Nachhaltigkeit
A man and women running into the ocean with their surf boards.

Ein Start-up aus Lissabon sagt Plastikmüll den Kampf an. Bild: E+ / MichaelSvoboda

Gute Nachricht

Recycelter Plastikmüll: Alte Fischernetze werden zu Bikinis

Die Weltmeere sind voller Plastik – Forscher haben unlängst sogar berechnet, dass mehr Plastik als Plankton im Meer schwimmt. Die Folgen sind dramatisch: Meerestiere ersticken an dem Müll und irgendwann landen die Abfälle als Mikroplastik sogar auf unserem Teller und in unserem Trinkwasser. Nur: Was tun mit den Tonnen von Plastik im Ozean und am Strand?

Ein Start-up aus Lissabon recycelt das Plastik aus dem Meer, das zwar irgendwie am Strand bleibt, aber in einer gänzlich anderen Form – Wonda Swim stellt Bikinis aus recycelten Fischernetzen her. Auf die Idee kamen die Gründerinnen laut dem Magazin "Social Startups" beim Surfen am Strand von Lissabon, der wie viele Strände dieser Welt mit angespülten Fischernetzen übersät ist.

Die Bikinis sind aus Econyl, einem Material, das aus Meeresabfällen wie alten Fischernetzen oder Nylonabfällen aus Mülldeponien hergestellt wird. Gleichzeitig wird bei der Produktion darauf geachtet, dass möglichst kein neuer Abfall entsteht – und alle Materialien im Sinne der Kreislaufwirtschaft recycelt werden. Versendet werden die Bikinis konsequenterweise ebenfalls plastikfrei.

Neben den potenziell entmüllten Stränden spendet das Start-up pro Bestellung demnach auch einen Euro an die Lisbon Surfrider Foundation, die die Flüsse, Seen und Meere in Portugal schützen will. Und bei gemeinsamen Aufräumaktionen soll der Strand weiter vom Müll befreit werden. Ohne Plastikfischernetze, Mülltüten und leeren Flaschen in den Fluten surft es sich bestimmt auch besser.

(ftk)

0 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!

Gute Nachricht

Auf diesem Hof bekommen Kühe "Elternzeit" mit ihren Kälbern

Falls immer noch jemand an den Mythos glaubt: Nein, Kühe geben natürlich nicht von Natur aus Milch, sondern nur, nachdem sie gekalbt haben. Etwa 8250 Kilogramm Milch produziert eine Milchkuh jährlich – dafür muss sie zunächst schwanger werden, das Kalb wird ihr in der Regel direkt nach der Geburt weggenommen.

Dass das auch anders geht, zeigt ein Öko-Hof in Schleswig-Holstein: Die Bio-Bauern von De Öko Melkburen gewähren ihren Milchkühen eine "Elternzeit". Mindestens drei Monate dürfen die …

Artikel lesen
Link zum Artikel