CHICAGO, IL - NOVEMBER 22: A shopper looks for electronics at a Best Buy Inc. store on November 22, 2018 in Chicago, Illinois. Known as 'Black Friday', the day after Thanksgiving marks the beginning o ...
Conrad Electronic wird fast alle Filialen schließen.Bild: Getty Images North America / Kamil Krzaczynski
Wirtschaft

Elektronik-Händler schließt fast alle Filialen – bis auf eine Ausnahme

15.04.2022, 06:4815.04.2022, 06:49

Ein weiterer Einzelhandel-Riese, das dem Online-Boom zum Opfer fällt? Eine von Deutschlands Elektronik-Ketten hat beschlossen, nahezu all ihre Geschäfte in Deutschland zu schließen. Wie Conrad Electronic bekannt gab, werde nur eine einzige Filiale erhalten bleiben.

Insgesamt gibt es elf Conrad-Geschäfte in Deutschland. Ob Berlin, Frankfurt, München oder Hamburg, der Elektronikhändler ist in fast allen großen Städten des Landes vertreten. Damit soll jetzt jedoch Schluss sein, nur im beschaulichen

Elektro-Riese will sich auf B2B fokussieren

Der Grund für die Schließung aller restlichen Filialen und der damit einhergehenden flächendeckenden Änderung des Unternehmens liegt auf der Hand. Was das Unternehmen schon kommen gesehen haben soll, soll die Pandemie nur noch mehr beschleunigt haben. Die Menschen sollen vermehrt online eingekauft haben, weshalb der Händler nun auch ausschließlich aufs Online-Geschäft – bis auf eine Filiale im beschaulichen Wernberg-Köblitz (Bayern). Dieses bleibt Privatkunden weiterhin erhalten.

Stattdessen liegt der Schwerpunkt der Kette nun auf B2B-Handel (Business-to-Business), wobei die technischen Geräte direkt an andere Unternehmen vertrieben werden.

Conrad erklärte zudem, dass sie die "Strategieänderung" schon vor einigen Jahren in Angriff genommen haben sollen. Weg vom herkömmlichen Einzelhandel befänden sie sich aktuell in der "Entwicklung hin zu Europas führender B2B-Beschaffungsplattform für technischen Betriebsbedarf".

Das bedeutet im Klartext, dass Conrad die Filialen für Privatkunden schließt, aber wohl den Plan hat, neue für Business-Kunden zu eröffnen. Denn bereits 2020 mitten in der Corona-Pandemie eröffnete Conrad eine B2B-Filiale in Nordrhein-Westfalen, weitere sollen folgen.

Conrad-Mitarbeiter sollen sich intern bewerben

Doch von den Schließungen sind vor allem auch zahlreiche Mitarbeiter betroffen, die nun ihren Job verlieren könnten. Hier beteuert der Händler, dass er mit seinen Angestellten in Gesprächen sei, "um sozialverträgliche Regelungen zu finden". Was das am Ende genau bedeutet, lässt der Elekro-Riese jedoch offen. Es werde jedoch Mitarbeitern angeboten, sich auf offene Stellen innerhalb des Unternehmens zu bewerben.

Der Schritt falle dem Unternehmen dennoch "sehr schwer". Es sei aber nicht das erste Mal in der Geschichte von Conrad, "dass man Veränderungen im Konsumentenverhalten ernst nimmt und konsequent handelt".

(crl)

Themen
Sky von Hackerangriff betroffen: Pay-TV-Sender erntet Kritik für Kommunikation

Immer wieder versuchen Cyberkriminelle im Internet an sensible Daten zu gelangen und scheuen dabei keine Mittel. Datendiebstahl, Kreditkartenbetrügereien oder das Hacken von Nutzungskonten gehören im Zeitalter des Internets zur Tagesordnung.

Zur Story