28.01.2021, Nordrhein-Westfalen, Bonn: Hendrik Streeck, Virologe an der Uniklinik Bonn steht in einem Labor. Auf der ber

Der Virologe Hendrik Streeck gerät wegen seiner Aussagen immer wieder ins Kreuzfeuer der Medien. Bild: dpa / Oliver Berg

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"Es geht mehr um Stimmungsmache": Virologe Hendrik Streeck über Vorwürfe aus den Medien

Der Virologe, der immer falsch liegt: Der Ruf, der Hendrik Streeck mittlerweile anlastet, ist kein ehrwürdiger. Wurde der Chefvirologe der Uniklinik Bonn einerseits seit Beginn der Corona-Pandemie als Experte in sämtliche Talkrunden eingeladen und war zuletzt sogar in seiner eigenen Doku im ZDF zu sehen, wird er andererseits kritisiert für fehlerhafte Prognosen, widersprüchliche Aussagen und eine zu laxe Haltung in der Bekämpfung der Pandemie.

In Ungnade gefallen ist Streeck jüngst auch beim Satiriker Jan Böhmermann, mit dem sich der Virologe bei Twitter ein hitziges Wortgefecht lieferte. So warf Böhmermann Streeck vor: "Sie vermischen seit Monaten Expertise mit Ihren persönlichen Interessen, PR und politischen Erwägungen Dritter und verkaufen das der Öffentlichkeit als 'neutrale Wissenschaft'. Das ist superunseriös! Aufhören!"

Ist Streeck nun ein geniales PR-Genie, das gewinnbringend seine Interessen in den Medien platziert? Oder wird der Virologe in der vom Coronavirus angeheizten Stimmung allzu häufig missverstanden? Im Interview mit watson spricht Streeck über seinen Streit mit Böhmermann, seine Rolle in den Medien allgemein und Fehler, die er seit Beginn der Pandemie gemacht hat.

"Ich glaube, dass bestimmte Journalisten bestimmter Medien mich falsch wiedergeben, weil ich ihnen aus diversen Gründen nicht genehm bin."

watson: Herr Streeck, im März 2020 begann der erste Lockdown in Deutschland. Wie nehmen Sie das eine Jahr Pandemie rückblickend wahr?

Hendrik Streeck: Das vergangene Jahr hat mein Leben verändert. Als die ersten Corona-Fälle im Januar 2020 in Deutschland bekannt wurden, war ich neu an der Uniklinik Bonn und dabei, mich einzugewöhnen und die Kollegen kennenzulernen. Zudem steckte ich bereits in den Vorbereitungen zur AIDS-Wissenschaftskonferenz, dessen lokaler Präsident ich bin und die im Juli in Berlin stattfindet.

Und dann rückten Sie zunehmend in den Fokus der Öffentlichkeit.

Ja. Ich erinnere mich, dass ich die ersten Presse-Anfragen an Christian Drosten weitergeleitet habe.

Täglich erreicht Sie eine Vielzahl von Medienanfragen. Nervt Sie sowas?

Das Volumen hat sehr schnell eine Größenordnung erreicht, die man nicht mehr bedienen konnte. Was mich aber beispielsweise nervt, ist, dass einige Sätze, die ich bei der Pressekonferenz Ende März 2020 gesagt habe, als ich die ersten Ergebnisse der Heinsberg-Studie vorstellte, jetzt erst im Bewusstsein der Öffentlichkeit ankommen.

Welche meinen Sie?

Dass wir lernen müssen, mit dem Virus zu leben, zum Beispiel. Für diesen Satz wurde ich anfangs angefeindet oder im besten Fall müde belächelt. Mittlerweile ist er allerdings auch in der Politik angekommen und man konnte ihn bereits von Angela Merkel, Jens Spahn oder Armin Laschet hören. Deshalb hoffe ich, dass der Satz nicht mehr verstanden wird als Floskel oder Plattitüde, sondern als wirksamer Mechanismus zur Bekämpfung der Pandemie.

