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Supermarkt: Hütt-Brauerei aus Nordhessen schließt nach 270 Jahren

Das Bier einer deutschen Traditions-Brauerei wird bald nicht mehr erhältlich sein.
Das Bier einer deutschen Traditions-Brauerei wird bald nicht mehr erhältlich sein.Bild: imago images / Depositphotos
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Supermarkt: Deutsche Traditions-Brauerei schließt nach 270 Jahren

"Lecker Bierchen" gibt es leider bald aus einer Brauerei weniger in Deutschland. Das wurde am Freitag verkündet – nach 270 Jahren und neun Generationen Brau-Geschichte.
29.08.2025, 13:0629.08.2025, 13:06
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Das Bier gehört zu Deutschland wie der Döner zur Großstadt – doch in der Welt der Brauereien brodelt es gewaltig. Immer mehr Traditionsbetriebe müssen die Zapfhähne für immer schließen. Gründe gibt es viele: steigende Kosten, sinkender Bierkonsum und der harte Konkurrenzkampf mit den großen Konzernen.

Während früher in fast jeder Region mindestens eine Brauerei stand, wird die Liste der kleinen, unabhängigen Biermacher:innen immer kürzer. Besonders bitter: Oft sind es Familienbetriebe, die seit Generationen das flüssige Gold brauen.

Genau das ist auch aktuell der Fall bei einer Brauerei aus Nordhessen. Dessen Aus steht nun fest.

Hütt-Brauerei schließt nach 270 Jahren und neun Generationen

Am Freitag dürften sich Besucher:innen der Website der Hütt-Brauerei gewundert haben: Das Unternehmen richtete dort eine Mitteilung an "liebe Freunde und Weggefährten, liebe Hüttis, liebe Menschen, die in all den Jahren an unserer Seite waren", die Fans des Bieres traurig machen dürfte.

So heißt es weiter:

"Nach 270 Jahren und über neun Generationen Familiengeschichte hinweg schließen wir schweren Herzens die Hütt-Brauerei mit ihren bei Jung und Alt beliebten Marken Hütt und Hessisch Löwen."

Die Schock-Meldung wurde im Namen des Geschäftsführers und Brauerei-Inhabers Frank Bettenhäuser formuliert. Er erklärte, er habe die "bittere Entscheidung" treffen müssen, "aufgrund meines Alters von mittlerweile 68 Jahren die Ausproduktion zu veranlassen".

Hütt-Brauerei fand keinen neuen Inhaber

Mehr als vier Jahrzehnte habe er das Geschäft der Hütt Brauerei geführt, hieß von Bettenhäuser in der Mitteilung. Zunächst habe er "mit Leidenschaft und ganzer Kraft" am Erfolg der Hütt-Brauerei gearbeitet. Später habe er "immer mit Blick auf eine sichere Zukunft" versucht, nach einem Nachfolger für die Führung der Hütt-Brauerei zu suchen.

Bettenhäuser musste konstatieren: "Leider blieb der Erfolg für den Fortbestand unserer Traditionsbrauerei aus."

Sprich: Er fand einfach keine – oder keine geeignete – Person für seine Nachfolge als Brauerei-Chef.

"Ab sofort" werde dementsprechend der Schließungsprozess bei der Brauerei eingeläutet. Bettenhäuser zeigte sich um Ende des Statements emotional: "Ich beende das für mich schwerste Kapitel der Hütt-Geschichte mit meinem ausdrücklichen Dank an meine ganze Belegschaft und alle, die in den vergangenen Jahren an unserer Seite standen."

Hütt ist bei Weitem nicht die einzige regionale Brauerei, die in den vergangenen Monaten und Jahren schließen musste. 2024 alleine haben nach Angaben des Fachportals "Getränke News" 52 Brauereien in Deutschland ihren Betrieb eingestellt.

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