Deutschland
Eine Selbstfahrspritze, aufgenommen beim Verteilen von Pflanzenschutzmittel auf einem Feld. Doebern, 01.11.2018. Doebern Deutschland *** A self-propelled sprayer recorded while distributing pesticides on a field Doebern 01 11 2018 Doebern Germany PUBLICATIONxINxGERxSUIxAUTxONLY Copyright: xFlorianxGaertner/photothek.netx

Bild: imago stock&people

Gutachten offenbart: Staat bezuschusst Umwelt-Zerstörung mit 22 Milliarden Euro

22 Milliarden Euro. Mit dieser Summe an Steuergeldern subventioniert der deutsche Staat jedes Jahr Maßnahmen, die zur Zerstörung der Natur beitragen.

Die Zahl steht in einem Gutachten des Bundesamtes für Naturschutz (BfN). Die Studie erscheint an diesem Mittwoch, zuerst hatte die "taz" vorab darüber berichtet.

Das BfN rechnet vor, wie viel Geld Bund und Länder für umweltschädliche Subventionen in den Bereichen Siedlung, Verkehr und Landwirtschaft ausgeben. Und stellt dem gegenüber, wie viel dem Staat der Umweltschutz wert ist.

Ergebnis: Den 22 Milliarden Euro stehen lediglich 600 Millionen Euro gegenüber, die für Maßnahmen zur Erhaltung der Natur ausgegeben werden.

Die Ergebnisse des Gutachtens im Detail

"Hilfreich wäre eine Düngemittel-Abgabe auf Stickstoffüberschüsse von zwei Euro pro Kilogramm und eine an der Giftigkeit orientierte Pestizid­abgabe. Dadurch könnte nach Berechnungen ein Aufkommen jeweils von ca. eine Milliarde Euro generiert werden."

Was ihr noch wissen müsst

Noch sind die Verhandlungen über den Bundeshaushalt 2020 nicht abgeschlossen. Der Haushaltsexperte der Grünen-Fraktion, Sven-Christian Kindler forderte kürzlich, umweltschädliche Subventionen abzulehnen.

Subventionen für "den schmutzigen Diesel, für Flugkonzerne, für Plastiktüten oder für die Agrarindustrie" müssten abgebaut werden, sagte Kindler. Dann sei auch genug Geld für die notwendigen Investitionen in die Zukunft da.

(ll/dpa)

Schulstreik für das Klima

#FridaysForFuture: Schüler erklären, warum sie demonstrieren

0 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!

Analyse

Viel richtig gemacht – aber nicht alles: Drei Kritikpunkte an der ProSieben-Doku "Rechts.Deutsch.Radikal"

Die ProSieben-Doku "Rechts.Deutsch.Radikal" war ein bemerkenswerter Publikumserfolg. Journalist Thilo Mischke hat mit mutiger Recherche dafür gesorgt, dass ein breites Publikum damit konfrontiert wird, wie unterschiedlich rechtsextreme Umtriebe in Deutschland wirken.

Doch die Doku hat drei wichtige Schwächen.

Ein Überblick:

Die Symbole rechtsradikaler Bewegungen wie der "Identitären" sind in "Rechts.Deutsch.Radikal" lange und prominent vertreten: Ihre Slogans sind zu hören, Sticker mit …

Artikel lesen
Link zum Artikel