Besagte Pressekonferenz brachte Ihnen allerdings auch einiges an Kritik ein. Beispielsweise wurde Ihnen unterstellt, Sie würden politische Entscheidungen beeinflussen, weil Sie Ihre Studienergebnisse zu früh veröffentlicht haben.

Ja, mir wurde vorgeworfen, dass ich Einfluss genommen hätte auf Herrn Laschets Entscheidung, den ersten Lockdown im April 2020 zu lockern. Dabei bin ich weder Politiker noch generell der Entscheider. Der Ministerpräsident hatte einen Expertenrat von 13 Leuten, ich war einer davon. Welche politischen Entscheidungen Herr Laschet dann trifft, kann ich weder überblicken, noch trage ich dafür Verantwortung. Generell finde ich es allerdings schrecklich, mit wie vielen Anfeindungen die Regierenden gerade konfrontiert werden, die Kritik ist unverhältnismäßig.

"Uns von Storymachine bei der Studie begleiten zu lassen, ist retrospektiv ein Fehler gewesen."

Abseits von Laschets politischen Entscheidungen wurde Ihnen auch die Verbindung zu einer PR-Agentur angelastet, die die Social-Media-Accounts der Heinsberg-Studie betreute. Wie bewerten Sie die Zusammenarbeit heute?

Ich habe es seitdem schon häufiger gesagt: Uns von Storymachine bei der Studie begleiten zu lassen, ist retrospektiv ein Fehler gewesen. Ich verstehe aber, warum ich ihn gemacht habe und hätte ihn in dieser Situation, in der ich war, wahrscheinlich wieder gemacht.

 Hendrik Streeck bei einer Pressekonferenz zur Vorstellung der Covid-19 Case-Cluster-Study in der Staatskanzlei. Düsseldorf, 09.04.2020 *** Hendrik Streeck at a press conference to present the Covid 19 Case Cluster Study at the State Chancellery Düsseldorf, 09 04 2020 Foto:xJ.xKrickx/xFuturexImage

Streeck bei der Verkündung der ersten Ergebnisse der Heinsberg-Studie. Die Zahlen, die er dort verkündete, gelten als umstritten. Bild: www.imago-images.de / Jens Krick

Fällt es Ihnen schwer, Fehler einzugestehen?

Nein, das tue ich regelmäßig, auch öffentlich.

Welche Fehler haben Sie denn noch gemacht?

Ich habe beispielsweise im Januar 2020 auf Twitter geteilt, dass Corona nicht schlimmer als eine Grippe sei. Das stimmt nicht und das habe ich auch schon mehrfach korrigiert. Aber es war das Wissen der damaligen Zeit, und Wissen ist immer auf Zeit. Oder ich habe damals die internationale Notlage falsch eingeschätzt, die aufgrund der Pandemie entstanden ist. Mir werden aber teilweise Aussagen zu Unrecht angelastet.

Zum Beispiel?

Mir wurde jüngst in einem Artikel von "Übermedien" vorgeworfen, dass ich einen harten Lockdown im vergangenen Sommer gefordert hätte. Das stimmt nicht: Tatsächlich habe ich gesagt, dass ein harter Lockdown die Fallzahlen ganz runterbringen würde, aber dass diese Maßnahme im Sommer nicht vermittelbar gewesen wäre. Es gab diese Diskussion in der Öffentlichkeit einfach nicht. Mir ging es eher darum, aufzuzeigen, dass es viele Wege gibt mit der Pandemie umzugehen und es nicht den einen richtigen Weg gibt. Ich habe keine Forderung gestellt.

Fühlen Sie sich von den Medien grundsätzlich falsch verstanden?

