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Google-KI Bard: Datenschutz bei Messenger in Gefahr?

ILLUSTRATION - 13.07.2023, Hessen, Frankfurt/Main: Vor zwei Google-Logos ist das Wort "Bard" auf dem Display eines Smartphones zu sehen. Das KI-Chatbot Bard von Google ist jetzt auch in Deut ...
Google-Nutzer können Bard nun auch für Google Message nutzen. Bild: dpa / Arne Dedert
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Google liefert KI-Update: Datenschutz bei Messenger in Gefahr?

05.02.2024, 21:33
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Dass künstliche Intelligenz nicht mehr wegzudenken ist aus unserem Leben, sollte seit Chatgpt den meisten klar sein. Wenn man keine Idee für das Anschreiben bei einer Bewerbung hat, für die Uni eine Abgabe auf Englisch machen soll oder man eine schnelle Zusammenfassung für einen komplexen Text braucht – das Sprachmodell kann in vielen Situationen aushelfen.

Immer mehr Unternehmen bringen jetzt ihre eigenen Programme raus – so auch Google. Der Konzern kündigt jetzt ein spezielles KI-Update für seinen Messanger an. Das hat jedoch nicht nur praktische Vorteile. Besonders bei privaten Nachrichten könnte diese Neuerung fatale Folgen für die Sicherheit der Daten haben. Diese Gefahren birgt das Update.

Bard, so heißt die Google-eigene Alternative zu Chatgpt, soll zukünftig auch Nutzer:innen von Google Messages zur Verfügung stehen. Wer also das Betriebssystem Android auf seinem Smartphone hat, soll nun ebenfalls die KI nutzen können.

Google: KI-Update hat nicht nur Vorteile

Ewig alte Chatverläufe durchforsten auf der Suche nach einer alten Nachricht – bald können Android-Nutzer:innen Bard verwenden, um ihre Google-Message-Chats zu analysieren. Sogar die Stimmung von Nachrichten will das Programm herauslesen können. Was jedoch erstmal praktisch und harmlos klingt, kann fatale Folgen für den Datenschutz haben. Darauf verweist auch die Zeitschrift "Forbes".

Dass Bard Zugriff auf die privaten Chats bekommt, ist nicht unbedenklich. Sobald man nämlich eine Anfrage an das Sprachmodell stellt, gibt es keine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung mehr. Die bietet Google sonst für den Messenger an. Außerdem speichert das Unternehmen die Daten dann für 18 Monate. Auch wer die KI-Funktion deaktiviert lässt, muss damit rechnen, dass sie zumindest einige Tage gespeichert bleiben. Die Löschung kann nur manuell veranlasst werden.

Chat-Daten könnten auch von Menschen gelesen werden

Die Daten aus den Anfragen – in dem Fall die privaten Verläufe – werden genutzt, um die KI zu trainieren. Doch nicht nur Bard könnte Zugriff auf sensible Informationen bekommen. Auch Menschen könnten die Nachrichten lesen. Immerhin seien sie dann anonymisiert.

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Wichtig ist jedoch zu beachten, dass auch andere KIs wie etwa Chatgpt Daten weiterverwenden. Private oder sensible Informationen sollten also auch da bei Anfragen lieber weggelassen werden. Wer generell keine Lust darauf hat, dass die Unternehmen mitlesen, muss wohl auf das Update verzichten.

ILLUSTRATION - 13.07.2023, Hessen, Frankfurt/Main: Vor zwei Google-Logos ist der Satz "Bard kann für dich eine E-Mail entwerfen, um deine Hotelbuchung zu verlegen" auf dem Display eines Smar ...
Bard soll Menschen zum Beispiel beim Verfassen von E-Mails unterstützen.Bild: dpa / Arne Dedert

Google-KI Bard auch in Deutsch verfügbar

Bisher hatte sich die Datenschutz-Frage zu Bard zumindest hierzulande noch nicht zu dringend gestellt. Zunächst hatte Google seine KI nämlich nur in Englisch angeboten. Dank eines Gemini Pro-Upgrades konnte das Unternehmen nun jedoch die Sprachfähigkeiten von Bard weiter ausbauen. Jetzt ist die Google-KI auch auf Deutsch verfügbar.

Sie soll neben der Analyse von Chats auch beim Programmieren oder beim Erstellen von Content für Social Media helfen. Hier sollten Nutzer:innen jedoch auch immer den Datenschutz im Hinterkopf behalten.

Urlaub auf Sardinien: Aktion lockt mit kostenlosen Übernachtungen

Sardinien gehört bei Tourist:innen wahrlich nicht zu den Geheimtipps. Mit seinen endlosen weißen Sandstränden, die die 1800 Kilometer lange Küste zieren, und türkisblauem Wasser hat sich die Insel zu Recht den Spitznamen "Karibik des Mittelmeers" verdient.

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