Nachhaltigkeit
Homemade Tofu Stir Fry with Vegetables and Rice

Klimafreundlicher ist es, wenn Soja direkt auf dem Teller landet, statt es an Tiere zu verfüttern. Bild: iStockphoto / bhofack2

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Gesünder und umweltfreundlicher: Warum Fleischersatz die bessere Ökobilanz hat

Tofu, Haloumi, Seitan oder Tempeh: Die Liste der Fleisch-Alternativen ist lang. Das kommt natürlich den Tieren zugute – aber auch der Umwelt und dem Klima. Denn im Vergleich zu konventionell erzeugtem Fleisch haben pflanzliche Fleischersatzprodukte laut Umweltbundesamt oft eine bessere Umweltbilanz und ein "großes Potenzial". "Fleischersatz könnte eine große Rolle bei einer umweltschonenderen und auch gesünderen Ernährung spielen", sagte Behörden-Präsident Dirk Messner.

Im Vergleich zu Rindfleisch entstehen laut einer Studie des Bundesamts (Uba) bei der Herstellung von pflanzlichen Ersatzprodukten zum Teil weniger als ein Zehntel der Treibhausgase. Auch der Wasser- und Flächenverbrauch sei um ein Vielfaches geringer, da Pflanzen wie Weizen und Soja nicht erst als Tierfutter genutzt werden, sondern ohne große Umwege auf dem Teller landen.

Insbesondere Fleischersatzprodukte, die wenig verarbeitet sind, könnten auch gesundheitliche Vorteile mit sich bringen: Für eine gesunde und nachhaltige Ernährung empfiehlt die sogenannte EAT-Lancet-Kommission maximal 15 Kilogramm Fleisch pro Kopf und Jahr. Laut Umweltbundesamt liegt der tatsächliche Fleischkonsum in Deutschland mit etwa 60 Kilogramm deutlich darüber.

Fleischersatz noch teurer

Die größten Probleme mit dem pflanzlichen Fleischersatz sieht das Umweltbundesamt bei der Akzeptanz innerhalb der Bevölkerung und den politischen Rahmenbedingungen. "Solange der Preis der Lebensmittel aber nicht auch die Umweltschäden widerspiegelt, wird das billige Nackensteak noch länger den Vorzug vor einem Sojaschnitzel bekommen", sagte Messner.

Ersatzprodukte auf Insektenbasis schneiden bei der Studie etwas schlechter ab. Gegenüber Rind, Schwein und Huhn sei die Ökobilanz aber immer noch besser, da Insekten Futtermittel effizienter verwerten könnten. Auch sogenanntes In-Vitro-Fleisch, also Fleisch aus dem Reagenzglas, wurde erfasst. Hier sind die Umweltauswirkungen laut Umweltbundesamt aber noch schwer abzuschätzen, weil es noch nicht am Markt verfügbar ist.

(ftk/dpa)

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