Nicht grundsätzlich. Ich glaube allerdings, dass bestimmte Journalisten bestimmter Medien mich falsch wiedergeben, weil ich ihnen aus diversen Gründen nicht genehm bin. Es wird dabei trennscharf unterschieden in richtig und falsch, gut und böse – damit wird der wissenschaftliche Diskurs zerrissen. Das ist im Übrigen eine Minderheit, was die Medien insgesamt angeht, aber eine sehr laute.

"Ich habe gleich zu Beginn gesagt: Wir müssen das Virus ernst nehmen, aber nicht überdramatisieren, und dazu stehe ich auch weiterhin."

Warum, glauben Sie, dass manche Medien Sie falsch wiedergeben?

Ich denke, dass ich von Anfang an versucht habe, differenziert an die Corona-Krise ranzugehen. Ich habe gleich zu Beginn gesagt: Wir müssen das Virus ernst nehmen, aber nicht überdramatisieren, und dazu stehe ich auch weiterhin. Diese Differenzierung sehen diejenigen nicht, die mich falsch verstehen wollen. Zudem habe ich den Eindruck, dass mit den Angriffen Politik betrieben werden soll, weil das Virus und sein Umgang damit sehr politisch geworden sind.

Überrascht es Sie, von manchen so angegriffen zu werden?

Ich finde es schon hart, als politisch liberaler Mensch teilweise mit Nazis in eine Ecke gestellt zu werden.

Wie sehr hat Sie das getroffen?

Aus der Schulzeit bin ich Bullying gewöhnt und ich weiß, dass bessere Tage kommen werden. Trotzdem trifft mich das schon manchmal hart, ja. Andererseits weiß ich auch, dass viele Anschuldigungen schlichtweg Unsinn sind. Es geht mehr um Stimmungsmache und weniger um eine auf Wissenschaft basierender Debatte.

Bewerten Sie die Kritik, die jüngst von Jan Böhmermann ausging, ebenfalls als Stimmungsmache? Mit dem Satiriker haben Sie sich Montagnacht einen Schlagabtauscht bei Twitter geliefert, weil er nahelegte, Sie würden aus wirtschaftlichen Interessen den Impfstoff von Johnson & Johnson gegenüber Astrazeneca bevorzugen. Schließlich sind Sie Teil des wissenschaftlichen Beirats von Janssen Pharmaceuticals, einer Tochterfirma von Johnson & Johnson.

Auf diese Diskussion hätte ich mich nicht einlassen sollen.

Warum haben Sie es dann trotzdem getan?

Es war mitten in der Nacht, ich habe mich geärgert, aber eigentlich nichts weiter dabei gedacht, als ich Böhmermann auf seinen Tweet antwortete. Sein Tweet erweckte den Eindruck, als wäre ich Mitglied einer Organschaft des Unternehmens. Dies stimmt schlicht und ergreifend nicht.

Sondern?

Ich habe dort im "Scientific Advisory Board" als wissenschaftlicher Experte zu einem bestimmten HIV-Medikament und zu einem HIV Impfstoff beraten, zuletzt im November 2020. Solch ein wissenschaftliches Gremium gibt es zu jedem einzelnen neuen Medikament. Wissenschaftsexperten werden um Expertisen gebeten, um ihre Einschätzungen bei der Entwicklung von Medikamenten und Impfstoffen abzugeben. Das hat nichts mit Lobbyismus oder Interessenvertretung für das jeweilige Unternehmen zu tun. Auch bei Astrazeneca bin ich übrigens gemeinsam mit anderen deutschen Wissenschaftlern im lokalen "Advisory Board". Übrigens unentgeltlich.

"Ich weiß nicht, was ihn da geritten hat. Er verbreitet da Verschwörungsmythen."

Am 5. März sagten Sie in einem Interview mit Maybrit Illner, dass Astrazeneca im großen Stil zurückgerufen werden könnte. Böhmermann legt deswegen nahe, dass Sie Astrazeneca schlecht machen wollten zugunsten von Johnson & Johnson. Glauben Sie, er wollte Sie bewusst aus der Reserve locken?

