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"Öko-Test" warnt vor diesen Erdbeeren aus dem Discounter

ARCHIV - 24.06.2022, Nordrhein-Westfalen, M
Früherdbeeren aus Spanien sind häufig pestizidbelastet. Bild: dpa / Friso Gentsch
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Erdbeeren: "Öko-Test" warnt vor bedenklichem Gift-Cocktail

26.04.2023, 11:56
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Erdbeer-Fans müssen schon lange nicht mehr warten, bis die süßen Früchte Saison in Deutschland haben. Wer sich den Sommer schon jetzt nach Hause holen will, kann Erdbeeren aus Spanien, Marokko oder Ägypten auch schon früher erwerben.

Die schmecken zwar selten so intensiv und lecker wie Sommer-Erdbeeren. Trotzdem greifen Konsument:innen gerne schon im Winter und Frühling zu den süßen Früchten.

Erdbeeren: Zwei Sorten fallen im Öko-Test durch

Abgesehen vom Geschmack unterscheiden sich jedoch Früherdbeeren auch hinsichtlich ihrer Umweltbilanz von den heimischen Sommer-Früchten. Das Verbrauchermagazin "Öko-Test" untersucht jetzt in einer umfassenden Analyse die Pestizidbelastung und Klimaschädlichkeit von Früherdbeeren.

Getestet wurden insgesamt vierzehn verschiedene Erdbeer-Schalen aus deutschen Supermärkten. Davon kamen dreizehn aus Spanien und eine aus Ägypten. Die Angebote wurden mit Schulnoten von "sehr gut" bis "ungenügend" bewertet.

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Gleich zwei Erdbeer-Schalen konnten nicht bestehen. Sowohl die spanischen "Frutas El Pinar" von Norma, als auch die bei Aldi Süd erhältlichen "Fresaflor"-Erdbeeren rasselten mit der Endnote "ungenügend" durch den Test.

Besonders negativ fiel die Pestizidbelastung der Erdbeeren auf. Bei einigen konnte "Öko-Test" gleich einen ganzen "Pestizidcocktail" nachweisen. Ganz vorne dabei: der Testverlierer Norma. In seinen Früchten wurden sieben verschiedene "Spritzmittel" entdeckt.

Pestizide können nicht nur die wichtigen Bienen schädigen, sie sind auch häufig für Menschen ungesund. So etwa das Insektizid Cyflumetofen. Das laut CLP-Verordnung krebserregende Mittel wurde in den Früherdbeeren von Penny nachgewiesen.

Das Bio-Siegel schützt nicht immer vor Pestiziden

Wer aus Sorge vor ungesunden Chemikalien lieber zu Produkten aus biologischem Anbau greift, ist leider auch nicht sicher vor Pestiziden. So konnte der Test in den Bio-Erdbeeren von Tegut Spinosad nachweisen. Spinosad darf zwar in der biologischen Landwirtschaft eingesetzt werden. Das ändert jedoch nichts an seiner Schädlichkeit für Bienen.

Trotz der negativen Bilanz für viele der angebotenen Früchte, zeigt "Öko-Test" auch pestizidfreie Optionen. Bei fünf der getesteten Erdbeeren konnte das Labor keine Spritzmittel nachweisen. Darunter die zwei Test-Besten. Bio-Erdbeeren von Rewe und Edeka schnitten mit einer Gesamtbewertung "gut" am besten ab.

ARCHIV - 18.10.2022, Spanien, Almonte: Saisonarbeiter pflanzen Erdbeeren auf einem Bauernhof in Almonte, S�dwestspanien. Die Region Andalusien will den wasserintensiven Erdbeeranbau ausweiten - und k� ...
Der Erdbeer-Anbau in Spanien ist besonders wasserintensiv. Bild: Bernat Armangue/AP/dpa

Eines haben jedoch alle getesteten Früchte gemeinsam. Ihre Kultivierung ist laut "Öko-Test" unglaublich wasserintensiv: "Rund 300 Liter Wasser verbraucht ein einziges Kilo laut WWF." Vor allem im trockenen Erdbeer-Anbaugebiet Südspanien kann das fatale Folgen haben. Daher rät "Öko-Test": "Besser auf heimische Erdbeeren warten".

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