ARCHIV - 18.09.2019, Berlin: Eine Kundin nimmt Waren von Band an der Kasse, nachdem eine Kassiererin an der Kasse die Waren gescannt hat. Das Statistische Bundesamt gibt am 30.03.2021 die Inflationsrate f

Die neuen Eigenmarken von Supermarktketten können täuschen. Bild: dpa / Jens Kalaene

Vorsicht im Supermarkt: Diese Dinge sehen aus wie ein Markenprodukt - sind es aber gar nicht

Neben Alpro, Oatly und Co findet man beim wöchentlichen Einkauf bei Edeka und Netto künftig noch eine weitere Marke für vegane Produkte: Vehappy. Das Sortiment soll zunächst Joghurtalternativen, sowie Hafer-, Mandel- und Sojadrinks enthalten. Künftig sind zudem Burgerpatties, Bratwurst und Hack geplant.

Zunächst also nichts außergewöhnliches –bei steigendem Bedarf für vegane Produkte entstehen immer mehr neue Marken, die die hohe Nachfrage versorgen wollen. Doch anders als bei den bekannten Vertretern für Veganer und Vegetarier handelt es sich hier nicht um ein eigenständiges Unternehmen.

Don't worry, vehappy! EDEKA bringt vegane Produktlinie auf den Markt / Weiterer Text

Die neuen veganen Produlte von Edeka sehen nach Marken aus. Bild: dpa / EDEKA ZENTRALE Stiftung & Co. KG

Vehappy ist Teil der Private-Label-Strategie der Edeka-Gruppe, zu der auch Netto gehört. Das heißt: Die Produkte sehen zwar aus, als seien sie von einer üblichen Herstellermarke, tatsächlich gehören sie aber zu Edeka. Kein Logo auf einem der Lebensmittel verrät die Verbindung.

Edeka hat durch Eigenmarken erhebliche Vorteile

Was die Lebensmittel von Vehappy letztlich taugen ist unklar. Klar ist nur: Durch den äußeren Anschein einer klassischen Herstellermarke, kann Edeka höhere Preise rechtfertigen. Denn ohne Edeka-Logo wissen die Kunden nicht, dass sie eigentlich eine Eigenmarke kaufen. Der Hafer Drink Barista kostet so zum Beispiel beim Discounter Netto 1,99€, während vergleichbare Eigenmarkenprodukte von Lidl für 1,29€ und von dm Bio für 1,45€ zu haben sind.

Zudem kann das Unternehmen diese eigenen Produkte verwenden, um andere Marken unter Druck zu setzen. So wurden in der Vergangenheit Marken wie der Energy-Drink Red Bull oder der Ketchup von Heinz für kurze Zeit aus dem Sortiment genommen und durch die Eigenmarken Boooster und Papa Joe's ersetzt, was in Vertragsverhandlungen ein entscheidendes Druckmittel sein kann.

(nb)

Erneute Hamsterkäufe: Edeka-Filiale mit kreativer Bitte an Kunden

Sie sind im Gedächtnis geblieben: die Hamsterkäufe. Rückblickend sorgen sie für Kopfschütteln. Dass im Supermarkt kein Klopapier zu kaufen war, weil manche die Rollen haufenweise bei sich bunkern, wirkt aus heutiger Sicht irrational. Die Befürchtung, in einem bevorstehenden Lockdown könne man nicht mehr einkaufen gehen, entpuppte sich als falsch.

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