ARCHIV - 21.01.2022, Berlin: Auf dem Bildschirm eines Smartphones sieht man das Icon der App Whatsapp. Bei Whatsapp sind am Dienstag weitreichende technische St
Whatsapp bringt eine neue Funktion an den Start, die vielen von anderer Stelle bekannt vorkommen könnte. Bild: dpa / Fabian Sommer
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Whatsapp: Das hat es mit der neuen "Message Yourself"-Funktion auf sich

30.11.2022, 11:55

Selbstgespräche führen, das ist nicht nur in der echten Welt, sondern längst auch in Chaträumen möglich. Bei Messengerdiensten wie Slack oder Signal gibt es die Funktion, einen Chat mit sich selbst zu eröffnen. Slack schreibt scherzhaft dazu: "Du kannst hier gerne Dinge mit dir selbst besprechen. Denke aber daran, dass du für beide Seiten der Unterhaltung verantwortlich sein wirst."

Viele User:innen haben längst begriffen, wie praktisch so ein Chat mit sich selbst sein kann. Er ist zum Beispiel gut dafür, um sich Notizen zu machen oder Einkaufslisten zu schreiben. Außerdem können so Sprachnachrichten oder Links gecheckt werden, bevor sie an die eigentlichen Adressaten weiterleitet werden.

Update kommt in den kommenden Wochen

Weil sie den Wert solcher Selbstgespräch-Räume erkannt haben, setzen die genannten Messenger ebenfalls auf diese Funktion. Jetzt will auch Platzhirsch Whatsapp nachziehen. In den kommenden Wochen soll die Funktion namens "Message Yourself" für alle Android und iOS-Geräte freigeschaltet werden, berichtet unter anderem "Tech Crunch".

Zwar konnte man schon vorher bei Whatsapp mit sich selbst chatten, allerdings war der Weg dorthin etwas umständlich. Offiziell führte er über den separaten Link wa.me. Viele andere findige User:innen haben sich auf ihrem Smartphone einfach selbst als Kontakt hinterlegt und darüber einen neuen Chat eröffnet.

Eigener Chat künftig mit wenigen Clicks

Jetzt soll das aber einfacher gehen. Nach dem Update sehen WhatsApp-User:innen sich selbst automatisch ganz oben in der Kontaktliste der App, wenn sie einen neuen Chat starten. Mit einem Klick darauf kann man sich künftig ganz einfach selbst Nachrichten schicken.

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Funktionen der Konkurrenz zu kopieren, ist in der Tech-Welt üblich.Bild: dpa / Sven Hoppe

Dass sich App-Entwickler bei der Konkurrenz umschauen und deren beliebte Funktionen kopieren, ist nicht neu. Instagram, das wie Whatsapp zum Facebook-Mutterkonzern Meta gehört, gilt dafür als bestes Beispiel. Ursprünglich als Fotoplattform gestartet, setzt das Unternehmen zunehmend auf Kurzvideos – wohl auch, weil Konkurrenten wie Snapchat oder Tiktok damit großen Erfolg haben.

Auch Whatsapp lässt sich traditionell fleißig inspirieren. Erst kürzlich kündigte das Unternehmen eigene Avatare an, personalisierbare Comic-Abbilder der User:innen. Beim Konkurrent Apple gibt es die schon lange, dort heißen sie Memojis.

"Hitler wollte keine Zeugen": Tova Friedman erzählt auf Tiktok vom Holocaust

Es gibt nichts, was man die Auschwitz-Überlebende Tova Friedman nicht fragen kann, scheint es: "Did you hear their screams? – Hast Du ihre Schreie gehört?" oder "Did you go on Death March? – Warst Du beim Todesmarsch dabei?". Auf ihrem Tiktok-Kanal "TovaTok", den die mittlerweile 84-Jährige mit ihrem Enkel Aron betreibt, beantwortet sie unermüdlich jede Frage zum Holocaust, die die Zuschauer ihr schicken.

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