Die neuen iPhones sind da, sie sorgen aber nicht nur für Begeisterung.
Die neuen iPhones sind da, sie sorgen aber nicht nur für Begeisterung. Bild: Andrej Sokolow/dpa

Apple stellt neue Geräte vor und kassiert Spott: "Hoffentlich voll geladen"

08.09.2022, 16:16

Apple-Fans warteten lange auf diesen Moment. Am Mittwoch war es dann so weit: Der Konzern stellte seine neuen Produkte vor. Und wie immer ist die September-Präsentation hauptsächlich für das iPhone vorgesehen.

Dabei verpasst der Konzern seinen neuen iPhones vor dem wichtigen Weihnachtsgeschäft zwar mehrere Neuerungen, tischt europäischen Käufern mit dem starken Dollar aber zum Teil saftige Preissteigerungen auf. Kein Wunder, dass die Kritik nicht ausbleibt.

Diese Funktion läuft nicht glatt

Zu den Haupt-Kritikpunkten gehört, dass Apple eigentlich mit der Möglichkeit wirbt, Notfall-Nachrichten per Satellit abzuschicken. Diese Funktion läuft in den USA und Kanada aber alles andere als glatt – und ist in Europa noch gar nicht nutzbar.

In den USA und Kanada gibt es nun die Möglichkeit, mit dem neuen iPhone Notfall-Nachrichten per Satellit abzuschicken.
In den USA und Kanada gibt es nun die Möglichkeit, mit dem neuen iPhone Notfall-Nachrichten per Satellit abzuschicken.Bild: Jeff Chiu/AP/dpa

Der Konzern will aber auch mit anderen Neuerungen überzeugen: So gibt es ein ständig aktives Display bei der teureren Pro-Version des iPhone 14. In einem radikalen Schritt werden die US-Versionen des iPhone 14 zudem gar keinen Schacht für eine physische SIM-Karte haben, sondern setzen komplett auf eine umprogrammierbare eSIM.

iPhone-Preise in der Kritik

Das alles hat seinen Preis: Die neuen Geräte werden quer durch die Bank teurer als ihre Vorgänger.

Dass der Preis alles andere als gut ankommt, zeigt sich in den sozialen Medien massenhaft. So schreibt etwa ein User auf Twitter: "Hab auch nichts gegen ein iPhone 14, aber leider regnet Geld nicht vom Himmel." Und ein anderer: "1300 Euro für 128 GB sind echt unverschämt."

Ein User jubelt: "Juhu! Das neue iPhone ist da!" Die Freude gilt allerdings nicht dem neuen Modell. Stattdessen könne er sich nun endlich das Vorgängermodell zu einem besseren Preis bestellen.

In der Tat müssen Interessierte für die ab 9. September erhältlichen Modelle weitaus tiefer in die Tasche greifen. Das Grundmodell des iPhone 14 kostet 999 Euro gegenüber 899 Euro beim iPhone 13. Die Preise für das iPhone 14 Pro fangen nun bei 1299 Euro statt zuvor 1149 Euro an. Beim größeren Pro Max sind es jetzt mindestens 1449 Euro statt zuvor 1249 Euro. Und das teuerste iPhone, das Pro Max mit einem Terabyte Speicher, kostet nun 2099 Euro – 250 Euro mehr als beim iPhone 13.

Die Tochter des Apple-Gründers Steve Jobs nimmt Design auf die Schippe

Auch die Tochter des verstorbenen Apple-Gründers Steve Jobs, Eve Jobs, kann sich einen Scherz nicht verkneifen. Kurz nach der Ankündigung des iPhone 14 veröffentlichte sie in ihrer Instagram-Story ein Bild eines Mannes, der das gleiche gestreifte Hemd in der Hand hält, das er trägt. Darüber schreibt Jobs: "Ich beim Upgrade vom iPhone 13 auf das iPhone 14 nach Apples Ankündigung heute".

Mit diesem Foto scherzt Eve Jobs über das neue iPhone.
Mit diesem Foto scherzt Eve Jobs über das neue iPhone.Bild: Screenshot: Instagram/evejobs

Damit spielt Apple-Grüner-Tochter offenbar darauf an, dass sich am Aussehen des neuen iPhones im Vergleich zum Vorgängermodell nichts geändert hat: In der Tat besitzt es das gleiche kantige Design, mit dem Apple auch schon das iPhone 13 und iPhone 12 versehen hat.

iPhone trotz Energiekrise? "Hoffentlich wenigstens vollgeladen"

In den USA reagierten Analysten hingegen zum Teil erstaunt, dass die Preise für den heimischen Markt unverändert blieben.

Ein Mann aus der Schweiz äußert auf Twitter sein "Mitleid" mit Menschen in Deutschland. Das iPhone kostet in der Alpenrepublik immerhin rund 160 Euro weniger als in Deutschland. Er schreibt: "Kommt hoffentlich wenigstens voll geladen bei den neuen Strompreisen."

Die Energiekrise nimmt auch ein anderer User zum Anlass, um Seitenhiebe zu verteilen. Er ist überzeugt: "Ein nicht geringer Teil der Leute, die hier wegen Geld und Energiekrise rumjammern, machen heute mal direkt den Gönnjamin und bestellen sich das neue iPhone. Wetten?"

Dass echte Apple-Fans sich sofort auf die neuste Generation des Smartphones stürzen, ist kein Geheimnis.

Darauf spielt ein weiterer Twitter-User an und witzelt: "Noch acht Tage, bis mein iPhone 13 Pro peinlich wird."

Wer eine Apple Watch hat, muss nicht mehr auf den Körper hören – oder doch?

Auch die neue Apple Watch kriegt ihr Fett weg. Zu den Neuerungen gehören etwa ein Temperatursensor, eine Unfallerkennung und ein Energiesparmodus, der die Akkulaufzeit auf bis zu 36 Stunden verlängert.

Die Apple Watch Ultra-Modelle sind auf einer Veranstaltung auf dem Campus Hauptquartiers vorgestellt worden.
Die Apple Watch Ultra-Modelle sind auf einer Veranstaltung auf dem Campus Hauptquartiers vorgestellt worden.Bild: Jeff Chiu/AP/dpa

Während die einen diese Neuerungen feiern, wird besonders erstere Funktion auf die Schippe genommen: Laut Apple soll ein Sensor auf Frauengesundheit spezialisiert sein und ihnen dabei helfen, die Periode besser zu verfolgen. Über einen Algorithmus soll die Watch mit dem Sensor feststellen, wann eine Frau etwa ihren Eisprung oder ihre Tage hatte.

Eine Twitter-Userin witzelt über die Perioden-Funktion: "Halleluja, endlich sagt mir noch irgendwer außer mein Körper, dass ich grad Kopfweh hab, mein Bauch zieht, ich auslaufe und mich auch sonst fühl, wie ein Depp!"

(ast)

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