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Supermarkt-Kette Netto stoppt Verkauf von russischen Waren. Bild: www.imago-images.de / Joko
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Netto Nord reagiert – Was der Ukraine-Krieg jetzt für Kunden bedeutet

28.02.2022, 22:50

Der Angriffskrieg Putins gegen die Ukraine hat auch Folgen für Verbraucher in Deutschland. Erste Supermärkte hierzulande reagierten in den letzten Tagen bereits mit Auslistungen russischer Produkte. Nun entschied die Salling Group – zu der in Deutschland Netto Nord gehört – den Verkauf von Waren aus Russland vorerst einzustellen.

Auslistungen und leere Regale

Netto-Märkte in Deutschland, Dänemark und Polen sowie die dänischen Warenhaus-Ketten Føtex und Bilka werden künftig keine in Russland hergestellten Waren mehr verkaufen, meldete der dänische Mutterkonzern Salling Group.

"Das Management hat heute einstimmig entschieden, ab sofort und bis auf weiteres sämtliche Waren russischer Erzeuger in allen Formaten aus dem Verkauf zu nehmen", erklärte der Supermarkt-Riese, der vor allen in Norddeutschland Geschäfte betreibt.

Ankündigung von Geld- und Sachspenden

Gleichzeitig entschied Netto-Polen sich dazu, in den 15 Filialen, die der polnisch-ukrainischen Grenze am nächsten liegen, die Preise für 40 Basisartikel zu senken. Außerdem werde die Hilfsorganisation Caritas direkt mit Grundversorgungsgütern für ukrainische Flüchtlinge unterstützt. In Dänemark unterstützt die Salling Group die Hilfssammlung der dänischen Nationalkirche für die Opfer des Krieges, unter anderem mit Geldspenden und Sachleistungen, erklärte Netto via LinkedIn.

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screenshot / linkedin @Netto Deutschland | Salling Group

"Die Situation in der Ukraine und die grausamen Bilder des Krieges gehen uns alle an. Als große Lebensmittelkette, nicht nur in Dänemark, sondern auch in Polen und Deutschland, sind wir nah am Alltag unserer Kunden, und das ist natürlich eine Verpflichtung. Deshalb tragen wir unseren Teil dazu bei, den Menschen zu helfen, die sich derzeit in dieser schrecklichen Situation befinden", sagte Henrik Vinther Olesen, CSR- und Kommunikationsdirektor der Salling Group.

Weitere Supermarkt-Ketten überprüfen Auslistungen

Und auch andere Supermarkt-Ketten überprüfen, wie sie weiter vorgehen wollen. Auf Anfrage des Verbraucher-Magazins "CHIP" bestätigt Edeka, dass das Unternehmen derzeit überprüfe, "ob und in welchem Umfang Produkte aus Russland oder von Unternehmen, die in Händen russischer Oligarchen sind", im Edeka-Sortiment geführt werden. Möglicherweise werden Kunden sich also künftig auch dort vor leeren Regalen wiederfinden.

(abd)

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