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Überfüllten Waggons gezielt aus dem Weg zu gehen, kann mitunter ein vergebliches Unterfangen sein. Bild: IMAGO images/Eibner
Mobilität & Verkehr

Deutsche Bahn kündigt Sitzplatz-Revolution an – und erntet Spott

19.01.2023, 17:32

Wenn die Bahn einfährt, stellen sich viele Reisende die Frage: In welchen Waggon steige ich ein, um sicher noch einen Sitzplatz zu kriegen? Bei dem Versuch, den überfüllten Zugteilen aus dem Weg zu gehen, hat wohl jeder seine eigene Taktik.

Manche schwören darauf, am Bahngleis bloß nicht dort stehenzubleiben, wo die Treppenzugänge sind. Schließlich sammeln sich hier häufig die meisten Passagiere. Andere glauben, am Ende oder am Anfang des Gleises hat man die besten Chancen auf leere Waggons.

Deutsche Bahn bringt neue Anzeige

Dieses meist vergebliche Gerate soll bald ein Ende haben. Die Deutsche Bahn hat eine kleine "Sitzplatz-Revolution" angekündigt: Die Auslastung der Waggons soll an der Anzeigetafel am Gleis abgelesen werden können. Im Februar werden die ersten Versuche mit der neuen Anzeige im Regionalverkehr zwischen Hamburg und Lübeck starten.

Die Bahn erhofft sich dadurch, dass die Reisenden schneller einen Sitzplatz finden und der Betrieb effizienter wird. "Wenn Reisende nämlich gezielt in wenig besetzte Wagen einsteigen, können Züge pünktlicher abfahren", heißt es zur Begründung. Verzögerungen beim Ein- und Aussteigen seien schließlich der Hauptgrund für Haltezeitüberschreitungen und damit für Verspätungen.

Änderung ruft gemischte Reaktionen hervor

"Das ist echt stark, wenn es funktioniert", kommentiert ein User und erhält dafür viel Zuspruch. "Mehr Komfort = Gute Sache", heißt es an anderer Stelle. Doch nicht alle reagieren so positiv.

"Endlich vorab wissen, wo man auf dem Boden sitzen wird", schreibt ein User spöttisch. Und auch andere dreschen auf die Pannen- und Fehleranfälligkeit der Bahn ein. "Gibt es auch Symbole für eine defekte Klimaanlage, ein gesperrtes WC oder ein geschlossenes Bordbistro?", kommentiert ein User.

Ein anderer zeigt sich der Neuerung gegenüber aufgeschlossen, weist aber auf ein potenzielles Problem hin: "Ich finde die Idee gut, aber denke, dass sie schlecht umgesetzt ist, da der Zugzielanzeiger nicht über die gesamte Bahnsteiglänge einsehbar ist und die Anzeige/Anzeige ja eine veränderbare Variable ist".

Nach dem Start im Regionalverkehr zwischen Hamburg und Lübeck soll im April die S-Bahn im Rhein-Main-Gebiet und ab Mai Teile der Berliner S-Bahn hinzukommen. Der Plan der Bahn ist es, bis Ende 2024 die Auslastungsanzeige in mehr als 1.500 Zügen einzuführen. Das würde einem Viertel des Regionalverkehrs entsprechen.

Corona-Regeln: Wo die Maske fällt und wo man sie noch braucht

Der Februar hatte es als Monat die letzten Jahre in sich – zumindest gefühlt: Zwar begann die Corona-Pandemie offiziell erst am 11. März 2020, als die Einstufung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als solche folgte. Doch die meisten dürften den Februar als Beginn der Pandemie abgespeichert haben, als in Deutschland die ersten Infektionscluster während des Karnevals in den Landkreisen Göppingen (Baden-Württemberg) und Heinsberg (Nordrhein-Westfalen) festgestellt wurden.

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