Nachhaltigkeit
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Volle Straßen gehören zum Alltag in den Touristenhochburgen. In diesem Fall Krakau. bild: unsplash

14 Orte in Europa, die von zu vielen Touristen ruiniert wurden

Leider sind viele Urlaubsorte nicht mehr das, was sie einmal waren.

Urlaub machen mögen wir alle. Deshalb ist es umso ärgerlicher, wenn das Reiseziel sich als nicht so toll entpuppt, wie wir dachten. In Zeiten des globalen Tourismus sind einige europäische Hotspots mittlerweile komplett überlaufen, mit negativen Konsequenzen für Urlauber und vor allem Einwohner!

Das Portal "Insider" veröffentlichte pünktlich zum Beginn des neuen Jahrzehnts eine Liste von europäischen Reisezielen, die in den letzten 10 Jahren dem Massentourismus zum Opfer fielen. Für uns eine Inspiration, euch eine Auswahl der schlimmsten Orte vorzustellen, damit ihr für den nächsten Urlaub gewappnet seid.

1. Venedig

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Sinkt und sinkt: Venedig. Bild: imago images/robertharding

Die Einwohnerzahl nimmt immer mehr ab, während die Besucherzahl kontinuierlich steigt. Neben diesen Touristenmassen leidet die Stadt auch zunehmend unter den Konsequenzen des Klimawandels, wie bei den bisher schlimmsten Überschwemmungen der Stadt Ende 2019.

2. Ibiza

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Die Party endet hier nie. Bild: imago images/Travel-Stock-Image

Party! Party! Party! – Das verbinden viele direkt mit der spanischen Insel. Blöd nur, wenn du nicht die ganze Zeit von lauten Beats und betrunkenen Leuten umgeben sein willst...

3. Santorini

Tourists in restaurants and on Oia Castle wait for the sunset with Caldera View and the famous Windmill in Oia, Santorini , Greece at 04 June 2019. Photographer: Peter Schatz

Vorbei ist es mit der griechischen Atmosphäre. Bild: imago images/action pictures

Als perfekter Instagram-Hotspot ist Santorini mittlerweile für viele Einheimische nicht mehr authentisch griechisch. Wenn du danach sucht, solltest du besser sämtliche Inseln, die per Flugzeug erreichbar sind, meiden.

4. Island

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Wurde zu einem wahren Touristenmagneten: Island. Bild: imago images/imagebroker

Serien wie "Game of Thrones" haben aus dem Land einen wahren Touristenmagneten gemacht. Neben den Auswirkungen davon auf die Natur stellt sich auch die Frage nach dem Einfluss auf die Isländer selber.

5. Malta

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Fünfmal so viele Touristen wie Einwohner – armes Malta. Bild: imago images/UIG

Auch hier hatte "Game of Thrones" wieder Einfluss, denn seitdem Malta als Drehort der Serie diente, schossen die Touristenzahlen in die Höhe. 2,6 Millionen Touristen im Jahr sind eine ganze Menge für so ein kleines Land, das selbst nur knapp 500.000 Einwohner hat.

6. Barcelona

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Der Anteil der Einheimischen auf den Ramblas dürfte gegen Null gehen. Bild: imago images/Agencia EFE

In einem Artikel im "Guardian" mit dem bezeichnenden Titel "How tourism is killing Barcelona" heißt es, dass Barcelona keinen Platz mehr habe, um zu wachsen, aber trotzdem mehr und mehr Leute in die Stadt kämen. Kann jeder, der da war, bestätigen.

7. Stonehenge

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Bild: imago images/Paulo Amorim

Aufgrund des Massentourismus ist Stonehenge heutzutage eine der gefährdetsten historischen Stätten auf dieser Welt. Das spricht für sich...

8. Budapest

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Junggesellen auf Sauftour? Findest du hier schneller, als dir lieb ist. Bild: imago images/viennaslide

Die niedrigen Preise der ungarischen Hauptstadt haben sie zu einem beliebten Ziel für Junggesellinnen- und Jungesellenabschiede gemacht. Und wir wissen alle, was das bedeutet. Genau – nix Gutes.

9. Dublin

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Dublin ist schön, aber leider gibt es kaum noch Iren zu bewundern. Bild: imago images/ZUMA Press

Aus eigener Erfahrung können wir sagen, dass man in den Straßen Dublins oft alle möglichen Sprachen hört, aber am seltensten Englisch mit den charakteristischen, heimischen Akzent. So sad.

10. Vatikan

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Besonders heilig geht es hier schon lange nicht mehr zu. Bild: imago images/UIG

Rom ist generell dafür bekannt, Unmengen an Besuchern anzuziehen und der Großteil von ihnen lässt sich einen Trip in den kleinsten Staat der Welt auch nicht entgehen.

11. Amsterdam

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Hat jemand mal die Fahrräder gezählt, die hier herumkurven? Bild: imago images/PA Images

Auch unsere Nachbarn haben Probleme mit den Touristen-Massen. Unter anderem wurden dadurch Touren durch das berühmte Rotlicht-Viertel der Stadt seit Januar verboten.

12. Kopenhagen

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Entspannt geht anders als in der dänischen Hauptstadt. Bild: imago images/Ritzau Scanpix

2018 gab es eine Kampagne, um die Stadt attraktiver für Touristen zu machen– die allerdings heftig kritisiert wurde, da sie nicht zu nachhaltigem Tourismus animierte.

13. Brügge

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Brügge sehen – und sterben? Jedenfalls nicht an Einsamkeit. Bild: imago images/Kyodo News

In Brügge gibt es schon Maßnahmen, um den Massentourismus aufzuhalten: Die Zahl der Hotels und Ferienwohnungen im Stadtcenter wurden begrenzt.

14. Mallorca

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Scha-La-La-La-La-La-Laaaaaaa! Bild: imago images/localpic

Ballermann. Müssen wir dazu noch mehr sagen?

(ks)

Viel Urlaub, wenig CO2: So gehts!

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