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Klima & Umwelt

Klimawandel: Forscher sammeln überraschende Erkenntnisse über Antarktis

ARCHIV - 23.11.2023, Antarktis, Bransfield-Straße: Ein Eisberg schwimmt in der Bransfield-Straße in der Antarktis. In Dubai findet der #COP28 UN-Klimagipfel statt. Hauptthemen der UN-Klimakonferenz in ...
Eisberg voraus!Bild: AP / Jorge Saenz
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Sensation am antarktischen Meer: Forscher machen überraschende Entdeckung

15.01.2025, 10:1615.01.2025, 10:16
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Es ist ein Fakt, dass das antarktische Landeis kontinuierlich schmilzt. Über die vergangenen Jahre ist der mächtige Gletscher nach und nach geschrumpft. Bittere Aussichten, vor allem, weil etwa 60 Prozent des gesamten Süßwassers weltweit in den Eismassen gespeichert sind. Fließt das ins Meer, folgt ein rapider Anstieg des Meeresspiegels.

Auch das antarktische Meereis geht allmählich zurück. Im vergangenen Jahr betrug der tägliche Verlust 140.000 Quadratkilometer. Das mag dramatisch klingen, aber wie Forscher:innen aufzeigen, birgt die Zahl auch ein wenig Hoffnung.

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Antarktis-Daten deuten auf Trendumkehr hin

Das National Snow und Ice Data Center (NSIDC) teilt mit, dass sich der Rückgang des antarktischen Meereises verlangsamt hat. "Im November und Dezember, dem mittleren bis späten Frühling auf der Südhalbkugel, fiel der durchschnittliche Rückgang deutlich unter den Durchschnitt", schreiben die Wissenschaftler:innen.

So lagen der Verlust zwischen 1981 und 2010 bei durchschnittlich 165.000 Quadratkilometern. Die 140.000 Quadratkilometer im vergangenen Jahr weisen also auf eine Entwicklung hin, die es allerdings noch zu beobachten gilt.

Die Ausdehnung des Meereises entsprach hingegen Ende Dezember 2023 in etwa dem Durchschnitt der Jahre 1981 bis 2010. Das veranschauliche, so das NSIDC, die hohe Variabilität der antarktischen Meereisausdehnung, das mit ozeanischen Einflüssen zusammenhängt.

Erst 2017 gab es eine rekordtiefe Ausdehnung, weshalb Forscher:innen einen Trend befürchteten. Doch die Daten aus dem vergangenen Jahr geben wieder etwas Hoffnung. Aber Volatilität ist eben etwas, was Prognosen extrem erschwert. Weiterhin ist Beobachten die Devise.

Sensationsfund geborgen

Spannend ist auch, dass Wissenschaftler:innen noch weitere Erkenntnisse sammeln konnten. In der Antarktis konnten sie Eis bergen, das 1,2 Millionen Jahre alt sein soll. Uralte Luftblasen seien in dem Eiskern eingeschlossen. Mehr als 400.000 Jahre Klima-Geschichte könnte der Fund offenbaren.

Worauf die daraus gewonnen Daten hinweisen und wie wir sie interpretieren, wird sich aber noch zeigen. Dafür muss der Fund erstmal durch ein paar Laboratorien wandern.

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