Nachhaltigkeit
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In konventionellem Waschmittel findet sich oft eine Menge Mikroplastik. Bild: www.imago-images.de / Sofie Delauw

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Regional und nachhaltig: Schüler entwickeln Waschmittel aus Efeu

Umweltfreundlich zu waschen ist nicht einfach. Darauf zu verzichten, geht natürlich aber auch nicht. Und so waschen allein wir Deutschen im Schnitt pro Jahr ungefähr 23 Millionen Tonnen Wäsche. Aber hast du dich schonmal gefragt, was diese Mengen an Weichspüler und Waschmittel, die ständig in unser Abwasser fliesen, enthalten? Die Antwort: Bleichmittel, ölbasierte Tenside und Duftstoffe. Klar, das sind die Stoffe, die unsere Wäsche wieder gut riechen lassen und sauber machen. Doch genau diese Stoffe sind es, die unserer Umwelt schaden.

"Waschmittel enthalten oft chlorhaltige Verbindungen, die Wasserorganismen angreifen. Außerdem finden sich darin Farbstoffe, Duftstoffe oder Unmengen an Plastik", sagte Viola Wohlgemuth von Greenpeace Deutschland dem NDR. "Und die sieht man oft gar nicht, denn viele Stoffe, die man auf den Inhaltsangaben dieser ganzen Reinigungsmittel oder Kosmetika sieht, sind am Ende flüssiges Plastik."

Wie also bekommt man die Wäsche umweltfreundlich sauber? Fünf Schülerinnen und Schüler aus Hamburg haben ein Waschmittel entwickelt, das nachhaltig ist und der Umwelt nicht schade. Es besteht allein aus Efeupulver.

Die Schüler sollten für einen Wettbewerb ein Produkt erfinden – und ihnen war schon von Anfang an klar, dass es etwas Nachhaltiges sein sollte, sagten sie im Gespräch mit dem NDR. Die Idee für ihr Efeu-Waschmittel bekamen sie, als sie Bilder von chemisch verseuchtem Meer in Indien sahen. Sie wollten ein Waschmittel entwickeln, das weder für die Natur, noch für Lebewesen schädlich ist. Schließlich fanden sie heraus, dass ganz normales Efeu Tenside enthält. Das sind Substanzen, die die Oberflächenspannung einer Flüssigkeit herabsetzen. Gleichzeitig lösen sie Fette und eignen sich deshalb gut zum Waschen.

Pulverform ist am effektivsten

Von der Idee zum fertigen Waschmittel war es trotzdem ein weiter Weg: "Wir haben Efeu gekocht, wir haben ihn gebacken, wir haben ihn gehäckselt, gewaschen, gemörsert, alles Mögliche ausprobiert", berichten die Schüler. Am Ende hätte sich gezeigt, dass sich Pulver am besten für ihr Waschmittel eignet. Dieses wird aus regionalem Efeu und komplett ohne Kunststoff hergestellt.

Inzwischen ist aus einem Schulprojekt ein Business geworden, ein Teil der Gruppe möchte sich auch nach der Schule weiter mit dem Projekt beschäftigen, das den Namen "IVY" trägt – das ist Englisch für Efeu. "In den nächsten Wochen und Monaten wollen wir mit dem Schülerforschungszentrum der Uni Hamburg und anderen Partnern aus Wissenschaft und Industrie an der Rezeptur feilen, das Ganze optimieren und professionalisieren", erzählten die Schüler dem NDR.

Natürlich müssen auch noch die entsprechenden ökologische Zertifikate für das Waschmittel erworben werden. Und das ist meistens ein sehr langwieriger Prozess. Trotzdem nimmt sich das Team vor, nach weiteren Tests mit dem Betrieb zu beginnen. Das Produkt soll zunächst in Hamburger Bio-Läden verkauft werden.

(efi)

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