ARCHIV - 24.03.2022, Baden-W
Die Sanierung von Bestandsgebäuden wurde für da ausgeben von Fördermitellen besonders in den Fokus genommen.Bild: dpa / Silas Stein
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Sanieren statt Neubau: Rekord bei Fördermitteln für Gebäudesanierung

01.01.2023, 12:23

Die staatliche Förderung für die energetische Sanierung von Häusern und Wohnungen ist in 2022 auf einen Rekordwert gestiegen. Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) zahlte rund 2,6 Milliarden Euro aus. Das sei ein Plus von 85 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, teilte die Behörde der Deutschen Presse-Agentur mit. 2021 waren noch etwa 1,4 Milliarden Euro ausgegeben worden.

Eigentümer bekommen Unterstützung bei energieeffizienten Sanierungen

Mit den Fördermitteln bekommen Eigentümer Unterstützung bei einer Sanierung ihres Gebäudes, die dauerhaft Energiekosten einspart. Gefördert werden etwa der Einsatz neuer und die Optimierung bestehender Heizungsanlagen, die hauptsächlich mit erneuerbaren Energien funktionieren. Außerdem gibt es Geld für die Dämmung von Außenwänden und Dächern oder den Austausch von Fenstern und Außentüren.

Zehn Millionen Euro für klimafreundliche Renovierungen

Bewilligt worden seien sogar staatliche Mittel in Höhe von rund zehn Milliarden Euro, erklärte das Bundesamt – etwa doppelt so viel wie im Vorjahr. Die Bewilligung ist jedoch nur die erste Stufe des Verfahrens: Damit wird das Geld für die Antragsteller reserviert, ausgezahlt wird es erst nach Umsetzung und Prüfung der Sanierungsmaßnahme. Auch die Zahl der Förderanträge beim Bafa verdoppelte sich innerhalb eines Jahres auf mehr als 740.000.

Die Bundesförderung soll helfen, die Sanierungsquote zu steigern und die Klimaziele für den Gebäudebereich zu erreichen. Ziel ist, dass der Gebäudebestand bis 2045 klimaneutral ist. Noch sind aber viele Gebäude in Deutschland nur zum Teil oder gar nicht energetisch saniert.

Fokus verstärkt auf Sanierungen, statt Neubau

Ende Juli hatte die Bundesregierung die Fördergelder statt auf den Neubau verstärkt auf die Sanierung von Bestandsgebäuden fokussiert, weil man sich hier den größten Klimaschutzeffekt verspricht. Für das Jahr 2023 ist ein Budget von 13 Milliarden Euro vorgesehen. Gefördert werden ab Januar auch wieder Materialkosten bei Eigenleistungen – eine Reaktion auf den Handwerkermangel.

Klimamaßnahmen an Neubauten sollen künftig weitgehend über zinsgünstige KfW-Kredite gefördert werden. Zum 1. März soll es laut Bundesregierung dafür eine neue Richtlinie geben. Bis dahin werden nach den alten Kriterien noch Neubauten der Effizienzhaus-Stufe 40 mit Nachhaltigkeitsklasse unterstützt.

(sp/dpa)

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