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Wenn man keinen Ausweg mehr findet (Symbolbild). Bild: Julian Stratenschulte/dpa

Warum für Hartz-IV-Empfänger dunkle Zeiten anbrechen

Es war eine gute Nachricht für alle Hartz-IV-Empfänger, die im September verkündet wurde: Alleinstehende bekommen nach dem Regelsatz acht Euro mehr im Monat, Paare sechs Euro. Damit steigt der Betrag auf 432 Euro. Es ist nicht viel, aber für einen Hartz-IV-Empfänger könnte sich das unter Umständen bezahlt machen.

Es gibt aber auch schlechte Nachrichten: Die Strompreise werden im kommenden Jahr steigen.

Familie zahlt deutlich mehr

Gut 400 Stromanbieter werden ihre Preise um durchschnittlich 5,5 Prozent anheben, wie das Portal Verivox mitteilte. Der Strompreis kann dann auf 30,94 Cent pro Kilowattstunde steigen – Rekord. Aktuell liegt der Preis bei 30,5. Ein vier-Personen-Haushalt bezahlt ab Januar etwa 70 Euro im Jahr mehr. Und genau da liegt das Problem für Hartz-IV-Empfänger.

Die Leistungen sind zu gering berechnet, wie der Sender Ntv schreibt. Für einen Singlehaushalt werden etwa 1500 Kilowattstunden zu einem ungefähren Preis von 43 Euro berechnet. Der Betrag für Stromkosten im Hartz-IV-Satz beläuft sich aber rein rechnerisch nur auf 36 Euro – zu wenig.

Geld, das irgendwo fehlt

"115 Euro müssten alleinstehende Hartz-IV-Empfänger einsparen, um die Stromrechnung zu begleichen", so Energieexperte bei Verivox. Das Geld fehlt dann natürlich an andere Stelle. Die Kosten könnten sogar noch steigen, wenn das Wasser mittels eines Durchlauferhitzers, der über Strom läuft, erhitzt wird.

Jedoch können Singles einen Mehrbedarf beantragen. Der beträgt allerdings nur 10 Euro. Die Mehrkosten liegen bei 20 Euro – immer noch zu wenig.

Einen kleinen Ausweg gäbe es, wenn man den Anbieter wechsle. Doch dies könnte eventuell einen negativen Schufa-Eintrag zur Folge haben, heißt es im Bericht.

Keine guten Vorzeichen für 2020.

(lin)

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