Penny will mit einer Aktion auf den Tag der Organspende aufmerksam machen.
Penny will mit einer Aktion auf den Tag der Organspende aufmerksam machen. Bild: www.imago-images.de / CHROMORANGE

Penny ändert plötzlich Kassenzettel – das hat sehr traurigen Hintergrund

03.06.2021, 13:46

Viele Discounter und Supermärkte stellen ihre Kassenzettel gerade auf das umweltfreundlichere blaue Thermopapier um, das für die Kunden auf den ersten Blick etwas gewöhnungsbedürftig ist. Doch wer Anfang Juni bei Penny einkauft, wird eine ganz andere Überraschung auf dem Kassenzettel vorfinden.

Für einen guten Zweck wird der Kassenzettel bei Penny drei Tage lang etwas länger als gewöhnlich sein: Der Discounter verteilt über sechs Millionen offiziell anerkannte Organspendeausweise aufgedruckt auf dem Kassenbon. Über die Aktion informiert das Unternehmen in einer Pressemitteilung.

Penny will auf Thema Organspende aufmerksam machen

Wie das Unternehmen in einer Pressemitteilung erklärt, soll die Aktion vom 3. bis zum 5. Juni dauern. So erreicht Penny etwa 6,5 Millionen Kunden, die den Organspendeausweis auf dem Kassenzettel einfach nur ausfüllen müssten und somit offizielle Spender wären.

Auf dem Penny-Kassenzettel wird drei Tage lang ein Organspendeausweis aufgedruckt.
Auf dem Penny-Kassenzettel wird drei Tage lang ein Organspendeausweis aufgedruckt.Bild: PENNY Markt

Bei dieser Aktion gehe es laut Penny nicht nur um die Generierung neuer Organspender. "Penny möchte mit seiner Kampagne dazu anregen, sich mit dem Thema Organspende zu befassen", erklärt der Discounter.

Über 9000 Menschen warten auf Spenderorgan

Fakt ist: Allein in Deutschland standen 2020 rund 9200 Menschen auf der Warteliste für eine Transplantation. Aber nur 913 Menschen haben nach ihrem Tod ihre Organe gespendet. Pro Jahr sterben rund 800 Patienten, die nicht rechtzeitig ein Spenderorgan bekommen.

Am 5. Juni ist der offizielle Tag der Organspende, der auf das wichtige Thema aufmerksam machen soll. Denn noch immer gibt es in Deutschland im Vergleich zu anderen europäischen Ländern wenige Spender – gerade einmal 11 pro eine Million Einwohner. Zum Vergleich: In Spanien gibt es circa 38 Spender pro eine Million Einwohner, in Österreich und Portugal etwa 20.

(jab)

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