Am Mittwoch wurde das Jahresgutachten der sogenannten Wirtschaftsweisen an Angela Merkel übergeben.
Am Mittwoch wurde das Jahresgutachten der sogenannten Wirtschaftsweisen an Angela Merkel übergeben.Bild: www.imago-images.de / Stefan Boness/Ipon

Wirtschaftsweise senken Konjunkturprognose für 2021 erneut ab

10.11.2021, 11:33

Die sogenannten Wirtschaftsweisen haben ihre Konjunkturprognose erneut abgesenkt und rechnen nun für 2021 mit einem Wachstum von nur noch 2,7 Prozent. Grund dafür seien die "vielfältigen Liefer- und Kapazitätsengpässe", erklärte der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung am Mittwoch. Im Frühjahr war das Gremium noch von einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts von 3,1 Prozent und vor einem Jahr von 3,7 Prozent ausgegangen.

Zwar habe sich die Erholung der deutschen Wirtschaft im Sommer fortgesetzt, allerdings werde diese "durch vielfältige angebotsseitige Engpässe gedämpft", teilten die Expertinnen und Experten mit. Sie beraten die Bundesregierung und übergaben das Jahresgutachten am Vormittag unter anderem an Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU).

Länger anhaltende Lieferengpässe könnten Erholung stärker belasten

Für 2022 erwartet der Sachverständigenrat dann ein kräftiges Wachstum von 4,6 Prozent. Das Vorkrisenniveau aus dem letzten Quartal 2019 werde voraussichtlich im ersten Quartal 2022 wieder erreicht, hieß es weiter. Allerdings sei die "Unsicherheit über die kommende wirtschaftliche Entwicklung" hoch, warnten die Experten. Demnach könnten neue pandemiebedingte Einschränkungen oder länger anhaltende Lieferengpässe die Erholung stärker belasten.

(lc/afp)

Exklusive Umfrage: 59 Prozent der Deutschen wünschen sich Karl Lauterbach als Gesundheitsminister

Eine Mehrheit der Deutschen würde es positiv beurteilen, wenn der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach das Gesundheitsministerium in der neuen Regierung übernehmen würde. Bei einer repräsentativen Umfrage, die das Meinungsforschungsunternehmen Civey im Auftrag von watson durchführte, gaben 59 Prozent der Befragten an, einen Gesundheitsminister Lauterbach positiv zu sehen. Rund ein Drittel (33 Prozent) würde Lauterbach auf dem Ministerposten negativ beurteilen.

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