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Glitzer, Märchen, Lichter – das sind Deutschlands schönste Weihnachtshäuser

03.12.2018, 12:2603.12.2018, 16:16

Leuchtende Deko gehört inzwischen zur Adventszeit wie Kerzen und Plätzchen. An einigen Orten Deutschlands gehen die Lichter ganz besonders hell an: Weihnachtsfans verlegen Kilometer von Lichterketten im Vorgarten, bringen Tausende Lämpchen an der Hausfassade an oder wuchten leuchtende Rentiere aufs Hausdach.

Mit Glühwein und Keksen locken sie manchmal auch Besucher an, die staunend oder kopfschüttelnd vor der Pracht stehen. Bestenfalls hinterlassen sie eine Spende für Stromkosten oder einen guten Zweck.

Hier die 5 schönsten Weihnachtshäuser:

Brandenburg 

Schon Wochen vor dem ersten Advent sind Harald und Gabriele Muschner aus dem brandenburgischen Berkenbrück im Weihnachtsstress. Ihr 800 Quadratmeter großer Vorgarten und die Hausfassade werden mit rund 15.000 Lichtern geschmückt. 

Der 800 Quadratmeter große Vorgarten und die Hausfassade der Muschners werden mit rund 15.000 Lichtern geschmückt.
Der 800 Quadratmeter große Vorgarten und die Hausfassade der Muschners werden mit rund 15.000 Lichtern geschmückt.
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"Die richtige Kombination aus Lichterketten und Leuchtfiguren machen den Zauber."
Gabriele Muschner

Bereits seit 15 Jahren gestalten die Muschners ihr Zuhause mit blinkenden, glitzernden, funkelnden Weihnachtsdekorationen. Figuren, Lichternetze und Leuchtdekorationen werden jedes Jahr neu angeordnet – und es kommt auch immer etwas Neues hinzu. Mit ihrem bunten Weihnachtswunderland sind die Muschners zu einer Attraktion in der Region geworden. An den Adventswochenenden ziehen sich lange Autoschlangen langsam an dem Grundstück vorbei, zum Leidwesen der Nachbarn.

Bayern

 
 
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Seit der Geburt ihres Sohnes ist Familie Erdle mit dem Weihnachtsvirus infiziert.

"Wir haben zuerst nur die Wohnung zum ersten gemeinsamen Weihnachtsfest geschmückt. Und dann hat sich das im Laufe der Jahre vermehrt und ist explodiert."
Angelika Erdle
In Veitshöchheim leuchten im Advent 50.000 Lichter. 
In Veitshöchheim leuchten im Advent 50.000 Lichter. 
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Mindestens 50.000 Lichter, rund 40 durch Luft aufgeblasene Figuren, etwa 200 Hartplastikfiguren, eine Rentierherde mit 15 Tieren bei den Erdles im Garten in Veitshöchheim bei Würzburg ist seit 26 Jahren ordentlich was los. Selbstgebackene Plätzchen und Glühwein gibt es für die Gäste jeden Abend im Garten –  sechs Wochen lang und umsonst oder gegen eine Spende.

Selbstgebackene Plätzchen und Glühwein gibt es für die Gäste jeden Abend im Garten –  sechs Wochen lang und umsonst oder gegen eine Spende.
Selbstgebackene Plätzchen und Glühwein gibt es für die Gäste jeden Abend im Garten – sechs Wochen lang und umsonst oder gegen eine Spende.
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In Mainbernheim – ebenfalls bei Würzburg – hat Rosa Krämer vor mehr als zehn Jahren ihr Häuschen erstmals mit tausenden Lichtern ausgestattet und Hof, Garten, Dach und Mauer geschmückt. Spenden für Glühwein und Lebkuchen gehen nach Abzug ihrer Unkosten für die Betreuung schwerkranker Kinder an die Uniklinik Würzburg.

Julia würde die Häuser liiiiiieben!

Video: watson/Helena Düll

Thüringen

Mario Leicht vor seinem Haus.
Mario Leicht vor seinem Haus.
Bild: imago/Karina Hessland

Seit zwölf Jahren schmückt Mario Leicht aus dem thüringischen Walschleben jedes Weihnachten sein Familienhaus. Dieses Jahr seien es wohl 130.000 Lichtpunkte und sechs Kilometer Lichterketten und -schläuche.

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Mitte Oktober begann Leicht mit dem Aufbau. "Täglich bis zu vier Stunden" habe er an seinem Weihnachtshaus gearbeitet. Auf etwa 7500 Euro an Materialkosten schätzt er seine bisherigen Kosten. Die Stromrechnung mache ihm in diesem Jahr aber nicht mehr wirklich etwas aus: "Ich habe jetzt eine Solaranlage und bin autark."

