden, und richtete entsprechend deutliche Worte an den Liga-Verband. Kämpfer sagte der NDR Welle Nord:

"Ehrlich gesagt: Richtig Bock auf Kompromisse habe ich nicht. Ich finde, nicht wir müssen uns bewegen, diese blöde DFL muss sich bewegen"

Kiels Oberbürgermeister Ulf Kämpfer (SPD) NDR Welle Nord

Weiter sagte er: "Und im Zweifel machen wir einen Sternmarsch, wo immer die ihre Büros haben, und zeigen denen mal, was eine Harke ist."

Auch die Fans wollen kämpfen: Mehr als 15.000 Menschen unterschrieben mittlerweile eine Online-Petition, damit der Verein auch in der ersten Bundesliga im eigenen Stadion spielen kann. "Es muss auch kleineren Vereinen ohne großen Investor im Rücken möglich sein, ihr eigenes Fußballmärchen weiter zu schreiben", heißt es in der Petition. 

Was hinter dem "Nein" der DFL steckt: 

Die DFL hatte ihre Ablehnung mit der zu geringen Stadionkapazität begründet. Mindestens 15.000 Plätze muss eine Bundesliga-Spielstätte bieten. Die Kieler fragten vor einigen Tagen beim Hamburger SV nach. Dieser lehnte einen Umzug ins Volksparkstadion wegen Eigenbedarfs ab. Im Gespräch ist weiterhin das knapp 30.000 Zuschauer fassende Millerntor-Stadion des Zweitligisten FC St. Pauli.

Die Politik von Schleswig-Holstein will dem Klub derweil helfen. "Wenn wir einen schleswig-holsteinischen Verein haben, dann muss dieser auf Dauer auch in Schleswig-Holstein spielen", sagte Ministerpräsident Daniel Günther. Der CDU-Politiker stellte finanzielle Unterstützung für die Stadt beim Ausbau des Stadions in Aussicht. Die Arena befindet sich in städtischem Besitz. Ein Ausbau ist allerdings nicht bis zur neuen Saison zu schaffen.

Holstein-Geschäftsführer Wolfgang Schwenke sieht durch die Stadiondiskussion keine Beeinträchtigung der Mannschaft vor den Relegationsspielen gegen den Drittletzten der Bundesliga. Schwenke erklärte: "Die Mannschaft verkraftet das. Sie möchte sich gern in der Bundesliga präsentieren und gibt alles dafür."

(bn/dpa)

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