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Na, hoppla! War wohl wieder zu warm, was? Bild: Getty Images/iStockphoto

Alltagsfrage

Große Kreise auf Klamotten: Wie entferne ich Schweißflecken?

Schwitzen ist nützlich und unangenehm zugleich. Einerseits sorgt es dafür, dass wir nicht überhitzen, andererseits fühlen wir uns deswegen häufig unwohl. Etwa, wenn wir gestresst sind und uns der Angstschweiß während eines Meetings langsam den Rücken runterläuft – und unser Hemd in eine Art Rorschachtest verwandelt. Ein Abbild unserer Angst quasi.

Doch ob nun zur Thermoregulation oder als Angstreaktion: Schweiß nervt. Nicht nur, dass er mit der Zeit wegen Bakterien zu einem unangenehmen Geruch führt, sondern auch, weil er Flecken hinterlässt. Letztere verschwinden zwar häufig in der Waschmaschine von allein, etwa bei dunkler Kleidung. Doch leider gibt es auch hartnäckige Fälle, die sich auf Dauer immer weiter verfärben. Der Klassiker sind wohl die gelben Flecken im Achselbereich.

Ein möglicher Grund dafür ist die Reaktion von Schweiß, Körperfett und den Wirkstoffen in Deodorants, etwa Aluminiumsalz. Natürlich sind die Flecken nervig und unansehnlich. Kleidung wegwerfen musst du deswegen aber nicht. Genauso wenig sind teure Fleckenmittel aus dem Supermarkt nötig. Ein paar kleine Hausmittelchen reichen bereits. Und viele davon hast du wahrscheinlich schon zu Hause.

Essig und Essigessenz: nicht nur hilfreich gegen Flecken

Zugegeben, Essig riecht ein wenig streng, aber als Reinigungsmittel funktioniert er allemal. So hilft er nicht nur, gelbe Verfärbungen von weißer Kleidung zu entfernen, sondern auch, weiße Schweißränder von dunkler. Und auch unangenehmer Schweißgeruch wird so getilgt – ein netter Nebeneffekt.

Dafür mischst du einfach ein Teil Essig mit drei Teilen Wasser und legst anschließend das betroffene Kleidungsstück in die Lösung. Nach ein paar Stunden einweichen wäschst du das Kleidungsstück nochmal bei gewohnter Temperatur.

Backpulver: das Allheilmittel

Backpulver ist der Allrounder unter den Haushaltsmitteln. Wer im Netz nach einem Ratschlag sucht, landet früher oder später bei dem Triebmittel. Manchmal schadet es mehr als dass es hilft – etwa, wenn es zum Zähneputzen genutzt wird, da wir uns damit den Zahnschmelz abschmirgeln können. Aber manchmal kann es auch nützlich sein, etwa wenn wir Schweißflecken entfernen wollen.

Backpulver auf die Flecken streuen, ein wenig Wasser drüber gießen und sobald das Triebmittel zu schäumen beginnt, mit den Fingerspitzen ins Gewebe massieren. Nach rund 30 Minuten auswaschen und nochmal in die Waschmaschine geben.

Allerdings solltet ihr darauf achten, nur unempfindliche weiße Textilien mit Backpulver zu behandeln. Es bleicht Farben aus.

Zitronensäure: Vorsicht, aggressiv

Auch Zitronensäure eignet sich, um Schweißflecken von der Kleidung zu entfernen. Einfach eine Lösung anrühren – 30 Gramm Zitronensäure auf zwei Liter Wasser –, die Kleidung darin über Nacht einweichen, anschließend mit klarem Wasser ausspülen und darauf, Überraschung, mit der Waschmaschine waschen.

Da Zitronensäure wie auch Backpulver zu Verfärbungen führen kann, solltest du feine Wäsche, etwa Dessous, nicht mit Zitronensäure behandeln. Dann lieber Essig.

Wer braucht schon neue Kleidung?

Oft ist es einfacher, seine Kleidung einfach zu entsorgen. Beißt sich ein Stück etwa mit dem Zeitgeist und damit auch mit deiner Modeaffinität, dann kannst du schauen, dass du es spendest. Sind Schweißflecken hingegen der Grund, weshalb du dich von etwas trennen möchtest, hast du ja jetzt einen Ratgeber. Einen Versuch wert sind die Tipps ohnehin. Spart zudem Geld und schont den Geldbeutel.

Wenn alle Stricke reißen, probier es mit Gallseife. Sie besteht aus Rindergalle und Kernseife, es gibt sie aber auch in veganen Varianten. Kleidungsstück einreiben, halbe Stunde einwirken lassen, ausspülen, waschen. Das Fleckenmittel gibt es in jedem gut sortierten Drogeriemarkt.

(tkr)

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