Aldi macht es vor und die anderen ziehen mit: In dieser Woche ist Einkaufen im Supermarkt nochmal teurer geworden.
Aldi macht es vor und die anderen ziehen mit: In dieser Woche ist Einkaufen im Supermarkt nochmal teurer geworden. Bild: imageBROKER / Schoening

Supermärkte erhöhen erneut ihre Preise – laut Experten ist noch kein Ende in Sicht

25.03.2022, 16:15

Lebensmittel werden noch teurer. Auf die historischen Preiserhöhungen der vergangenen Woche kommen in den meisten Supermärkten noch weitere hinzu. Den Stein ins Rollen hat der Discounter Aldi gebracht. Der hatte schon vorige Woche die Preise von 160 Artikeln erhöht. Jetzt sind nochmal rund 50 weitere dazu gekommen, berichtet "Lebensmittelzeitung". Die meisten der neuen Preiserhöhungen haben die anderen Supermarkt-Ketten schon übernommen.

Manche der Aufschläge sind gering, andere wiederum bewegen sich im zweistelligen Prozentbereich. Seit Montag kostet bei Aldi zum Beispiel der Eistee "Fuze-Tea" 1,49 Euro statt 1,39. Für Alaska-Seelachs zahlen Kunden jetzt 5,49 Euro – zuvor waren es 4,69. Und Bio-Linsen kosten inzwischen 1,75 Euro statt wie früher 1,65 Euro. Neben Eigenmarken sind auch Markenprodukte wie Oetker-Backmischungen teurer geworden.

Die Folgen des Ukraine-Krieges verleiten viele Kunden zu Hamsterkäufen. Deutsche Supermärkte müssen deshalb Waren wie Mehl, Sonnenblumenöl und Nudeln rationieren.
Die Folgen des Ukraine-Krieges verleiten viele Kunden zu Hamsterkäufen. Deutsche Supermärkte müssen deshalb Waren wie Mehl, Sonnenblumenöl und Nudeln rationieren. Bild: Daniel Kubirski / Daniel Kubirski

Wie in der Branche üblich, zieht die Konkurrenz mit. Laut "Lebensmittelzeitung" haben inzwischen auch Lidl und Kaufland ihre Preise nach oben korrigiert. Die meisten Preiserhöhungen gab es dem Fachblatt zufolge schon Ende vergangener Woche bei Rewe. Von insgesamt 600 Produkten ist hier die Rede. Auch Edeka und Netto schraubten infolgedessen ihre Preise nach oben.

Die Gründe für die teils kräftigen Preiserhöhungen vieler Produkte sind vielfältig. Vor allem die durch den Ukraine-Krieg und die Corona-Krise gestiegenen Energie-, Rohstoff- und Transportpreise sind schuld an den Verteuerungen im Supermarkt-Regal. Und noch ist kein Ende in Sicht: Handelsmanager prognostizieren, dass bald noch mehr Lebensmittel teurer werden.

(nik)

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