Schöne Aussicht: So begrüßte das Ostseebad Zingst das neue Jahr. Die watson-Redaktion hat gute Gründe gefunden, 2022 zuversichtlich anzugehen.
Schöne Aussicht: So begrüßte das Ostseebad Zingst das neue Jahr. Die watson-Redaktion hat gute Gründe gefunden, 2022 zuversichtlich anzugehen.Bild: dpa / Stephan Schulz
watson-Story

TV-Lagerfeuer, Hafermilch im Zug, echte Begegnungen: Die watson-Redaktion nennt Gründe, sich auf das neue Jahr zu freuen

02.01.2022, 09:5103.01.2022, 11:01

Neues Jahr, neues Glück? Nach zwei Corona-Jahren können die Menschen etwas Aufmunterung gebrauchen. Und tatsächlich, in allen watson-Ressorts haben die Kolleginnen und Kollegen etwas gefunden, was ihnen für das Jahr 2022 Hoffnung gibt – oder einfach etwas, worauf sie sich freuen. Lest hier, warum nicht alles so grau bleiben muss, wie es für viele die letzten zwei Jahre war.

Nachhaltigkeit

Immerhin schonmal Hafermilch im Zug

Mit der Klimakrise und der Vorfreude ist das so eine Sache: Zuallererst fallen mir – wie sollte es anders sein – all die dramatischen Entwicklungen ein: Das Schmelzen der Gletscher, das Auftauen der Permafrostböden, das Waldsterben, der Anstieg der globalen Durchschnittstemperatur. Die Liste ließe sich endlos weiterführen. Aber, und das ist das wichtigste: Es gibt Hoffnung. Auf das Erreichen des 1,5 Grad-Ziels, auf eine bessere Welt. Auch wenn das, je länger wir warten, nicht leichter wird. In Deutschland gibt es eine neue Regierung. Das ist gut, denn das Klima, und damit auch der Klimaschutz, rücken damit politisch weiter in den Fokus.

Hinzu kommt: Auch in unserer Gesellschaft ist die Botschaft angekommen, dass wir handeln müssen. Nicht irgendwann, sondern jetzt. Nicht nur unter den Anhängern von Fridays for Future, sondern überall. Das setzt unter Druck – auch und vor allem die Politik. Dieser Wille macht mir Mut, dass wir 2022 mehr fürs Klima und damit uns erkämpfen können. Und wer weiß, vielleicht entscheidet genau dieser gesellschaftliche Druck mit darüber, dass die Beschlüsse auf der im November in Kairo stattfindenden Weltklimakonferenz ambitionierter und vorausschauender ausfallen.

Bis aber in Ägypten darüber gestritten wird, wie hoch die Klimaschutzziele der Länder ausfallen und wie viel Geld jene Länder bekommen, die schon jetzt von den Auswirkungen der Krise getroffen sind, sitze ich als rege Pendlerin im Zug und kann endlich einen Kaffee mit Hafermilch schlürfen – denn der wird ab dem 1. Januar im Bordrestaurant der Deutschen Bahn angeboten. Wenn das mal keine gute Nachricht ist!

Leben

Das volle Leben eben

Worauf wir uns im Leben-Team 2022 freuen? Natürlich darauf, dass sich der Coronavirus endlich zu einer ungefährlicheren, heimischen Virenart entwickelt und wir wieder mehr über erfreulichere Dinge berichten können. Darauf, dass das Leben wieder freier, wilder und glitzernder und vor allem menschlicher wird. Wir freuen uns auf Konzerte, Partys, vielleicht sogar Urlaub, endlich mal wieder Geburtstag feiern und sogar eine Hochzeit.

Und wir freuen uns darauf, dass wieder mehr Normalität einkehrt, wir wieder in die Vorlesung an der Uni und in die Büros gehen können und unsere Kinder regelmäßig in die Kita, ohne jede zweite Woche krank oder in Quarantäne zu sein. Wir wünschen uns ein Ende der ewigen Impf-Debatten und dass wir uns wieder Themen zuwenden können, die wichtig, anrührend oder auch mal – man hat es sich fast abgewöhnt – lustig sind. Das volle Leben eben.

Sport

Katar? Nein, die WM in England!

Ein Sportjahr, in dem die Olympischen Winterspiele in Peking und die Fußball-WM von November bis Dezember in Katar ausgespielt wird, verspricht eigentlich kaum Hoffnung. Der Meisterschaftskampf in der Bundesliga ist auch schon so gut wie abgeschlossen, was bleibt da noch als Hoffnungsschimmer am Horizont? Vielleicht ist es auch einfach die Aussicht, dass es 2022 hoffentlich (!!) keine Sportveranstaltungen mehr vor einer Geisterkulisse gibt.

