Lidl testet als erster deutscher Händler den Eco-Score.
Lidl testet als erster deutscher Händler den Eco-Score.
Bild: NurPhoto / NurPhoto

Lidl startet neuen Test in Berlin – und setzt damit auf einen Trend

09.06.2021, 13:50

Vielen Menschen ist beim Einkaufen nicht mehr nur der Preis eines Produkts wichtig, sondern auch wie nachhaltig es ist. Lidl testet nun ein System, um deutlicher zu kennzeichnen, wie nachhaltig ein Produkt wirklich ist und den Verbrauchern so ihre Kaufentscheidung zu erleichtern.

140 Produkte der Lidl-Eigenmarken werden in den Berliner Filialen des Discounters seit Montag mit dem Eco-Score, einem fünffarbigen Blattsymbol, gekennzeichnet. Zu finden ist der Eco-Score dann beispielsweise auf Tee, Kaffee oder Milchprodukten. Dabei soll getestet werden, ob das Label von den Kunden akzeptiert wird und wie wirksam es ist.

Lidl: Erster deutscher Händler mit Eco-Score

Eigentlich stammt der Eco-Score aus Frankreich, Lidl testet ihn nun als erster deutscher Händler. "Mit den Testergebnissen möchte der Lebensmitteleinzelhändler dazu beitragen, zeitnah eine pragmatische und leicht verständliche Nachhaltigkeitskennzeichnung von Lebensmitteln in Deutschland zu etablieren", schreibt Lidl in einer Pressemitteilung.

Lidl führt den Test gemeinsam mit dem Entwickler des Eco-Scores, der ECO2 Inititative, durch. Das Ziel ist auch, herauszufinden, wie Kunden den Umwelteinfluss von Lebensmitteln wahrnehmen. Lidl weist in seiner Pressemitteilung darauf hin, dass Vorschläge zur Weiterentwicklung oder branchenweite Kennzeichnungsalternativen willkommen sind.

Eco-Score bei Lidl: Verschiedene Kriterien für Einordnung

Laut "Lebensmittel Zeitung" ähnelt der Eco-Score optisch dem Nutri-Score. Die Produkte werden in die Kategorien A bis E eingeteilt. Dies erfolgt anhand der Umweltauswirkungen des Produkts und durch zusätzliche andere Nachhaltigkeitsaspekte, dazu zählen beispielsweise Transport oder Wiederverwertbarkeit.

Auch die EU-Kommission plant in den nächsten Jahren eine Nachhaltigkeitskennzeichnung für Lebensmittel einzuführen. Dadurch soll das Ernährungssystem zum europäischen Green Deal beitragen und mithelfen, dass die EU bis 2050 klimaneutral wird.

(pas)

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