Deutschland
Bild

Bild: Getty / imago / watson-montage

So will Edeka den Drogerien Konkurrenz machen

Edeka sagt den Drogerie-Riesen dm und Rossmann nun den Kampf an: Vor Kurzem erst verkündete der Lebensmittelhändler, nun auch in die Drogeriemarktbranche einsteigen zu wollen. Geplant sei nun die Eröffnung eigener Drogeriemärkte in fünf Bundesländern. Den Anfang machten zwei Läden im baden-württembergischen Offenburg.

Damit will Edeka auf das steigende Interesse der Kunden an Drogerieprodukten reagieren. Das sagte der für Vertrieb und Ladenbau zuständige Geschäftsführer Jürgen Mäder der Deutschen Presse-Agentur. So erhoffe sich das Unternehmen Wachstumsmöglichkeiten.

Die Deutschen kaufen am liebsten in Drogeriemärkten wie dm und Rossmann ein

Die Idee klingt logisch – laut des "Einzelhandel-Index" der Unternehmensberatung OC&C kauften die Deutschen im Jahr 2017 am liebsten beim Drogeriemarkt dm ein, Rossmann belegte immerhin Platz drei – knapp vor Edeka auf Platz vier.

Für die geplanten Drogeriemärkte kooperiere Edeka mit der Hamburger Drogeriemarktkette Budnikowsky, kurz "Budni." Für diese ist es eigenen Angaben zufolge die erste Expansion in Südwestdeutschland. Sie hat sich bislang mit mehr als 180 Filialen auf Hamburg und Umgebung sowie seit vergangenem Sommer auch auf Berlin konzentriert. Mitte April eröffnete "Budni" mit Edeka Südbayern in Bamberg die erste Filiale in Süddeutschland.

Das Bundeskartellamt hatte den bundesweiten Expansionsplänen der regionalen Hamburger Drogeriemarktkette und der Kooperation mit der genossenschaftlich organisierten Edeka-Gruppe vor rund zwei Jahren grünes Licht gegeben.

Edeka reagiert so auf das Kundeninteresse an Drogerieartikeln

Edeka Südwest mit Sitz in Offenburg und mehr als 44.000 Mitarbeitern ist nach eigenen Angaben die zweitgrößte von sieben Edeka-Regionalgesellschaften in Deutschland. Sie beliefert 1350 Lebensmittelmärkte in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, im Saarland sowie im Süden von Hessen und Teilen Bayerns.

Mit der neuen Geschäftsidee reagiert Edeka nun auf das Interesse seiner Kunden an Drogerieartikeln und baue sein Angebot deutlich aus: Im Schnitt verfüge ein Edeka-Lebensmittelmarkt über 3000 bis 4000 Drogerieartikel. In eigenen Drogeriemärkten seien es bis zu 14.000 Produkte.

(ak/dpa)

Kein Trinkgeld? Du bist nicht pleite, sondern geizig

Play Icon
0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Neues Verfahren: So will Rewe Plastik bei Obst und Gemüse vermeiden

Alles ist in Plastik eingepackt, die Gurken überzogen, das Six-Pack-Äpfel ebenfalls und zu den kleinen Gemüsetüten greifen die Kunden auch gerne, um Pilze einzupacken.

In den Weltmeeren schwimmen etwa 150 Millionen Tonnen Plastik. Jeder Deutsche produziert im Jahr gut 37 Kilo Plastikmüll. Damit stehen wir an dritter Stelle im EU-Ranking. Kein gutes Zeichen. Bestrebungen, den Abfall zu reduzieren, gibt es. Die Supermarktkette Rewe geht jetzt den nächsten Schritt und führt das "Coating" ein.

Coating …

Artikel lesen
Link zum Artikel