Nachhaltigkeit
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Viel Auswahl und man kann alles in die Hand nehmen. Ist der Einzelhandel nicht schön? Bild: getty images

Grüner Adventskalender

Tante Emma statt Papa Amazon: Unterstützt beim Geschenkkauf lieber kleine Läden

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bild: getty images / watson-montage

Amazon ist Futter für unseren inneren Schweinehund. Brauchen wir etwas, müssen wir nicht mehr das Haus verlassen, geschweige denn die Couch. Statt von Laden zu Laden zu hetzen, klicken wir uns durch unsere Einkaufsliste, füllen Warenkörbe und lassen die Beute von einem netten Paketboten erst quer durchs Land fahren und dann durchs Treppenhaus wuchten.

Gut für die Umwelt ist das Prozedere nicht, häufen wir doch bergeweise Verpackungsmüll an. Von den Emissionen durch die Transportwege brauchen wir gar nicht erst anfangen – auch wenn Amazon nachhaltiger werden will. Doch nicht nur aus Nachhaltigkeitsgründen lohnt es sich, den kleinen Laden um die Ecke zu besuchen. Immerhin ächzen viele ohnehin gebeutelte Einzelhändler zusätzlich unter den Corona-Maßnahmen. Gerade zur Weihnachtszeit können wir ihnen also ein wenig unter die Arme greifen.

Warum es sich auch für euch lohnt, die "Kleinen" zu unterstützen

Bücher

Nehmen wir etwa den kleinen Buchhändler. Meist verfügen die Mitarbeiter dort über die nötige Expertise, um uns Bücher zu empfehlen, auf die wir in Amazons Überangebotsdschungel nie gestoßen wären. Immerhin kann dort kaum jemand unsere Wünsche richtig zuordnen – der Algorithmus mal ausgenommen. Der schlägt einem aber meist das vor, was man nicht will. Völlig egal, ob wir Hegel, Lindgren oder Fitzek lesen.

watsons grüner Adventskalender

Ob umweltfreundliche Geschenkverpackungen oder fair gehandelte Christbäume: Im Dezember gibt es von watson jeden Tag einen Tipp, wie ihr nachhaltig durch die Weihnachtszeit kommt – in unserem grünen Adventskalender.

Wer jemandem eine Freude machen will, muss sich zudem nicht ausschließlich an den Bestseller-Listen orientieren. Vielleicht wisst ihr ja, welches Buch euren Liebsten besonders gefiel, könnt euch gar an den Namen des Autors erinnern. Erfahrene Händler suchen anhand dieser Informationen Werke heraus, die den Geschmack des Beschenkten treffen. Dafür müsst ihr nicht einmal selbst Bücherwürmer sein.

Gilt übrigens auch für Comicshops.

Spielzeug

Wer Spielzeug an Junge und Junggebliebene verschenken möchte, könnte ebenfalls bei einem inhabergeführten Laden vorbeischauen. Dort können wir uns etwa das zusammengebaute Lego-Raumschiff anschauen, die Actionfiguren in die Hand nehmen, ihre Robustheit prüfen und vielleicht sogar etwas finden, womit wir nicht gerechnet hätten.

Einziges Manko: Besagte Läden sind nur schwer aufzuspüren. Viele müssen eventuell einen längeren Weg in Kauf nehmen. Hier empfehlen sich übrigens die öffentlichen Verkehrsmittel. Das erspart die Parkplatzsuche und schont die Umwelt.

Elektronik

Vorab: Elektronikgeräte sind für sich nicht wirklich nachhaltig. Rohstoffbeschaffung, Produktion, und Entsorgung belasten die Umwelt massiv. Die Arbeitsbedingungen in der Herstellung sind zudem meist miserabel.

Allerdings gibt es Möglichkeiten, nicht völlig über die Stränge zu schlagen. Zum Beispiel kannst du Smartphones, Kameras und auch Tablets gebraucht kaufen. Hier bieten sich An- und Verkauf-Shops an. Meist haben die Inhaber auch ein paar Kenntnisse, die eure Suche nach den richtigen Geräten erleichtern, ob ihr sie nun verschenken wollt oder für euch kauft.

Für Videospiele könnt ihr hingegen Gamingshops, wie zum Beispiel Gamestop, besuchen. Dort gibt es auch in der Regel ein kleines Gebrauchtsortiment und die Händlerinnen und Händler helfen euch mit ihrem Fachwissen. In Zeiten, in denen der Spielemarkt immer digitaler wird und Läden mit einem Gaming-Schwerpunkt um ihre Existenz fürchten, wäre das doch keine schlechte Wahl.

Die Überwindung ist es wert

So einfach es auch ist, mit Amazon alle Geschenke fürs Weihnachtsfest zu bestellen, es muss nicht sein. Beratungen, spezielle Angebote und auch Schätze findet ihr eher beim kleinen Laden in der Innenstadt. Und dafür müsst ihr lediglich euren Schweinehund ein bisschen dressieren. So viel stärker Amazon ihn auch machte, es ist möglich.

Ist das geschafft, wartet auf euch eine längst vergessene Welt: die des Bummelns, Schmökerns, Entdeckens. Und wenn man danach nach Hause kommt, ist es noch viel schöner auf der Couch, versprochen.

(tkr)

Grüner Adventskalender

Bisschen Nelken, bisschen Rotwein: So machst du deinen Glühwein selbst

Der Lockdown-Blues, ein Liedchen, das unseren Gang in die soziale Isolation begleitet. Der Einzelhandel steht still, der Gang nach draußen lohnt sich nicht mehr wirklich. Dass die Weihnachtsmärkte ebenfalls in diesem Jahr nicht öffneten, dürfte vielen zudem sauer aufgestoßen haben. Gut, sauer aufstoßen würden sie auch, wenn sie sich durch die Vielzahl an Fressbuden futtern. Pilze, Bratwurst, Mandeln, das Patentrezept für Sodbrennen.

Neben all den fettigen, salzigen und süßen Fressalien dürfte …

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