Grilled vegan seitan steaks with pimientos de padron and served with a herb soy sauce on a rustic wooden background
Nicht nur für das Klima ist es eine gute Nachricht, dass mehr Fleischersatz produziert wird, auch unser Körper dankt es uns, wenn wir gesünder leben und häufiger auf Fleischalternativen ausweichen.Bild: getty images/kabVisio
Gute Nachricht

Produktion von Fleischeralternativen wächst weiter

14.05.2022, 12:25

Immer mehr Menschen greifen zu Fleischalternativen, deshalb stieg die Produktion von Seitanwurst, Sojaschnitzel und Co. im vergangenen Jahr weiter an. Dass wir immer häufiger zu Ersatzprodukten greifen, ist nicht nur für die Umwelt besser, sondern auch für unsere Gesundheit. Selbst wenn man nicht direkt vegetarisch oder vegan lebt, Flexitarier können auch ihren Anteil leisten und Treibhausgase durch Massentierhaltung verringern.

17 Prozent mehr Fleischersatzprodukte

Der Ernährungstrend zu Fleischersatzprodukten hat auch im vergangenen Jahr angehalten. 2021 wurden in Deutschland 98.000 Tonnen Lebensmittel im Wert von 458 Millionen Euro hergestellt, die Fleisch oder Fleischprodukte mit pflanzlichen Alternativen ersetzten, wie das Statistische Bundesamt diese Woche berichtete. Die Menge stieg damit im Vergleich zum Vorjahr um 17 Prozent, der Wert der Waren sogar um 22,2 Prozent.

Fleischproduktion leicht rückläufig

Allerdings ist die im vergangenen Jahr rückläufige Fleischproduktion immer noch um ein Vielfaches größer, wie die Statistiker anmerkten. Mit 35,6 Milliarden Euro erreichte sie rund das 80-fache des Wertes der Fleischersatzprodukte. Das lag aber deutlich hinter dem Rekordwert aus 2019, als die Fleischproduktion 40,1 Milliarden Euro erreichte.

Hintergrund ist der sinkende Pro-Kopf-Verbrauch. Laut der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung lag dieser bei 55 Kilogramm für das vergangene Jahr. Zehn Jahre zuvor sind es pro Person und Jahr noch 7,8 Kilogramm mehr gewesen.

(sp/dpa)

EU produziert erstmals mehr Strom aus Erneuerbaren als aus Gas

In der EU ist 2022 erstmals mehr Strom aus Wind und Sonne produziert worden als aus Gas. Laut einer Analyse der Denkfabrik Ember Climate kamen im vergangenen Jahr rund 22 Prozent der Elektrizität in der EU aus Solar- und Windkraft und damit anteilig so viel wie noch nie. 2021 waren es demnach etwa 19 Prozent. Aus Gas stammten hingegen fast 20 Prozent des EU-Strommixes – knapp ein Prozentpunkt weniger als 2021. Insgesamt kamen laut Ember Climate im vergangenen Jahr 623 Terawattstunden (TWh) aus Wind und Sonne.

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