ARCHIV - 12.05.2022, Sachsen, Dresden: ILLUSTRATION - Eine Frau hält ein Smartphone mit dem Logo des Bezahldienst Paypal. (gestellte Szene) Paypal gibt am 03.11.2022 Zahlen für das 3. Quartal bekannt. ...
Paypal führt eine neue Regelung ein.Bild: dpa / Sebastian Kahnert
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Paypal führt neue Gebühr ein – welche Konten betroffen sind

19.11.2022, 11:45

Der Bezahl-Dienstleister Paypal verzeichnet viele Millionen Nutzer:innen auf der ganzen Welt. Paypal ist beim Online-Bezahlen für viele Menschen nicht mehr wegzudenken. Andere wiederum melden sich nur deshalb dort an, um etwa eine oder wenige Bezahlungen über Paypal zu tätigen. Danach gerät der Account in Vergessenheit.

Paypal erhebt in Zukunft Gebühr für inaktive Konten

Das sollte in Zukunft aber besser nicht mehr passieren. Denn Paypal führt eine neue Funktion ein, die für manche Nutzer:innen teuer werden könnte. Für inaktive Konten zieht Paypal künftig Geld ein, die "Inaktivitätsgebühr". Zur Erklärung heißt es in den Nutzungsbedingungen von Paypal:

"Inaktiv bedeutet, dass Sie sich nicht bei Ihrem PayPal-Konto angemeldet oder Ihr PayPal-Konto anderweitig zum Senden, Empfangen oder Abheben von Geld verwendet haben."

Wer diese Regel nicht einhält, muss zahlen: Zehn Euro, wenn der Kontostand höher als diese zehn Euro ist. Liegt der Saldo darunter, entspricht der noch vorhandene Betrag gleichzeitig der Gebühr. Ist auf dem Konto hingegen gar kein Geld hinterlegt, ist auch keine Strafzahlung zu befürchten. Ins Minus können die Konten bei Erhebung der Servicegebühr nicht rutschen.

Paypal wird vielfach als Standard-Bezahlmethode genutzt.
Paypal wird vielfach als Standard-Bezahlmethode genutzt.Bild: dpa / Silas Stein

In dem Hilfe-Bereich informiert Paypal über die Neuerung. Dort erklärt der Anbieter auch, dass ein Konto geschlossen werden kann, wenn nach Zahlung der Inaktivitätsgebühr der Saldo bei null liegt und das Konto weitere 60 Tage inaktiv bleibt.

Diese Konten betrifft die Gebühr noch nicht

Ab dem 14. November beginnt Paypal die betroffenen inaktiven Konten zu benachrichtigen. Bis zum 13. Dezember ist noch Zeit, die Gebühr zu verhindern. Die gute Nachricht ist: Für Kund:innen in Deutschland gilt diese Regel noch nicht.

Zumindest weist der Dienstleister darauf hin, dass private Kund:innen 2022 noch von der Inaktivitätsgebühr ausgenommen sind. Wie es 2023 weitergeht, kann man dem noch nicht entnehmen. Es ist daher nicht auszuschließen, dass die Inaktivitätsgebühr zu einem späteren Zeitpunkt in Deutschland also noch eingeführt wird.

Übrigens: Kund:innen in Deutschland, die kein privates, sondern ein Geschäftskonto haben, werden in der Ankündigung nicht erwähnt, da für sie ohnehin andere Regeln gelten.

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