Ich weiß nicht, was ihn da geritten hat. Er verbreitet da Verschwörungsmythen und wusste offensichtlich nicht, dass ich auch bei Astrazeneca in einem "Advisory Board" bin. Bei Illner wollte ich deutlich machen, dass es in seltenen Fällen passiert, dass ein Impfstoff auch mal verunreinigt oder beschädigt wird und er deswegen zurückgerufen werden muss. Ich hätte genauso gut den Biontech-Impfstoff als Beispiel nehmen können. Und um es klar zu sagen – die eingesetzten Impfstoffe in Deutschland sind alle gut, aber wenn es Probleme gibt, ist es normal, sie zu überprüfen.

ARCHIV - 30.03.2020, Nordrhein-Westfalen, Bonn: Hendrik Streeck, Direktor des Institut für Virologie an der Uniklinik in Bonn, steht in einem Labor seines Institutes. Streeck kann im Verlauf der Corona-Pandemie in Deutschland derzeit noch keine zweite Welle erkennen.     (zu dpa

Streeck in einem seiner Labore an der Uniklinik Bonn. Bild: dpa / Federico Gambarini

Wie kommt es denn, dass Sie als Virologe zu einem Impfstoff beraten?

Seit Beginn meiner Karriere arbeite ich an der Entwicklung von Impfstoffen mit, das ist ein wichtiger Aspekt meiner Arbeit. Ich habe vor allem bei der Entwicklung eines HIV-Impfstoffs, aber auch bei einem US-amerikanischen HIV Research Program an der Entwicklung von Zika- und Mers-Impfstoffen mitgeholfen. Und letztlich ist es ja gut und wichtig, dass sich die Impfstoff-Entwickler die wissenschaftliche Expertise einholen.

Nun wurde die Impfung mit Astrazeneca hierzulande wegen möglicher heftiger Nebenwirkungen ausgesetzt. Experten vermuten, dass das Vakzin Blutgerinnsel auslösen könnte. Was halten Sie von dem zwischenzeitlichen Impfstopp?

Es gibt bestimmte Prozedere zum Impf-Programm, und die wurden befolgt. Es sollte Vertrauen in die Institutionen schaffen, dass sie sich mit der Impfung beschäftigen. Es ist gut und wichtig, dass die Institutionen mögliche Risiken einschätzen und im Zweifelsfall sogar das Medikament vom Markt nehmen.

"Die Bevölkerung muss wissen: Es kann jederzeit passieren, dass man ein Impfprogramm möglicherweise zwischendurch stoppen und neu überprüfen muss, wenn Risiken sichtbar werden."

Aber schürt das nicht umso mehr Zweifel an der Impfung an sich?

Das ist, insbesondere in dieser extrem angespannten Zeit, eine Frage der Kommunikation und kein Problem der Impfung an sich. Die Bevölkerung muss wissen: Es kann jederzeit passieren, dass man ein Impfprogramm möglicherweise zwischendurch stoppen und neu überprüfen muss, wenn Risiken sichtbar werden. Das darf aber nicht verunsichern und spricht nicht gegen ein Impfprogramm. Es spricht dafür, wie vorsichtig wir mit den Menschen innerhalb eines Impfprogramms in Deutschland vorgehen.

Teilweise werden Sie auch mit Corona-Leugnern in einen Topf geschmissen – wie beispielsweise vor Kurzem in einem "Spiegel"-Interview. Dort hieß es, Sie und der Virologe Jonas Schmidt-Chanasit hätten mehr Schaden angerichtet, als Menschen, die nicht an Corona glauben.