Dann wäre dort noch Mick Schumacher, der im Februar in seine zweite Formel-1-Saison startet. Im ersten Jahr zeigte er trotz eines unterlegenen Autos ansprechende Leistungen. Nun ändert die Konigsklasse des Motorsports ihre Regeln komplett, um für mehr Spannung zu sorgen und davon könnte der 22-Jährige profitieren.

Und im Sommer findet zudem mal ein Fußball-Turnier statt, das nicht von Bestechungsskandalen und zigtausend toten Arbeiten geprägt ist. Die Frauen-EM in England verspricht einige spannende Begegnung und anders als in Deutschland – volle Stadien und eine gewaltige Stimmung beim Frauen-Fußball.

Unterhaltung

Endlich wieder wilde Tiere und Ekel-Prüfungen

Endlich gibt es wieder ein richtiges Dschungelcamp! Coronabedingt konnte „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus“ im Januar 2021 nicht in Australien stattfinden und fiel aus. Stattdessen gab es eine Ersatzsendung, die in einem Studio in Köln-Hürth aufgezeichnet wurde. Ein Jahr später ist die Corona-Pandemie zwar noch nicht vorbei, doch RTL hält nun am Dschungelcamp fest: Ab dem 21. Januar soll das Trash-Format zwei Wochen laufen – gedreht wird in Südafrika. Und ich kann nur sagen, zum Glück lässt sich RTL auf dieses Wagnis ein.

Denn das bedeutet: Endlich wieder Lagerfeuer, wilde Tiere und Ekel-Prüfungen. Und damit endlich wieder Promis, die unter extremen Bedingungen aufeinander losgelassen werden. Und das Beste ist: Egal wie schlecht „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“ 2022 sein sollte – nach einem Jahr Abstinenz und vor allem nach dieser langweiligen Dschungel-Ersatzshow wird es trotzdem gut sein. Es gibt aber noch einen weiteren Grund, warum ich mich auf das Dschungelcamp freue. Es stimmt mich optimistisch auf das kommende Jahr. Mit der Rückkehr der Show kehrt wieder ein Stück Normalität zurück und zeigt: Auch wenn Corona noch da ist, können wir unser Leben weiterleben – dank Hygienevorschriften, Tests, Impfungen und bald auch vielleicht dank entsprechender Medikamente.

Politik

Echte Hallen statt Livestreams – und mal wieder richtig Reisen

Worauf ich mich 2022 freue? Auf menschliche Kontakte. Ich freue mich darauf, für meine Arbeit als Politikredakteur wieder Parteitage in echten Hallen zu erleben statt über Livestreams in Videokonferenz-Tools, dort Applaus und Buhrufe zu erleben, in Hintergrundgesprächen und Interviews zu erfühlen, wo es gerade zischt und brodelt in einer Partei. Ich freue mich für meine Freizeit auf Konzerte, bierselige Abende in Kneipen, auf Kino- und Kochabende. Und ich bin ziemlich zuversichtlich, dass die Vorfreude nicht enttäuscht wird. Tag für Tag bekommen Menschen mehr Antikörper gegen dieses verdammte Virus in ihre Körper, wir sind da schon viel, viel weiter als 2020/21, im Winter des scheinbar ewigen zweiten Lockdowns.

Und wie sehr ich mich auf das Reisen freue. Seit über zwei Jahren habe ich inzwischen kein Flugzeug mehr bestiegen, bin maximal im Auto hin- und hergefahren zwischen Südeuropa und Deutschland. Kann sogar sein, dass ich mich freuen werde, wenn der Flieger auf der Flughafen-Landebahn an meinem ersten Urlaubsziel landet und ein paar Sitzreihen vor mir die Leute klatschen und johlen.

Nach den Feiertagen kickt die Einsamkeit – warum das Single-Dasein auf einmal nur noch belastend ist
"He said, she said" – die Dating-Kolumne von watson

Das ganze Jahr über bin ich eigentlich gerne Single. Denn ich vermisse nichts, was nicht da ist. Selbst der Dezember mit all seinem Weihnachtstrubel und dem ganzen "Fest der Liebe"-Geschwafel wirft mich nicht aus der Bahn. Ganz im Gegenteil: Ich liebe die Feiertage, freue mich auf die Familie, die Geschenke, die Weihachts-Dinner mit meinen Freunden und habe auch überhaupt keine Zeit darüber nachzudenken, ob mir überhaupt ein Mann an meiner Seite fehlt.

Zur Story