Nachhaltigkeit
Das Endstück eines 516 Kilometer langen Seekabels wird von einem Kabelverlegeschiff im Watt unter dem Deich hindurch an Land gezogen. NordLink nennt sich die Stromleitung, die erstmalig die Strommärkte Deutschlands und Norwegens direkt verbinden wird und zum Austausch zwischen deutscher Windenergie und norwegischer Wasserkraft dienen soll. Ende des Jahres 2019 sollen die letzten Arbeiten erledigt sein.

Unterm Deich hindurch an Land gezogen: Das Seekabel zwischen Norwegen und Deutschland, hier im September 2019. Die Arbeiten seien jetzt abgeschlossen, berichten die Norweger. Bild: dpa / Carsten Rehder

Gute Nachricht

Der Ökostrom kann fließen: Riesen-Seekabel "Nordlink" ist fertig

623 Kilometer lang, davon 515 Kilometer im Meeresboden vergraben: Das neue Hochspannungskabel "Nordlink" ist fertig und betriebsbereit. Gibt es in Deutschland zu wenig Sonne und Wind, können die Norweger durch dieses Kabel ihren Ökostrom aus Wasserkraft liefern – und hat Deutschland Strom übrig, wird er in Richtung Norden geleitet.

Der Probebetrieb starte noch im Dezember, der kommerzielle Betrieb im Frühling, wie der norwegische Fernsehsender NRK berichtet.

Håkon Borgen, Konzernchef der norwegischen Projekt-Seite Statnett, äußerte sich "stolz" darüber, dass man das längste Seekabel der Welt gebaut habe.

Auf deutscher Seite ist Tennet für das Projekt zuständig. Die rund zwei Milliarden Euro teure Leitung soll dem Austausch erneuerbarer Energien zwischen Deutschland und Norwegen dienen. An den Konverterstationen in Wilster (Schleswig-Holstein) und Tonstad (Norwegen) soll der Strom von Gleich- in Wechselstrom umgewandelt und in das deutsche beziehungsweise norwegische Netz eingespeist werden.

Nordlink hat eine Kapazität von 1400 Megawatt und kann rechnerisch mehr als 3,6 Millionen deutsche Haushalte mit erneuerbarer Energie versorgen. Das entspricht in etwa der Einspeiseleistung von 466 Windkraftanlagen zu je 3 Megawatt.

(andi/dpa)

Gute Nachricht

Statt aus Erdöl: Forscher entwickeln Bio-Plastik aus Bakterien

Die Erde ist geradezu verseucht von Plastikmüll – trotzdem wird immer weiter Kunststoff produziert, pro Jahr sind es derzeit ungefähr 370 Millionen Tonnen. Dass das nicht so weitergehen kann, ist klar. Forscher arbeiten deshalb auf Hochtouren an verschiedenen Möglichkeiten, Plastik zu ersetzen oder nachhaltige Alternativen zu dem umweltschädlichen Erdöl zu finden, das seine Grundlage darstellt.

Mikrobiologen der Universität Tübingen ist das jetzt gelungen, denn sie haben Bakterien derart …

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