Nachhaltigkeit
Rear View Of A Young Woman Taking Food From Refrigerator

Den Kühlschrank einräumen will gelernt sein. Bild: iStockphoto / AndreyPopov

Marmelade oben, Fleisch unten: So räumst du deinen Kühlschrank richtig ein

Auf den ersten Blick ist es so einfach: Du kommst mit vollgepackten Einkaufstaschen nach Hause, machst die Kühlschranktür auf, legst deine Einkäufe hinein und machst die Tür wieder zu. Projekt Lebensmittelversorgung – done.

Wenn du allerdings möchtest, dass deine Einkäufe lange frisch bleiben – und so weniger Abfall entsteht – und du außerdem noch Strom sparst, dann gilt es doch ein paar Dinge zu beachten. Denn auch im Kühlschrank gibt es unterschiedliche "Klimazonen" – und bestimmte Lebensmittel fühlen sich in keiner davon wohl.

Ein paar Tipps vorweg:

Im Kühlschrank gelagerte Lebensmittel in Behältern solltest du immer fest verschließen. Gerade Milchprodukte trocknen sonst aus oder nehmen den Geruch ihrer Umgebung an. Und andersherum macht sich Gorgonzola-Geschmack auf dem Apfelkuchen auch nicht sonderlich gut. Außerdem solltest du warme Speisen abkühlen lassen, bevor du sie in den Kühlschrank stellst, damit dieser keine unnötige Energie verwenden muss, um sie herunterzukühlen.

Wenn du den Kühlschrank außerdem nicht zu voll packst, kann die Luft besser zirkulieren und damit einfacher kühlen. Bildet sich Eis auf der Rückwand des Kühlschranks, ist das ein recht eindeutiges Zeichen, dass er zu kalt eingestellt ist – dann lohnt es sich, den Thermostat zu überprüfen. Und: Lebensmittel, die demnächst ablaufen, packst du am besten ganz nach vorne. So hast du sie im Blick und vergisst sie nicht hinter dem Marmeladenglas oder dem Joghurtbecher.

Kommen wir nun zu den verschiedenen Klimazonen im Kühlschrank. Und der Frage: Wo hält welches Lebensmittel am längsten?

Unteres Fach: 3 bis 5 Grad

Wer in Physik aufgepasst hat, weiß: Kalte Luft sinkt nach unten. Moderne Kühlschränke haben zwar Ventilatoren, die die Luft (und damit die Kälte) gleichmäßig verteilen sollen, in den meisten Kühlschränken ist es aber trotzdem im untersten Fach am kältesten. Es eignet sich deshalb am besten zur Aufbewahrung von Lebensmitteln, die leicht verderblich sind: Wurst etwa, Fleisch oder Fisch.

Mittleres Fach: 6 bis 7 Grad

Eine Etage über den Fleischwaren geht es mit etwa sechs Grad immer noch relativ frostig zu. Eine Atmosphäre, in der sich besonders Käse und Milchprodukte wie Joghurt, Quark oder Milch wohlfühlen. Auch Eier sind hier am besten aufgehoben.

Oberes Fach: 7 bis 10 Grad

Für bereits zubereitete Speisen wie Soßenreste vom Vortag oder ein Rest gebratenes Gemüse oder Pasta reichen knapp zehn Grad locker aus, um frisch zu bleiben. Sie können deshalb im obersten Kühlschrankfach gelagert werden. Gleiches gilt für angebrochene Konserven, Kuchenreste oder Marmelade.

Gemüsefach: 10 bis 12 Grad

Was im Gemüsefach gelagert wird, ist offensichtlich: Gemüse, aber auch heimisches Obst wie Äpfel, Birnen, Trauben, Kirschen oder Pflaumen bleiben bei zehn bis 12 Grad saftig und knackig. Salat und frische Kräuter können hier ebenfalls gelagert werden. Dass es im Gemüsefach mit am wärmsten ist, obwohl es sich ganz unten im Kühlschrank befindet, liegt übrigens an der Glasplatte, die es vom Rest des Schranks abtrennt.

Kühlschranktür: 10 bis 15 Grad

Noch wärmer als im Gemüsefach ist es in der Kühlschranktür. Die dort herrschende Temperatur reicht allerdings aus, um Dips, Senf oder Ketchup und angebrochene Getränke oder Glaskonserven zu kühlen. Butter und Margarine bleiben hier streichzart, für Milch ist es allerdings zu warm.

Das gehört nicht in den Kühlschrank

Der Kühlschrank ist voll, die Einkäufe fast alle verstaut – doch es gibt ein paar Lebensmittel, die bislang nicht aufgezählt wurden. Das liegt schlicht und ergreifend daran, dass sie nicht in den Kühlschrank gehören – auch wenn sie immer wieder dort landen. So ist es beispielsweise ein Mythos, dass Brot im Kühlschrank besser hält. Im Gegenteil: Es trocknet dort schneller aus. Lagere es also stattdessen lieber in einem Brotkasten.

Auch Bananen geht es bei Zimmertemperatur besser, im Kühlschrank bekommen sie nämlich braune Flecken, Basilikum beginnt zu welken und Honig kristallisiert. Kaffee tut die Kälte ebenfalls nicht gut: Er nimmt Gerüche auf und verliert seinen Geschmack, Kartoffeln werden mehlig und süß. Und während Knoblauch und Zwiebeln im Kühlschrank zu schimmeln anfangen, verlieren Tomaten ihr Aroma. Avocados ereilt im Kühlschrank zwar nicht dasselbe Schicksal, allerdings reifen sie dort wesentlich schlechter nach als außerhalb. Und exotische Früchte wie Mangos oder Ananas werden im Kühlschrank schnell braun und matschig. Eine Obst- und Gemüseschale ist also sicherlich eine sinnvolle Investition.

(ftk)

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