Das habe ich als grenzüberschreitend empfunden, denn es zeigte eine von Fakten losgelöste Haltung, welche die Journalisten des "Spiegel" prinzipiell zu haben scheinen. Bei solchen Aussagen geht es nicht mehr darum, sich mit der Materie auseinanderzusetzen, sondern zu diffamieren. Optisch gut zu erkennen war das, als der "Spiegel" mit einem Titelbild von Christian Drosten aufmachte, wo er Jesus-gleich dargestellt wurde, während ich vor schwarzem Hintergrund mit den Worten "Antiheld" gezeigt werde. Simpler kann man Meinungsmache nicht machen.

Lanz

Streeck zu Gast bei "Markus Lanz": Für seine Auftritte in Talkshows gerät der Virologe immer wieder in Kritik. Bild: screenshot zdf

Generell wird ja gerne auf den Unterschied zwischen Ihnen und Drosten hingewiesen: Er ist der Strenge, Sie der Lockere, was Ihre Einschätzungen zum Virus betrifft. Was halten Sie davon?

Nichts, denn im Grunde genommen sind seine und meine Einschätzungen sowie Überlegungen viel ähnlicher, als es oft wahrgenommen wird.

Wie bewerten Sie denn die aktuelle Corona-Lage?

Wir hätten meiner Meinung nach mehr vom Virus lernen müssen, wir haben vieles versäumt in den vergangenen Monaten. Die Datengrundlage zu Corona ist immer noch enorm dünn, aber die brauchen wir, um Entscheidungen zu treffen. Ich habe vor Monaten dafür plädiert, dass wir nicht ausschließlich auf die Zahl der Neuinfektionen schauen dürfen.

Sondern?

Wir müssen andere Daten mit einbeziehen, wie zum Beispiel Hospitalisierungen, die Zahl der schweren Verläufe... Das Infektionsgeschehen bringt gerade eine enorme Unsicherheit mit. Es gibt Mutationen, gleichzeitig Öffnungsschritte, eine Impfstrategie, Ausweitung der Teststrategie. Das alles hat eine Auswirkung auf die Zahl der Infektionen und allein das beweist, dass das nicht die alleinige Größe ist, auf die wir uns in der Entscheidung, was wann wo wie geöffnet oder geschlossen wird, verlassen dürfen.

"Dafür gibt es vonseiten der Regierung keine Strategie, soweit ich weiß. Es gibt keinen Plan B oder C – nur die Notbremse."

In den vergangenen Monaten hat sich das Infektionsgeschehen auf einem recht hohen Inzidenzwert von um die 70 eingependelt. Was passiert denn, wenn das so bleibt?

Dafür gibt es vonseiten der Regierung keine Strategie, soweit ich weiß. Es gibt keinen Plan B oder C – nur die Notbremse. Ein Plan B wäre jedoch dringend nötig und müsste von einem interdisziplinären Team erarbeitet werden. Ansonsten weiß ich nicht, wie wir beispielsweise weitere Öffnungsschritte verargumentieren können.

Das heißt, Sie befürworten die aktuellen Öffnungsschritte nicht?

Sie ergeben in der aktuellen Kommunikation keinen Sinn für mich und passieren in einer sehr volatilen Phase. Wir vom Expertenrat in NRW hatten empfohlen, dass wenn man Öffnungsschritte einleitet, dann nur mit strengen Hygienekonzepten – und zwar Branchen-unabhängig. Stattdessen könnte man Teststationen an den Eingängen der Geschäfte aufbauen, Kunden Termine vereinbaren lassen und nur eine bestimmte Anzahl von Personen pro Quadratmeterzahl zulassen.

Wo stehen wir in Deutschland denn gerade in der Pandemie?

Ich glaube, dass Deutschland nicht besser oder schlechter dasteht als viele andere Länder – mit Ausnahme natürlich von Ländern wie Brasilien oder Russland, was aber daran liegt, dass man gerade kaum erfährt, wie die Lage dort wirklich ist. Unser Problem ist, dass wir die Bevölkerung nicht auf diese Langfristigkeit der Pandemie vorbereitet haben. Und je länger so eine Lage dauert, umso schwerer wird es, sie zu vermitteln.

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