
Die Solarzellen passen sich der Autofarbe und den Konturen des Blechs an.Bild: dpa / Philipp von Ditfurth
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03.09.2023, 12:0803.09.2023, 12:08
Freiburger Forscherinnen und Forscher haben eine dünne Solarzellenfolie für Motorhauben von Autos entwickelt. Die Folie könne der Farbe des jeweiligen Autos angepasst werden, das habe es bisher nicht gegeben, sagte Projektleiter Martin Heinrich vom Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme (ISE) der Deutschen Presse-Agentur in Freiburg.
Es gebe nun einen ersten Prototyp auf der Motorhaube eines Serienautos. "Wir suchen jetzt Entwicklungspartner, um die Oberfläche weiter zu verbessern und dann mit einem Fahrzeughersteller eine Großserienfertigung zu beginnen", sagte Heinrich. Die reinen Herstellungskosten für eine Motorhaubenfolie schätzte er auf etwa 100 bis 150 Euro ein – dazu müsse es aber eine Großserie geben.

Die Solarzellen wurden auf einem VW Polo getestet.Bild: dpa / Philipp von Ditfurth
Motorhaube kann ein Drittel der Solarreichweite ausmachen
Eine Studie habe ergeben, dass die Solarreichweite eines Autos im südbadischen Freiburg – also in einer vergleichsweise sonnenreichen Stadt – 4000 Kilometer im Jahr erreichen könnte. Dabei würde das Dach rund zwei Drittel beitragen, die Motorhaube das restliche Drittel. Die Solartechnik sei sowohl für E-Fahrzeuge als auch für Verbrenner geeignet.
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Hersteller hätten bereits Autodächer mit Photovoltaik ausgestattet, sagte Heinrich. Dies seien meistens Glasdächer. Beim Fraunhofer-System gehe es um einen Aufbau auf einer Metalloberfläche. Die Forscher von Fraunhofer brachten die Folie auf der Haube eines VW-Polos an – die betreffende Modellvariante wurde bis 2009 gebaut.
Die Solarzellen passen sich der Autofarbe sowie den Konturen des Blechs an. Ein Prototyp des Projekts wird auf der IAA Mobility vorgestellt, die am 5. September in München beginnt. Auf Twitter schreibt das Fraunhofer-Institut, dass in Dach und Motorhaube integrierte Solarmodule mehr Energie liefern können als die Bordelektronik verbraucht.
(sb/dpa)
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