Bild: imago/Karina Hessland

Niedersachsen 

Pünktlich am ersten Advent gingen auch am Haus von Martina und Sven Borchart in Delmenhorst die Lichter an. Etwa 55.000 sind es in diesem Jahr, die mit vier separaten 16-Ampere-Leitungen versorgt werden. "Angefangen haben wir 2002 mit fünf Lichterketten", erinnert sich das Paar. "Dann hat das so eine Dynamik bekommen."

Mit dem Erlös unterstützen die Borcharts heiltherapeutisches Reiten für behinderte Kinder in Delmenhorst.
Mit dem Erlös unterstützen die Borcharts heiltherapeutisches Reiten für behinderte Kinder in Delmenhorst.
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Auf dem Dach der Garage steht eine große selbstgebaute Krippe, auf dem Hausdach ein leuchtender Engel mit Blasinstrument. Erstmals gibt es in diesem Jahr bewegte Deko: Eine etwa 2,75 Meter große Weihnachtspyramide. An einigen Tagen steht eine Spendenbüchse vor dem Weihnachtshaus. Mit dem Erlös unterstützen die Borcharts heiltherapeutisches Reiten für behinderte Kinder in Delmenhorst.

Im Garten von Wilhelm Balke im kleinen Hellendorf in der Gemeinde Wedemark in der Region Hannover ziehen leuchtende Rentiere den Weihnachtsschlitten und auch das Haus selbst erstrahlt in hellem Glanz. "Die Kinder fragen schon immer, wann es wieder leuchtet", sagt Balke. Die Lichterketten verbrauchen rund 3000 Kilowatt Strom – fast so viel wie ein Pärchenhaushalt in einem Jahr. Gut 600 Euro koste ihn das, "trotz LEDs".

Die Lichterketten im Garten von Wilhelm Balke verbrauchen rund 3000 Kilowatt Strom.
Die Lichterketten im Garten von Wilhelm Balke verbrauchen rund 3000 Kilowatt Strom.
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Saskia findet, wir müssen mehr ans Klima denken:

Video: watson/Saskia Gerhard, Lia Haubner

Sachsen 

Kurz vor dem ersten Advent verwandeln sich Haus und Garten von Rüdiger Browatzke aus dem sächsischen Städtchen Großröhrsdorf bei Bautzen in eine zauberhafte Märchenwelt.

"Jedes Jahr kommt ein anderes Märchen dran", berichtet Browatzke. "In diesem Jahr habe ich mir das Thema Cinderella ausgesucht." Die Kürbiskutsche, die von mehreren Mäusen gezogen wird, hat er selbst gebastelt – seine Frau die Figuren angemalt. Um die Jahrtausendwende war Browatzke in den USA und hat sich dort von den weihnachtlich geschmückten Häusern inspirieren lassen.

So sieht das Märchen aus:

"Ich wollte es aber nicht ganz so bunt und flackernd, schließlich soll es ja auch nicht die Nachbarn stören."
Rüdiger Browatzke

Vor dem mit Lichterketten geschmückten Haus leuchten zudem ganz klassisch Rentiere, Schnee- und Weihnachtsmänner.

(hd/ dpa)

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Weihnachten in Armut: Wenn Kinder einen Teil ihrer Träume verlieren

Nina ist alleinstehende Mutter zweier Kinder. Ihre Familie ernährt sie mithilfe eines Teilzeitjobs, eine Zeit lang lebten sie von Arbeitslosengeld. Gerade zur Weihnachtszeit macht sich ihre angespannte finanzielle Lage bemerkbar. Weil Nina findet, über Armut muss man sprechen, um sie zu bekämpfen, berichtet sie auf watson über ihre Feiertage und wie vor allem ihre Kinder damit umgehen, dass sie nicht so viel Geld haben wie ihre Freunde.

Anders als viele andere Kinder schreiben meine Tochter und mein Sohn keine Wunschzettel zu Weihnachten. Ich versuche mittlerweile seit Wochen, sie dazu zu überreden, mir zu verraten, was sie sich zu Heiligabend wünschen – erfolglos. Die beiden, 8 und 11 Jahre alt, möchten mich schützen. Denn meine Kinder wissen, welche finanzielle Belastung Weihnachten jedes Jahr für unsere Familie darstellt. Meine Kinder, obwohl sie so jung sind, wissen schon lange: Wir sind arm.

Ich glaube: Wenn ein Kind keine …

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