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Kreuzfahrt: Aida-Schiff muss Fahrt plötzlich abbrechen

Kreuzfahrtschiff AIDA Perla verlässt den Hamburger Hafen auf der Elbe, Wedel, Schleswig-Holstein, Deutschland, Europa *** Cruise ship Aida Perla leaves the Hamburg Port at the Elbe, Frond, Schleswig H ...
Die "Aida perla" musste bei ihren vergangenen Fahrten viele Unterbrechungen einlegen. Bild: imago images / imagebroker
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Reise-Debakel: Aida-Schiff muss Kreuzfahrt plötzlich abbrechen

26.10.2023, 07:11
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Urlaubstage sind normalerweise genau abgezählt. So viele tolle Erlebnisse wie möglich möchte man in einer meist eher kurzen Zeitspanne unterbringen. Vor allem bei weiten Reisen muss entsprechend jeder Tag gut durchstrukturiert sein.

Jeden Tag eine andere Stadt sehen, das schafft man zum Beispiel mit einer Reise mit dem Kreuzfahrtschiff. Wie ein aktueller Fall nun allerdings beweist, können auch hier einige Dinge anders laufen als geplant.

Der wohl bekannteste Anbieter von Kreuzfahrten ist in Deutschland die Reederei Aida, die mittlerweile ganze zwölf Schiffe zu ihrer Flotte zählt. Am beliebtesten sind laut Unternehmensangaben weiterhin die angebotenen Reisen in Richtung Nordeuropa. Genau hier mussten Passagier:innen in der vergangenen Woche allerdings einige Veränderungen der geplanten Reise erleben.

Kreuzfahrtschiff kommt unerwartet früh zurück nach Hamburg

Im Normalfall ist die "Aida perla" regelmäßig zehn Tage von Hamburg aus in Richtung Norwegen unterwegs, nach Stopps an mehreren Fjorden geht es dann am elften Tag zurück in die Hansestadt. Am vergangenen Donnerstag stand das Kreuzfahrtschiff allerdings schon einen ganzen Tag früher im Hafen.

Grund für die Planänderung war Viktor, eine als gefährlich eingestufte Wetterlage im Bereich der Reiseroute. Das am vergangenen Wochenende über Norddeutschland ziehende Sturmtief hätte für das Schiff erhebliche Sicherheitsrisiken mit sich gebracht, die man bei Aida dringend vermeiden wollte.

Vor der Ankunft in Hamburg erhöhte das Kreuzfahrtschiff am zehnten Tag seiner Reise entsprechend die Geschwindigkeit, um früher den "Heimathafen" anzusteuern. Starke Winde beeinflussen laut Expert:innen vor allem das Manövrieren der großen Personenschiffe.

Zwar blieb Hamburg selbst von dem Sturmtief am vergangenen Wochenende größtenteils verschont. Auf der Ostseeinsel Fehmarn kam durch das Unwetter allerdings eine 33-jährige Frau ums Leben, insgesamt verzeichneten Schleswig-Holstein und auch Mecklenburg-Vorpommern schwere Sturmschäden.

Viel erheblicher als der verkürzte Seetag und die entsprechende Übernachtung in Hamburg dürfte für viele Reisende allerdings der Wegfall mehrerer Ziele zu Beginn der Kreuzfahrt gewesen sein. Da die "Aida perla" außerplanmäßig in Bergen und Trondheim ankern musste, wurden gleich drei Stopps auf der Route vollständig gestrichen. Ein Grund für die Änderung ist bisher nicht bekannt.

Ein schnelles Nachholen der kompletten Reise ist allerdings nicht möglich. In den Wintermonaten fährt die "Aida perla" statt der Norwegen-Route mehrfach eine Karibikreise und befindet nun bereits auf ihrer Transitfahrt in Richtung Dominikanische Republik.

"Aida perla" muss Reise wegen erschütterndem Vorfall erneut unterbrechen

Auch auf dieser Reise musste die Crew einen ungeplanten Stopp einlegen, allerdings aus einem besonders traurigen Grund. Berichten von "Kreuzfahrt Aktuell" zufolge ist ein Crewmitglied im Ärmelkanal offenbar über Bord gegangen und konnte nicht mehr aufgefunden werden.

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Der Aida-Konzern muss in letzter Zeit insgesamt gegen weniger positive Schlagzeilen ankämpfen. Angesichts der Klimakrise steht das Geschäft Kreuzfahrt allgemein bei vielen in der Kritik. Mit der Ankündigung, 2030 das erste emissionsfreie Kreuzfahrtschiff der Welt vorzustellen, möchte der Konzern sich dieser Herausforderung aber offenbar stellen.

Schwangerschaftsabbruch: In diesen Regionen ist die Versorgung kritisch

Ob und bis wann Schwangerschaftsabbrüche zulässig sind, ist seit jeher heftig umstritten. Bislang gelten Schwangerschaftsabbrüche in Deutschland laut Paragraph 218 des Strafgesetzbuches grundsätzlich als rechtswidrig. Allerdings bleiben sie unter bestimmten Umständen straffrei – etwa wenn das Leben der Schwangeren gefährdet ist, wenn der Abbruch im Rahmen der gängigen Beratungsregel innerhalb der ersten zwölf Wochen erfolgt, oder wenn der Schwangerschaft sexuelle Gewalt vorausgegangen ist.

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