Schubleichter mit Oelspur auf dem Bodden auf Ruegen, 17.08.2016, Luftbild, Deutschland, Mecklenburg-Vorpommern, Ruegen Barge wit smear of oil on Bodden on Ruegen, 17.08.2016, aerial photo, Germany, Me ...
Die deutschen Gewässer sind in keinem guten ökologischen Zustand. Bild: imago stock&people / imago images
Klima & Umwelt

Gewässer in Gefahr: Deutschland verfehlt laut EU-Kommission Umweltziele

08.09.2022, 18:02

Deutschland muss seine Gewässer nach Ansicht der EU-Kommission besser schützen. "In Deutschland sind nur 8,1 Prozent aller Oberflächengewässer in gutem ökologischen Zustand", hieß es am Donnerstag in einer Auswertung der Brüsseler Behörde.

Bei vielen Gewässern seien Umweltziele bis zum Jahr 2021 nicht erreicht worden und könnten auch 2027 verfehlt werden. Auch die Wasserverschmutzung durch Nitrate bleibe besorgniserregend.

EU-Kommission: Deutschland ist nicht ambitioniert genug

Die Nitratbelastung in Gewässern ist beispielsweise durch intensive Düngung hoch. Derzeit geht die EU-Kommission gegen die Bundesrepublik vor, weil sie der Ansicht ist, dass die Nitratrichtlinie nicht vollständig umgesetzt wird.

Wie gelangt Nitrat ins Grundwasser?
Wenn Landwirt:innen intensiv düngen, kommt mehr Nitrat auf die Felder, als Pflanzen und Boden verarbeiten und speichern können. Der Rest wird mit dem Regen ausgewaschen und landet so im Grundwasser. Es kann bis zu 20 Jahre dauern, bis Nitrat in den Grundwasserschichten ankommt.

Zudem könnte sich Deutschland aus Sicht der EU-Kommission ambitioniertere Ziele für besondere Schutzgebiete setzen. Darüber hinaus wird kritisiert, dass Deutschland im Vergleich zu anderen EU-Staaten wenig Umweltsteuern erhebt.

Fortschritte werden hingegen in den Bereichen Luftqualität, Abfallmanagement und den Klimazielen gesehen. "2020 wurden bei Feinstaub (PM10) keine Grenzwerte mehr überschritten", hieß es am Donnerstag. Was die Wiederverwertung von Abfall angehe, habe die Bundesrepublik eine Führungsrolle. Gelobt wird auch die Verschärfung der Klimaziele 2021.

(sb/dpa-afxp)

500. Orang-Utan auf Borneo in die Freiheit entlassen

Es ist ein Meilenstein im Kampf um das Überleben der letzten Orang-Utans auf Borneo: Im Regenwald der riesigen Insel hat die Organisation "BOS" (Borneo Orangutan Survival) vor einigen Tagen den 500. Menschenaffen ausgewildert. Für den zwölfjährigen Ben beginnt damit nach einem schwierigen Start ins Leben und jahrelanger Waldschule ein Leben in Freiheit.

Zur Story